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Dschungel-Kolumne

Ich bin ein Schwede – Holt mich hier raus! (I)

Auch in diesem Jahr verfolgt der alte Schwede wieder das Campgeschehen als Kolumnist für BBfun. Zum Start knöpft er sich die neuen Bewohner einzeln vor.

Tja, eine neue „Big Brother“-Staffel in Deutschland liegt momentan in weiter Ferne und das ist ja auch kein Wunder, bei solchen Granaten-Formaten wie „Berlin Tag & Nacht“ oder „Köln 50815“, welche die Fatzebock-Community auf RTL II begeistern. Kann ich auch völlig nachvollziehen, denn bei diesen Sendungen ist wenigstens alles echt und nicht alles gescripted wie bei wie bei „Big Brother“. Bäh!

Naja, dann müssen wir uns eben mal wieder ein paar Tage mit „IBESHMHR“ aka dem Dschungelcamp begnügen, dem „Methadon für Junkies dieser Art“ (Blumentopf). Allerdings hab ich mit der 7. Staffel zuerst schon ein wenig gefremdelt, denn diesmal sagte mir fast die Hälfte (!) der gesamten Belegschaft überhaupt nichts. Von ganzen fünf Personen habe ich vor dem Einzug ins Camp tatsächlich noch nie etwas gehört, gesehen oder gelesen. Joey Heindle, Georgina Bülowius/Fleur, Fiona Erdmann, Claudelle Deckert, Allegra Curtis? Wer soll das sein? Meine Unwissenheit ist aber wahrscheinlich damit begründet, dass ich in letzter Zeit weder DSDS, noch GNTM, noch „Bachelor“ oder irgendwelche Soaps anschauen musste. Stattdessen konnte ich mich Dingen wie „Breaking Bad“, „Dexter“, „True Blood“ oder „The Walking Dead“ widmen. Tja, manchmal ist es eben doch nicht sooo schlimm, gerade Single zu sein. 😉

Aber jetzt zu der guten Nachricht: Drei der Campbewohner haben eine „Big Brother“-Vergangenheit! Silva Gonzales, Olivia Jones und Iris Klein. Das ist ja fast wie ein Klassentreffen der Schüler, die früher keiner mochte.

Dann haben wir noch einen Schwerverbrecher, einen Alkoholiker und einen gefallenen Popstar und fertig ist die bunte Dschungelsuppe. Aber gehen wir die Bewohner mal wieder einzeln durch. Einen nach dem andern.

Joey Heindle: Ein Exemplar der Spezies „singender Neandertaler“. Zu dumm zum Brottoasten, kann aber anscheinend keiner Fliege was zuleide tun. Harmlos und langweilig, scheint aber vom Typ her ganz okay zu sein.

Georgina Bülowius/Fleur: Eine Vertreterin der Gattung „Ich-will-unbedingt-bekannt-und-berühmt-werden-und-wenn-das-nicht-klappt-dann-poppe-ich-eben-jemand-der-bekannt-und-berühmt-ist“. Ansonsten wohl einfach nur ne Zicke, was aber für das Camp eigentlich immer ne gute Sache ist.

Fiona Erdmann: Noch so ein Hungerhaken-Model der Kategorie „Mit-dem-Storch-gepokert-und-die-Beine-gewonnen“. Am liebsten würde man ihr ein paar Wurstsemmeln pürieren und intravenös spritzen. Denn ohne die vielen spitzen Kanten würde sie wirklich ganz hübsch aussehen. Und sie hat tolle Zähne, was aber der Vitaminmangel und der Skorbut im Camp wohl bald erledigen werden. Ansonsten hat sie sich aber bei der Dschungelprüfung teuer verkauft, macht einen taffen Eindruck und scheint gar nicht mal so blöd zu sein. Ich erkenne Potential für´s Finale.

Claudelle Deckert: Wer?

Allegra Curtis: So berühmt wie ihr Vater und so sexy wie ihre Schwester…NOT! Aber eines hat sie tatsächlich mit vielen Hollywood-Stars gemeinsam: Ein fiese Botox-Fresse!

Silva Gonzales: Der weiblichste Teil der „Hot Banditoz“. Und das muss man erst mal schaffen, wenn Fernanda Brandao mit in der Band ist. A propos! In eigener Sache möchte ich mal ein kleines Foto posten, um den Sozial-Neid bei den Lesern zu schüren:

schwede-fernanda

Na, liebe Jungs und Lesben, schon neidisch? Aber ich schweife mal wieder ab. Zurück zu Silva. Der Junge hat mich eigentlich positiv überrascht. Er spricht zwar wie Matze Knop, der Dieter Bohlen nachmacht, aber er geht mit der nötigen Selbsterkenntnis und -ironie ran („gescheitert“, „pleite“, „unbegabt“ etc.), hat ein gewisses Augenzwinkern und er weiß, welche Provokations-Knöpfe er drücken muss. Da geht noch was!

Olivia Jones: Hat bei mir sowieso den ewigen Veteranenbonus, seit sie bei Big Brother 6 Daniel Küblböck höchst persönlich die Kimme rasiert hat! Ist im Camp goldrichtig und kann als Camp-Mutti oder Läster-Transe glänzen.

Iris Klein: Die pfälzische Hochdeutsch-Schänderin hat mich schon bei Big Brother 10 zum Wahnsinn getrieben. Mit ihrer zickigen, besserwisserischen und beratungsresistenten Art wird sie hoffentlich viele Campbewohner gegen sich aufbringen. Denn diesmal steht kein Porno-Klaus Spalier, der ihr den dicken Schinken rettet!

Helmut Berger: Ich habe ja ständig das Gefühl, der Mann weiß gar nicht so richtig, wo er eigentlich ist und was er da macht. Irgendwann wird er vielleicht nüchtern und ruft: „Wer seid ihr Leute? Wo ist die Mini-Bar?“ Oh, ich sehe gerade, er ist eh schon draußen. Hat sich erledigt. Stattdessen drin ist:

Klaus Baumgart: Macht Karnevals-, Ballermann-, und Aprés Ski-Schlager, nennt sich inzwischen „Der dicke Klaus“, ist aber so unlustig, dass er Oliver Kalkofe verklagt hat, weil der ihn mal „Speckbulette“ genannt hatte. Bei so viel Doppelmoral gibt es von mir ein „Daumen runter“!

Arno Funke: Reiht sich in den Kanon der Ex-Knackis ein, die im Camp schon gesessen haben. Nach Günther Kaufmann (unschuldig), Ingrid van Bergen (angeblich unschuldig) nun also auch Dagobert (schuldig wie die Hölle). Scheint aber äußerst intelligent zu sein, immerhin hat er wochenlang die Berliner Polizei zum Narren gehalten. Obwohl…dafür braucht man eigentlich keine große Intelligenz. Wirkt aber eher wie ein totaler Fremdkörper im Dschungel.

Patrick Nuo: Der wohl tragischste Fall dieser Staffel. Vom DSDS-Juror zum Dschungel-Kandidaten. Ich glaube, tiefer kann man nicht fallen. Obwohl ich eigentlich auch lieber neben Kakerlaken schlafe, als neben Dieter Bohlen zu sitzen.

Ich bin gespannt, wie sich diese Staffel weiter entwickelt, bisher gefällt sie mir eigentlich sehr gut.

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