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Dschungelcamp 2011

nuvolas Sicht auf das Dschungel-Geschehen

Big Brother Kolumne

So, meine Lieben, der Einmarsch der Dschungel-Gladiatoren war vollbracht, habe ich doch eine ganze Zeit lang mitspekuliert, wer wohl dieses Mal in den australischen Dschungel muss, um wenigstens die nächsten Mieten in trockenen Tüchern zu wissen. Wo treiben die nur immer wieder ihre „Stars“ auf? Hat mal einer gegoogelt, ob es da vielleicht eine Seite verkrachter Existenzen gibt: „Ich bin kein Star mehr – Holt mich hier raus?“, oder so?
Die Gagen für 14 Tage Ekelcamp, die bei bis zu 60.000 EUR liegen, können sich sehen lassen – obwohl sie für den ein oder anderen Hungerhaken wie ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Wohl denn, schaut man sich mal das furchterregende Dschungel-Guantanamo genauer an, ist das der am sichersten und tierfreiste Ort, den Australien zu bieten hat. Unsere Dschungel-Elf wird von ca. 40 Soldaten bewacht, die das Camp vor allen Zwei- und Mehrbeinern beschützt, Fort Knox ist ein Scheiß dagegen. Das einzig Bissige vor Ort sind Dickie und Missie und für die hat auch Dr. Bob kein Gegengift parat.
Aber schauen wir erstmal, was bisher alles geschah…

Ach wie herrlich, als Dick Bach und Dünn Sonja das erste Mal mit dem berühmten Schrei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ allen heimischen Dschungelbewohnern mitteilten, dass Deutschlands TV-Loser nun ihr Portemonnaie etwas aufpolieren müssen. Fluchtartig verschwanden selbst die giftigsten Schlangen und Spinnen und machten Platz für ihre zweibeinigen Nachfolger. Getreu dem Motto „Einen Tod muss man sterben“, begaben sich viele Krabbeltiere auf den mühsamen Weg in die Überschwemmungsgebiete…
Im Camp angekommen begann die wundersame Verwandlung vieler Not-Camper. Zu den „Erleuchteten“ zählte vor allem Sarah Knappik. Nach eigenen Aussagen ekelte sich die ehemalige GNTM-Kandidatin seit ihrer Kindheit vor Fleisch. Hm, vor Kurzem trat sie noch als fleischfressende Venusfalle im VOX-Promi-Dinner auf. Spaghetti Bolognese und Burger waren auch lecker. Hat man Sarah die ganze Zeit verarscht und ihr weisgemacht, bei Macces gibt’s nur vegetarische Big Mac? Konnte sie tatsächlich denken, angebratenes Tofu statt eines saftigen Steaks im Promi-Dinner verdrückt zu haben? Ich meine, wenn man wegen zwei getöteter Mehlwürmer in der Ekelprüfung einen Nervenzusammenbruch bekommt, fährt man dann überhaupt noch Auto oder findet nach jeder Fahrt eine große Trauerfeier für alle getöteten Ameisen statt?
Pseudo-Rapperin Sarah, au weia, die härteste Dschungelprüfung aller Zeiten, spaltet die Gemüter, wie es nur einer bei der letzten Big Brother-Staffel fertigbrachte. Obwohl, der hatte Fans. Hört sie sich eigentlich selbst zu, wenn sie redet? Grundgütiger kostet die mich Nerven. Mal ganz davon abgesehen, dass sie ein völlig falsches Selbsteinschätzungsvermögen hat. Permanent denkt sie, sie wäre der Dschungel-Dalai Lama, der alle Weisheiten mit Löffeln gefressen hat, geht mir ihre Getto-Slang-Gossensprache doch gewaltig auf die Eier. Hey-ho, boah, krass Mann, zack die Bohne und diese überaus schlechten Raps im Dschungeltelefon. Kein Wunder, dass sich da selbst die eigenen Darmzoten zurückziehen. Wenn aus einer Öffnung bereits so viel schlecht Verdauliches herauskommt, machte der Südpol-Ausgang besser dicht!
Obwohl, andersherum wäre mir eigentlich lieber, hehe…
Naja, ich bin mal gespannt, wie es mit dem RTL-Praktikantenschreck weitergeht. Die Armen! Bauen sie doch mühevoll eine Dschungelprüfung auf, die Sarah Knapp-Zick dann nur ansatzweise oder gar nicht antritt. Hm, mal isses der „breath“, dann die verrutschte Ausrüstung, die armen Tiere, das Wetter, die Mördermücken, Tsunamis im Camp, der Stuhlgang, Allergien und und und! Die eigene Klatsche bleibt leider immer außen vor. Wenn selbst Dr. Bob langsam aber sicher mit seinem Jägerlatein am Ende ist, hilft vielleicht nur noch unser Drilli!
An wen erinnert mich Rainer Langhans? Richtig, an die aktuelle Zalando-Werbung! Der Alt-68er, der in seinem Leben wirklich jeden nur vorstellbaren Trip mitgemacht hat, ist nun mit 70 Jahren endlich zur Ruhe gekommen. Wenn er mumiengleich in seiner Schlafkoje oder seinem Schneewittchensarg liegt, umkrabbelt von 30.000 stinkenden Kakerlaken und gerade auf der Suche nach seinen sieben Chakren ist, nutzt er wohl die Ruhe und sammelt neue Kräfte für seinen Vierweiber-Haushalt zu Hause. Vier Frauen: Männer, lasst euch das mal auf der Zunge zergehen – Fluch oder Segen?
Letztens dachte ich schon: „Au weia, jetzt müssen die auch noch den Dschungel putzen oder für was bekommen sie Wischmopp und Eimer?“ Doch als ich genauer hinschaute, entdeckte ich den Dschungel-Guru im Kopfstand auf seinem Kopfstuhl hängend, ups!
Nun ja, es stehen ja einige kopf in letzter Zeit. Hoffen wir mal, dass sich bezüglich ihrer schlechten Verdauung nicht zu viel „Abfall“ im Hirn ablagert …

