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Big Brother's Big World

Big Brother’s Big World (Januar 2012)

Der Januar liegt nun schon ein paar Tage hinter uns, es ist also mal wieder an der Zeit, einmal um die Big Brother-Welt zu reisen. Dabei ist in den letzten Wochen einiges passiert. Neben größeren und kleineren Skandalen gab es auch einige Neustarts.

Unsere kleine Reise führt uns aber zunächst ins Vereinigte Königreich, wo Ende Januar die dreiwöchige Celebrity-Staffel zu Ende gegangen ist. Das Haus als Siegerin verlassen konnte dabei die aus der TV-Sendung Loose Women bekannte Denis Welch, die während der Staffel bewies, dass sie bei „Loose Women“ keineswegs fehl am Platz ist. Während die Promis den 19. Geburtstag ihres Mitbewohners Frankie feierten, hüpfte die Denise oben ohne in den Whirlpool und inspirierte damit wiederum ihre männlichen Mitbewohner Kirk, Gareth und Frankie, die später ihre Hosen herunterließen und ihre intimeren Körperteile nur noch mit einem Luftballon verdeckten. Wenige Tage später legte Denise schließlich wieder nach und zog Mitbewohnerin Karissa beim Tanzen die Hose herunter. Die fand das jedoch weniger lustig und drohte Big Brother sogar mit einer Klage. Zu einer Klage von Karissa kam es aber natürlich nicht, Natascha könnte allerdings schon bald gegen User auf Twitter klagen. Nach ihrem Auftritt bei Big Brother wurde sie auf der Plattform nämlich auf üble Weise beschimpft und erhielt sogar Morddrohungen. Kein Wunder, dass sie daher ihre Teilnahme an der Show bereut.


Auch die Promis feiern im UK wilde Partys (Quelle: bbspy.co.uk, Channel 5, Initial)

Die Polizei ist auch in einem anderen Land wegen Big Brother in Alarmbereitschaft gewesen. Treue BBfun-Leser wissen, dass es sich hierbei um Brasilien handelt, wo die zwölfte Staffel von einem möglichen Fall von sexuellem Missbrauch überschattet wurde. Neue Erkenntnisse gibt es bisher nicht wirklich, Daniel streitet die Vorwürfe weiter ab, während Monique weiterhin nichts gemerkt haben will. Daher wollen wir unser Update dazu nutzen, kurz auf die Regeln der Staffel einzugehen. Big Brother Brasil ist im Grunde ein Mix aus dem amerikanischen und dem klassischen Big Brother. Wie in den USA treten die Bewohner in einem wöchentlichen Match gegeneinander an, um „Lider“ zu werden, also Anführer im Haus mit eigenem Zimmer zu werden. Damit ist man nicht nur vor den Nominierungen geschützt, sondern kann auch einen Mitbewohner direkt auf die Liste setzen. In einem weiteren Match spielen die Bewohner um einen Nominierungsschutz, den man einem Mitbewohner geben muss. Durch das Beantworten eines wöchentlichen Telefonanrufs können die Nominierungen zudem weiter beeinflusst werden, z.B. durch automatische Nominierungen oder die Macht noch einen Bewohner zu schützen. Am Abend der Nominierung setzen die Bewohner schließlich einen weiteren Bewohner auf die Liste. Die Zuschauer entscheiden dann, wer letztlich gehen muss. Abseits des Nominierungs-Wirrwarrs gibt es auch weitere Matches und Partys, die oft von Sponsoren finanziert werden und daher oft groß aufgezogen werden.


Das Haus in Brasilien. (Quelle: Pressefotos Rede Globo/Endemol Globo)

Am 31. Januar ist auch in Dänemark eine neue Staffel gestartet, dort war es sogar die erste seit acht Jahren. Inhaltlich setzt man dabei auf das bewährte Konzept. Innerhalb der Laufzeit von 100 Tagen werden die Bewohner wöchentlich nominieren, so dass die Zuschauer jede Woche einen neuen Bewohner aus dem Haus wählen können. Ganz ohne Überraschungen kehrte der große Bruder nicht zurück, sondern hatte ein zweites, geheimes Haus mitgebracht. Dort leben drei Bewohner als Häschen verkleidet, zwei von ihnen werden schließlich die Chance bekommen, ins richtige Haus zu ziehen. Und auch wenn es Dänemark bisher keine Skandale gegeben hat, endete für Lesley der Aufenthalt weniger erfreulich. Nach nur drei Tagen verließ sie das Haus, nachdem ihre Schwester in einen schweren Autounfall verwickelt war.


