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Dschungelcamp 2012

Tag 9: Dschungelprüfung auf dem Friedhof vor Ramonas Rauswurf

Der neunte Tag im australischen Dschungel und die Campstars blicken auf eine ereignisreiche Woche zurück. Zwei Auszüge mussten sie miterleben, etliche Prüfungen und noch mehr Streit, Stress und Tränen. Den Rückblick auf Tag 9, Daniels Auszug sowie die Gräber-Prüfung von Rocco und Kim könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Es war das erste Mal, dass die Campbewohner selbständig einen Mitcamper bestimmen konnten, der in einer anstehenden Dschungelprüfung für sie die Sterne holen soll. Mit dem vielversprechenden Namen „Dschungelfriedhof“ wurde die Prüfung angekündigt und die übrigen „Stars“ wählten diesmal Rocco zum Sternesammeln. Rocco allerdings musste sich einen weiteren Camper aussuchen, der mit ihm zusammen diese Prüfung bestreitet. Seine Wahl fiel auf Kuschelfreundin Kim, die sich sodann mit ihm zusammen auf den Weg zu Sonja und Dirk machte.
Auf dem „Dschungelfriedhof“ angekommen erwarteten die Beiden insgesamt sechs Gräber, aus denen Särge ausgebuddelt werden mussten. Die Regeln waren einfach: Ein Prüfling legt sich in den Sarg, in dem Sterne festgeknotet oder festgeschraubt sind, während der andere das nächste Grab ausgräbt und sich in den Sarg legt. Erst dann darf angefangen werden, die Sterne zu lösen und das nächste Grab freigebuddelt werden.
Das erste Grab gruben beide zusammen aus und Kim legte sich als erste in den Sarg, der mit Schlangen gefüllt war. Während die Schlangen über Kim krochen, buddelte Rocco an dem zweiten Grab, in welchem er einen leeren Sarg vorfand, in den er sich hineinlegte. Lang war er jedoch nicht allein, denn ihm wurde ein Krokodil auf den Bauch gelegt, während Kim die Sterne aus ihrem Sarg löste. Als sie den Stern sicher hatte, grub sie das zweite Grab aus und legte sich in eine Masse aus Mehlwürmern und Melasse. Schnell löste Rocco zwei Sterne aus seinem Sarg und kroch geschickt unter dem Krokodil aus dem Sarg heraus, während Kim über eine Fliege schimpfte, die ihr im Gesicht herumflog.

Roccos nächster ausgebuddelter Sarg beinhaltete stinkende Fischabfälle. Tapfer legte er sich in die Brühe hinein, während Kim zwei Sterne abschraubte und das nächste Grab ausbuddelte. Noch waren beide mit Spaß bei der Sache. Auf Kim warteten im nächsten Sarg Federn und bissige grüne Ameisen. Sie legte sich hinein und schrie sofort los: „Bitte, das tut weh. Bitte, bitte jetzt ernst!“ Rocco beeilte sich, die Stene aus seinem Sarg zu lösen, das nächste Grab aufzubuddeln und stieg munter in einen Sarg voller Spinnweben und Spinnen. Endlich konnte Kim mit dem Lösen der Sterne in ihrem Sarg beginnen, während sie über die Ameisen schimpfte, die sich sogar in ihren Lippen festbissen. Frisch gefedert stieg sie letztlich aus dem Sarg heraus und so konnte Rocco die letzten Sterne von den Spinnen befreien. Insgesamt erspielten die beiden neun Sterne, allerdings wurde ihnen einer wieder abgezogen, weil Rocco in einem Sarg zu früh angefangen hatte, einen Stern zu lösen.
Mit acht Sternen kehrten die beiden glücklich wieder zurück ins Camp. Für das Abendessen hatten sie diesmal dank der erkämpften Sterne ein Ziegenbein, eine Kartoffel, Maiskolben, Radieschen, Knoblauchzehen, Rhabarber, Feigen und einen Limettenfinger erhalten.

