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Big Brother's Big World

Big Brother’s Big World: Die rebellierende Katze im britischen Haus

In unserer Reihe "Big Brother's Big World" blicken wir in unregelmäßigen Abständen auf aktuelle Entwicklungen in der BB-Welt oder auf frühere internationale Highlights aus 16 Jahren Big Brother. Heute geht's auf die Insel, wo wir euch ein rebellierendes Kätzchen vorstellen.

Big Brother gets evil: Fünfte UK-Staffel im Jahr 2004

Big Brother 5 UK

(c) Endemol/Channel 4 UK

Im Jahr 2000 startete der große Bruder nicht nur in Deutschland durch, sondern auch im vereinigten Königreich. Nachdem auf der Insel „Big Brother Four“ aufgrund der durchgehenden Langeweile im Haus als „Big Brother Bore“ in die Geschichte einging, entschieden sich Endemol und der britische Channel 4, das Format für die fünfte Staffel umzukrempeln. Unter dem Motto „Big Brother gets evil“ („Big Brother wird böse“) warteten auf die Teilnehmer 2004 nicht nur Dschungelcamp-typische Ekelaufgaben, sondern auch ein verkleinertes Haus, das klaustrophobische Ängste provozieren sollte. Zudem führte der große Bruder überraschende Auszüge oder Fake-Auszüge ein, bei denen die Bewohner lediglich in ein verstecktes Zimmer zogen. Diese Spielereien fanden nicht nur beim britischen Publikum Anklang. Weltweit nahmen die Macher zahlreiche Ideen auf und setzen sie in ihren lokalen BB-Adaptionen um.

Die Bewohner spielen um ihr Preisgeld

Big Brother UK Kitten

(c) Endemol/Channel 4 UK

Eine weitere Besonderheit der fünften britischen Big Brother-Staffel war die Gewinnsumme, die von 70.000 Pfund auf 100.000 Pfund erhöht wurde. Doch das Geld war nicht sicher. Der böse Big Brother stellte den Teilnehmern jede Woche Aufgaben, in denen die sie die Gewinnsumme verteidigen mussten. Doch bevor der große Bruder überhaupt die Chance hatte, die Bewohner mit einem immer kleiner werdenden Jackpot unter Druck zu setzen, sorgte die damals 24-jährige Kitten mit immer neuen Regelverstößen für Aufruhr im Haus.

Kitten bricht alle Regeln bei Big Brother UK

Big Brother Kitten Dach

(c) Endemol/Channel 4

Am zweiten Tag mussten die Kandidaten einen Mitbewohner im Sprechzimmer nominieren, der seinen Koffer während seines gesamten Aufenthaltes im Big Brother-Haus nicht erhalten sollte. Kitten weigerte sich jedoch, ins Sprechzimmer zu gehen, was der große Bruder kurzerhand als eine Stimme für Kitten wertete. Damit erhielt sie sieben von zwölf Stimmen, aber nicht ihren Koffer mit ihrer Kleidung und den persönlichen Gegenständen. In den kommenden Tagen entschloss sich Kitten daher, zu rebellieren. Innerhalb der ersten Woche verstieß sie 34 Mal gegen die Big Brother-Regeln. So stieg sie zweimal aufs Dach des Hauses, zerstörte mutwillig ihr Mikrofon, missachtete Befehle, sprach über Nominierungen oder verschob Einrichtungsgegenstände ohne Erlaubnis. Sämtliche Regeln wurden von ihr gebrochen mit Ausnahme des Verbots von körperlicher Gewalt im Haus. Nachdem Kitten wegen ihres Verhaltens zwei Verwarnungen erhalten hatte, kündigte der große Bruder an, dass bei ihrem nächsten Regelverstoß ein Bewohner das Haus verlassen muss.

Wer nicht hören will, muss fühlen!

Big Brother Kitten Eviction

(c) Endemol/Channel 4 UK

Der nächste Regelbruch ließ natürlich lange auf sich warten. Kitten bemalte die Kamerafenster und besiegelte somit das Schicksal eines Bewohners. Wann der Auszug erfolgt und wen es traf, ließ der große Bruder – böse wie er in dieser Staffel war – jedoch noch offen. Zum regulären Termin der Liveshow verkündete er schließlich, dass Kitten das Haus umgehend verlassen müsse. Doch Kitten wäre nicht Kitten, hätte sie diese Anweisung befolgt. Anstatt sich zu verabschieden, rannte sie ins Spa und führte ihre Rebellion fort. Unterstützung erhielt sie dabei auch von ihren Mitbewohnern, die Türen blockierten und Kitten hinter sich versteckten.

Die Rebellion hat ein Ende

Big Brother Kitten

(c) Endemol/Channel 4 UK

Big Brother ließ sich das wiederum nicht gefallen und stellte die Solidarität der Bewohner mit Kitten auf eine harte Probe. Alle Bewohner wurden nämlich zurück ins Wohnzimmer gerufen. Der große Bruder erklärte daraufhin, dass sich die Gewinnsumme von 100.000 Pfund für jede Minute, in der Kitten im Haus bleibt, zur Strafe um 1000 Pfund reduziert wird. Während Mitbewohner schnell zur Haustüre eilte, ließ Kitten ihren Mitbewohnern die Wahl über ihren Verbleib im Haus. Nach neun Minuten und 9.000 verlorenen Pfund entschied sich Kitten ihren Mitbewohnern zu Liebe, das Haus doch zu verlassen. In Freiheit, rebellierte sie schon weiter und zeigte der Queen und dem Adel im Allgemeinen den Mittelfinger.

Geldstrafe für Regelverstöße

Big Brother 5 Jackpot

(c) Endemol/Channel 4 UK

Im Haus selbst verringerte sich die Gewinnsumme auf 63.500 Pfund, die Nadia als erste transsexuelle BB-Gewinnerin mit nach Hause nahm. Weitere Abzüge (und eine Erhöhung) gab es dabei nur noch durch die wöchentlichen Aufgaben, aber nicht mehr durch Regelverstöße. Das Konzept, den Bewohnern für Regelbrüche einen Teil ihres Preisgeldes zu nehmen, wurde jedoch ein Jahr später zunächst von Big Brother Australien wieder eingeführt und dann in die Welt exportiert. Dabei zog der große Bruder in der Variante sogar 5000 Dollar vom Gewinn ab, wenn die Bewohner ohne Mikrofon gesprochen hatten. Auch in Deutschland wurde die Geldstrafe bereits in abgewandelter Form angewendet. So mussten die Bewohner des Dorfes immer wieder Geld von ihren persönlichen BB-Konten aufwenden, um gegen die Gemeinschaft verhängte Bußgelder zu begleichen.

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