Das dänische Haus. (Quelle: kanal5.dk)

Gänzlich von schlimmen Vorfällen verschont blieben die Spanier, wo schon am 19. Januar die dreizehnte Staffel von Gran Hermano gestartet ist. Da die 13 jedoch auch in Spanien als Unglückszahl gilt, hat man die Staffel schlichtweg Gran Hermano 12+1 getauft und hat sich damit auch einen Grundstein für das Konzept gelegt. Die Anzahl der Bewohner im Haus soll nämlich immer 12+ 1 betragen. Sobald ein Bewohner aus dem Haus gewählt wurde, rückt ein neuer +1-Bewohner nach. Die erste +1-Bewohnerin wurde auf offener Straße mit der Nachricht überrascht, dass sie ins Haus ziehen kann. In Woche 3 wurde hingegen ein Platz im Haus per eBay-Auktion versteigert. Das höchste Gebot betrug 69.100 Euro und wurde einem guten Zweck gespendet. Weitere Neuerung in dieser Staffel: während den Auszugssendungen werden die beiden Wackelkandidaten ins Studio geführt, wo sie in einem schalldichten Raum die Nominierungsbegründungen ihrer Mitbewohner hören können. Während dieser Zeit können die Zuschauer weiterhin anrufen. Nur wer das Voting überlebt, darf wieder zurück ins Haus gehen.


Links: die neuen Bewohner in Spanien. Rechts: Der Mann, der fast 70.000 Euro für einen Platz im Haus zahlte. (Quelle: telecinco.es/granhermano)

In Israel, wo die Staffel am Neujahrstag startete, überraschten innerhalb einer Woche drei Bewohner die Zuschauer mit ihrem freiwilligen Auszug. Den Anfang machte Barry, eine Rabbinerin, die zugleich auch als Tänzerin arbeitet und nach ihrem Auszug eher abfällig über Big Brother sprach und es als Sendung des Untergangs bezeichnete. Zwei Tage später folgte Dudu. Leser unserer Updates wissen, dass er während der Einzugsshow geheiratet hat und zusammen mit seiner zu dem auch noch schwangeren Frau Betty auch ins Haus gezogen ist. Doch die Flitterwochen verliefen alles andere als glücklich: seine Frau wurde als erste aus dem Haus gewählt, ohne sie hielt er es schließlich nur noch ein paar Tage durch. Kurz darauf machte auch Ersatzbewohner Aviv die Flatter, nachdem er nur drei Tage im Haus war. Während der Sender von einem freiwilligen Auszug spricht, vermutet man im Internet, dass er Informationen von außerhalb im Haus ausplapperte.


Ehemann Dudu und Neuling Aviv haben beide ihre Koffer gepackt. (Quelle: mako.co.il/tv/bigbrother)

Inhaltlich mehr zu bieten hatte derweil die philippinische Staffel, die die Daumenschrauben andrehte und auf „Intensität 7“ geschaltet hatte. Unter diesem Motto wurde nämlich ein 24-stündiges Voting veranstaltet, bei dem die Zuschauer insgesamt zehn der verbliebenen 20 Bewohner schützen konnten. Alle anderen waren hingegen für eine weitere Nominierung zum Abschuss freigegeben, bei der ganze sechs Bewohner das Haus verlassen mussten. Die übrigen 14 Bewohner durften schließlich gemeinsam in das Luxushaus ziehen. Zwei Wochen später durften drei Bewohner das Haus für eine geheime Mission verlassen, bei der sie keine Informationen über das Leben außerhalb des Hauses sammeln durften und auch nicht von anderen Personen als Bewohner des Big Brother-Hauses erkannt werden. Die Mission scheiterte jedoch, da die Bewohner mehrmals erkannt worden sind.


Links: Hier mussten die Bewohner noch zittern. Rechts: Dann stand fest: diese sechs Bewohner mussten gehen (Quelle: Screenshot von ABS-CBN/PBB Facebook Seite)

In Italien gab es derweil ebenfalls ein kleines Skandälchen. Bewohner Daniel, der vergangenes Jahr bereits am französischen Secret Story teilgenommen hat, wurde wegen Gotteslästerung des Hauses verwiesen, nachdem er „Porco Dio“ ausrief, was (wörtlich übersetzt) Gott als Schwein bezeichnet und daher im religiösen Italien als Beleidung gilt. Auch die zurückgebliebenen Bewohner wurden für dieses Verhalten bestraft, indem die Gewinnsumme um 10.000 Euro gekürzt wurde.


Daniels zweites BB-Abenteuer endete unrühmlich. Künftig müssen die Bewohner ohne ihn feien. (Quelle: Screenshot von Canale5/grandefratello.mediaset.it)

In Argentinien wird weiterhin mit dem zweiten, geheimen Haus gespielt. Aktuell leben erneut vier Bewohner dort, die eigentlich bereits aus dem Haus gewählt worden sind und auch schon teilweise bis zu 80 Tage wieder in Freiheit waren. Sie erhalten von Big Brother dennoch eine zweite Chance, da eine andere Bewohnerin auf den Buzzer im Sprechzimmer drückte und damit das Haus freiwillig verlassen hat. Im Haus zeigt sich Big Brother nicht so gnädig. Nachdem die Bewohner sich bei den Nominierungen unerlaubterweise abgesprochen haben, erklärte Big Brother die Nominierungsstimmen für ungültig, die aufgrund der Absprache getätigt worden sind. Übrig blieben lediglich vier gültige Stimmen.


Marianne ging freiwillig, die Ex-Bewohner haben daher die Chance auf einen Wiedereinzug. (Quelle: Pressefoto Telefe/Screenshot von Telefe)

Die nächste Ausgabe von Big Brother’s Big World erscheint voraussichtlich am Samstag, den 3. März.

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