Die heutige Schatzsuche durften Brigitte und Ailton bestreiten. Froh, dem Campalltag für ein Weilchen zu entkommen, machten sich beide auf den Weg und kamen schon bald an einer Lichtung an. Auf der einen Seite der Lichtung stand ein Wasserfass mit einem angeketteten Schöpfeimer, auf der anderen Seite ein leeres Wasserfass. An dem noch leeren Wasserfass reichte ein Abflussrohr senkrecht in die Höhe und in dem Fass auf dem Boden ein Schlüssel für die Schatzkiste.
Es war nun an Brigitte und Ailton, das Wasser von dem vollen Fass in das leere zu transportieren, damit der schwimmende Schlüssel hoch genug kam, um ihn greifen zu können. Das Wasser sollte über zwei Wasserrinnen laufen und mittels Anglerhosen transportiert werden. Der Spaß begann, Brigitte schüttete Wasser in Ailtons Anglerhose, dieser kippte wiederum das Wasser in die Regenrinne, an deren Ende Brigitte mit ihrer Anglerhose stand und es auffing. Das aufgefangene Wasser schüttete sie über die zweite Regenrinne und befüllte damit das leere Fass. Es dauerte nicht lange und der Schlüssel war für die beiden greifbar. Glücklich trugen sie die Schatzkiste zurück ins Camp und standen nun vor der Frage: „Wie oft wurde Deutschland Fußballweltmeister? A: 3 Mal B: 6 Mal“. Die Camper wählten Antwort A und erhielten als Belohnung für ihre richtige Antwort Schokokekse.

Das letzte Zuschauervoting traf Daniel und er musste als erster „Star“ (Handtuchwerfer zählen nicht mit) das Camp verlassen. Beim Abschied haute ihm Rocco noch die Hutkrempe ins Auge und nicht nur deshalb „leicht angeschlagen“ ließ Daniel sich von Jazzy zur Brücke begleiten. Ein letzter Kuss, eine letzte Umarmung unter Tränen und Daniel war allein auf dem Weg aus dem Dschungel heraus. Fünf Kilo hat der Brasilianer abgenommen, der Brigitte den Thron gönnt: „Sie ist meine Queen of the Jungle“, sagte er.
Für Ailton war Daniels Auszug ein schwerer Schlag und er beschloss, das Camp ebenfalls zu verlassen. Er bat Jazzy, dies zu verkünden und Jazzy trommelte erstmal alle ums Feuer herum zusammen:“ Ailton möchte, dass ich euch erkläre, dass er heute geht. Er kann nicht mehr. Er hat die ganze Zeit gesagt, dass er am Samstag gehen möchte. Er hat gedacht, dass die Fans ihn raus wählen. Er ist den Fans sehr dankbar, dass er hier bleibt. Aber er kann nicht mehr. Sein Herz ist nicht hier und sein Kopf will auch nicht mehr. Er kann keine Bohnen mehr essen. Er kann nicht gut schlafen. Ihm fehlen seine Familie, seine Freunde. Und er bittet euch, das zu akzeptieren!“
Kaum verkündet, ruft Brigitte aus: „Das akzeptiere ich nicht! Ich sage nur, du bist ein Sportsmann, das Spiel hat begonnen. Dann kannst du wieder einen Tag mehr warten. Einen Tag.“ Der Rest der Gruppe unterstützte Brigitte und redete auf den Ex-Fußballer ein, so dass dieser schließlich beschloss, wenigstens noch einen Tag zu bleiben.
Aber auch Ramona ging es nicht gut und sie vertraute sich ihrer Campfreundin Brigitte an. Ihr erzählte sie von ihrer letzten Nacht, wo sie zusammenbrach und so heftig weinte, wie sie seit ihrer Kindheit nicht mehr geweint habe. Damals, als ihre Mutter verstorben war. Sie berichtete Brigitte von ihrer schweren Kindheit, wie sie überbehütet aufgewachsen war und sich nie schmutzig machen durfte. Ihre Eltern erwarteten von ihr ein Studium und Karriere und sie wuchs als Püppchen in Zuckerwatte auf. Brigitte war entsetzt und meinte: „Oh mein Gott. Das ist ein bisschen falsch auch. Kinder müssen probieren im Leben, um zu lernen.“
Ramona erklärte ihre Probleme im Camp damit, dass sie hier zum ersten Mal einen Schlafsack gesehen habe, noch nie offenes Feuer in ihrer Nähe und sie überängstlich aufgewachsen sei. Brigitte stand ihr bei und erklärte: „Diese Erfahrung ist ganz gut für dich. In meinem Buch schreibe ich, ‘es ist nie zu spät, etwas zu lernen und etwas zu machen. ‘ Man muss fallen, man muss das machen als Kind. Das ist normal. Man muss ein wenig ‚Experience‘ haben im Leben. Das ist ganz wichtig, weil, das große Leben ist so schwierig. Also, wenn man Kind ist, muss man etwas probieren.“
Ramona hat dieses Leben, das sie gerade im Camp erlebt, noch nie mitgemacht, aus diesem Grund habe sie sich nach ihren Aussagen für dieses Projekt entschieden. Ob damit ein Neuanfang für Ramona gestartet ist?

