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Dschungelcamp 2014

Dschungelcamp: Interview mit einem Medienexperten und Wendler

Michael Wendler ist ausgezogen, weg, im Hotel - er hat aufgegeben. Dann wollte er wieder rein. Die Produktionsfirma lehnte ab, sie wollte die Regeln nicht ändern. Nun gab er ein Interview zu seinem Auszug und der Medienexperte Matthias Herzog analysierte den vorzeitigen Auszug.

Dschungelcamp: Interview

Dschungelcamp: Interview- was sagt Michael Wendler dazu?

Im Berliner Kurier klagte Wendler: „Das war menschenunwürdig“. Es war wie in einer Irren-Anstalt. Ich war der Patient, sprach täglich mit einem Therapeuten.“

Als er erfasste, dass er in ganz Deutschland als Memme und Weichei gesehen wird, sagte er: „Die haben das krass zusammengeschnitten. Da fühle ich mich massiv getäuscht.“

Seine Beziehung im Camp zu Jochen Bendel sieht er inzwischen so: „Mit Jochen hatte ich emotionale Momente, er hat mich auch seelisch berührt.“

Richtig sauer macht den Wendler, dass er Geldeinbußen hatte hinnehmen müssen: „Ich habe unglaublich viel Geld verloren“, beschwerte sich der selbst ernannte König des Pop-Schlagers über seine halbierte Gage nach dem Dschungel-Abbruch.

Über Larissa Marolt: „Wie widersprüchlich ist diese Frau? Sie ist der weibliche Wendler.“ Ohne Worte, das ist wohl in der „Wendler-Welt“ ein Kompliment.

Dschungelcamp: Interview – was sagt Medienexperte Matthias Herzog dazu?

Der Auszug von Michael Wendler hat viel Wirbel verursacht und er warf die Frage erneut auf, ob es nun geplant oder eher eine spontane Aktion von dem Schlagersänger war. Dazu meint Herzog:

Herzog: „Natürlich freut sich RTL über jeden Promi, der durch sein Verhalten die Einschaltquoten puscht. Aber bei Wendler war es eher eine Kurzschlussreaktion. Wir teilen die Persönlichkeiten in vier Typen ein, die sich kulturübergreifend finden: rot (Aggressive, Einzelgänger), gelb (Spaßvogel, Kreative), grün (Unterstützer, Fürsorgliche), blau (Analytiker, Perfektionist). Wendler ist rot, ein Egoist und Machertyp. Er möchte die totale Aufmerksamkeit. Und die hat er nicht bekommen, weil Larissa ihm den Rang abgelaufen hat. Deswegen hat er versucht, durch seinen Ausstieg wieder ins Gespräch zu kommen. Er hat aber nicht bedacht, dass er nicht nach Hause fahren kann.“ 

Hat sein Verhalten seinem Image geschadet?

Herzog:Ganz extrem. Er hat versucht, sich als nett, lieb und seriös darzustellen. Aber Glatzeder hat ihn gleich durchschaut und die anderen später auch. Normalerweise ist es ja so, dass ein Mensch im Dschungelcamp unter Stress seine Maske fallen lässt. Aber Wendler hat da sogar noch mehr gespielt. Das ist nach hinten losgegangen.“

Auf die Frage, ob Wendler das noch reparieren kann und in die richtige Richtung lenken könnte meint der Medienexperte, dass er eingestehen sollte, eine Rolle gespielt zu haben und sich zu entschuldigen.

Ist Larissa Marolts Verhalten authentisch oder berechnend?

Dschungelcamp: InterviewHerzog: „Es ist eine sehr interessante Mischung aus Naivität und Berechnung. Sie ist einerseits eine gelbe Persönlichkeit – ein Kumpeltyp, der locker drauf ist und auch gern mit anderen kuschelt. Unter Stress wird sie leicht zickig und hibbelig. Das ist der authentische Teil. Andererseits hat sie eine Schauspielerausbildung und einen roten Persönlichkeitsanteil. Das heißt, sie ist sehr berechnend und will sich gezielt ins Gespräch bringen. Wenn sie also bei der Prüfung sagt, sie kann ein Ekel-Getränk nicht trinken, ist das primär Show.“

Und Winfried Glatzeder? Wie beurteilt er sein Verhalten?

Dschungelcamp: InterviewHerzog: „Ich bin von ihm sehr überrascht. Ich hätte ihn ruhiger eingeschätzt, eher als blauen, analytischen, kühlen Typ, der Körperkontakt meidet. Er sagt auch sofort, was er denkt. Aber man sieht auch den roten Persönlichkeitsanteil, denn er wird in Stresssituationen aggressiv und cholerisch. Einerseits kommt er ehrlich rüber, aber andererseits finden ihn viele wohl auch unsympathisch durch seine direkte Art, die schnell arrogant rüberkommt. Ich glaube, dass er weit kommen kann, weil er gut unterhält, aber am Ende nicht um den Titel kämpfen wird.“

Dschungelcamp: InterviewZum Ende wurde Matthias Herzog noch gefragt, wem er die besten Chancen auf den Titel „Dschungelkönig“ oder „Dschungelkönigin“ einräumt. Da tippt er auf Jochen Bendel, er sei ein richtiger Kumpeltyp, hätte flotte Sprüche auf der Pfanne, versteht sich mit jedem Kandidaten und setzt sich für die Schwachen ein. Kurz, er nimmt die Rolle der Camp-Mutti ein. Er stellt sich auch nicht so sehr in den Vordergrund, deswegen hätte er beste Chancen auf den diesjährigen Titel.

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