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Dschungelcamp 2013

Gagschreiber Beisenherz: kein Pathos auf der Hängebrücke

Die Adventszeit ist für die Kleinen eine Zeit voller Vorfreude und Spannung, aber auch die Großen warten schon ungeduldig auf die 16 Tage, die ihnen ab dem 11. Januar die Abende versüßen werden. Noch lässt uns RTL über die Dschungelgäste weitgehend im Ungewissen und so müssen wir das Kandidatenkarussell Dschungelcamp 2013 noch selbst drehen.

Wir wollen uns daher die Zeit bis zum Countdown im australischen Busch ein wenig verkürzen und fragen uns: Wer steht eigentlich hinter den visuellen Akteuren, wer spinnt die verbalen Fäden, die vorzugsweise spitzen Wortpfeile, die zu unserem Vergnügen dann von Sonja Zietlow und bisher Dirk Bach den Bewohnern des Dschungelcamps oft schonungslos entgegen geschleudert werden? Und: Wie gehen die Autoren mit der Neubesetzung Daniel Hartwich um?

Millionen Zuschauer lieben die bissigen Sprüche, die meist genau das treffen, was man denkt. Aber wer steckt dahinter? Einer der Texter kommt dem einen oder anderen gewiss bekannt vor: Micky Beisenherz. Wenn es lustig werden soll, holt man ihn: den 35-Jährigen aus Castrop-Rauxel. Er ist TV-Autor und Moderator, ein Hans Dampf in allen Gassen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und von Journalisten als „umschwärmtester Witzeschreiber“ bezeichnet wird. Der BVB-Anhänger lässt nicht nur unsere Dschungelcamp-Moderatoren giftig-spritzig die elf Bewohner ins Visier nehmen, er steht auch für die bissig-komödiantischen Gags, die er Oliver Welke – den er als Vorbild für sich sieht –  in den Mund legt oder mit denen Comedy-Größen wie Dieter Nuhr, Hans Werner Olm oder Matze Knop perfekt brillieren.

Micky Beisenherz und das Dschungelcamp

In Vorbereitung auf den „Busch-Intrigantenstadl“, wie er das Dschungelcamp mit Augenzwinkern ironisch nennt, stellte Beisenherz sich – gemeinsam mit Jens Oliver Haas (Ehemann von Sonja Zietlow, siehe Bild) – einem Interview mit dem Onlinebranchendienst MEEDIA. Beide gelten als verbale Götter der Gehässigkeit. Ist ihre Wortwahl oft nicht unbedingt als kniggekompatibel zu beschreiben, zeigen sie uns doch meist die „Schwachstellen“ unserer C- bis Z-Promis im Dschungelcamp genau so verschmitzt und in deutlicher Ehrlichkeit auf.

Im Interview wurden die zwei nach den Kandidaten der letzten Staffel befragt und ob sie für einen von ihnen heimlich anrufen würden. Micky Beisenherz: „Hätte ich getan – ich hab allerdings die ganze Zeit damit vertan, sie zu googeln!“ Haas: „Ich stecke ihnen die 49 Cent lieber persönlich zu. Sie können es gebrauchen!“

Die Quintessenz der beiden: „Das ist ja echt mühsam… das nächste Mal machen wir das aber mit Prominenten!“ Na dann – viel Spaß bei der nächsten Staffel – oder war das mit der „Prominenz“ etwa auch wieder nur schelmisch gemeint? Sicher soll sein, dass die textliche Narrenfreiheit noch mehr ausgeweitet werden darf! Richtig gemein sein und dabei voll auf die Zwölf treffen. Wer harten Witz schätzt, bei dem auch schon mal welche auf der Strecke bleiben, die es mehr als verdient haben, liegt bei Beisenherz und Haas genau richtig. Kritiken fürchtet Micky Beisenherz nicht und der Erfolg gibt ihm Recht.

Für den Start des Dschungelcamps 2013 setzen sie auf „Vertrauen in die Zukunft“. Das eingespielte Dschungel-Texter-Team wird einen Akteur dort unten im australischen Busch ganz besonders vermissen, den kürzlich verstorbenen Dirk Bach. „Man wird sich auf jeden Fall umstellen müssen, weil Dirk das Format nicht nur nach außen, sondern auch nach innen sehr geprägt hat.“ Beisenherz über den großen Verlust in der neuen Staffel des Dschungelcamps weiter:

„Unausgesprochenes, das auf der Hängebrücke steht, kann verbalisiert werden. Pathos kann sich RTL gerne für ‚Bauer sucht Frau‘ aufheben.

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