Doch auch Radost ging es nicht gut. Sie vertraute sich ihrer Freundin Jazzy an, die schon gemerkt hatte, dass Radost etwas bedrückte. Doch die wollte nicht weiter drüber reden und sagte auf Nachfrage zu Brigitte auf englisch: „I’ll tell you when I can.“ Noch weiß niemand, was mit Radost ist und ob sie im Camp bleibt. Wir können nur hoffen, dass es nichts ernstes ist. Jazzy selbst sprach über ihre Zeit bei TicTacToe, als sie die – ihrer Meinung nach – erfolgreichste Band der 90er waren. Bei ihrem Comeback sei damals einiges schief gelaufen, weil jemand innerhalb der Band nicht wie gewünscht mitspielte und abgesprochene Deals nicht korrekt liefen. Dennoch sei das Comeback erfolgreich gewesen, da sie in die Top10 einstiegen.
Es war der Tag der Offenbarungen, denn auch Brigitte erzählte von ihrer Alkoholsucht, der sie mal verfallen war. Sie lebte damals in einer tollen Villa, hatte (gefühlt) zehn Autos und fühlte sich dennoch wie im Gefängnis. Mit ihrem damaligen Ehemann, den sie aus Angst nicht verlassen konnte, war ihr Leben nur schlecht, sagte sie. Der Alkohol half ihr, diese Probleme zu verdrängen, doch dann habe sie erkannt, dass sie ihr Leben weggeworfen hat und nun blickt sie geradeaus in die Zukunft. Ohne Alkohol.

In der heutigen Sendung sprachen die Camper wieder zu den Zuschauern und fast alle baten darum, für sie anzurufen, damit sie noch bleiben können. Bis auf Ailton und Vincent, die beiden erklärten deutlich, dass sie nicht mehr bleiben möchten und flehten die Zuschauer regelrecht an, auf keinen Fall für sie anzurufen. „Bitte, bitte rufen an nix!“, wiederholte Ailton immer wieder und Vincent legte nach mit „Ich will hier nicht mehr bleiben!“ Doch die Zuschauer erfüllten ihre Bitte nicht und riefen (vielleicht grade deshalb) fleißig für die beiden an. Am Ende traf es Ramona, die damit als zweiter Bewohner offiziell das Camp durch Rauswurf verlassen musste. Sie hatte die wenigsten Zuschauerstimmen erhalten und musste nun die Sachen packen und gehen. Vorbei, die Zeit des Hungerns, vorbei die Zeit der Ekelprüfungen, vorbei die Zeit der Kommandos und des Streits, für Ramona heißt es ab heut Abend Luxus pur im Versace.

Dirk: „Tic Tac Toe ist also die erfolgreichste deutschsprachige Mädchenband. Aber sie hat es ja schon gesagt: was ist denn mit Tokio Hotel.“

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Foto von Sonja und Dirk: RTL / Ruprecht Stempell
Bilder aus dem Camp: RTL / Stefan Menne

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