Wer wurde denn da von Amors Pfeil getroffen? Hm, zuerst dachte ich ja, dieser kleine Schütze hätte ein bisschen das Ziel verfehlt, als Eva, die kleine Camp-Hummel auf Speed und Mister Six-Pack Jay im Camp-Tümpel lustig planschten. War wohl auch so und verlangte nach einem Nachschuss! Ist halt auch nicht mehr der Jüngste… Dieses Mal traf er aber richtig. Botox- und Silikon-Fan Indira erwischte es und was ein Glück: Stellt euch bloß mal vor, Amor hätte wieder verfehlt und Froonck wäre mit Jay zur Schatzsuche aufgebrochen. Böse nuvola!
Doch die beiden Turteltäubchen genossen ihren gemeinsamen Abend, das Bierchen nahm die Hemmungen und das Bett übernahm den Rest. Gott sei Dank war man ja aneinander gekettet: So musste man die Nähe zwangsweise suchen. Und sind sie nicht ein schönes Paar? Und so viele Gemeinsamkeiten: Beide Stars einer Casting-Band, hoch umjubelt, tief gefallen – das schweißt zusammen.
Beide nehmen auch kein Blatt vor den Mund, ganz im Gegenteil. In den Mund nehmen sie allerhand Ekliges: Indira ließ Riesenkakerlaken und Gottesanbeterinnen zwischen den frisch aufgespritzten Lippen kreisen (da fällt mir gerade ein: Was wäre eigentlich passiert, hätte eine Krabbe zugekniffen? Wäre dann der ganze Silikon-Glibber herausgespritzt?), Jay musste wohl oder übel all die abgelehnten pürierten Rattenschwänze oder geshaketen Krokopenisse, die Dschungel-Vegetarierin Sarah verschmähte, hinunterwürgen. Stellt euch die Komposition vor, wenn beide sich geküsst hätten? Kriegt man den Geschmack so schnell wieder weggeputzt? Waaaahhhh!
Wie reagierte Peer, als er hörte, dass die beiden die Schatzsuche versemmelt haben? (Wobei er von dem Schmusi-Schmusi nicht einmal weiß…) Doch nicht etwa eifersüchtig? Ein Schalk, wer mir Böses unterstellt! Er tat, was ein echter Mann tun muss und machte Stimmung, um zur nächsten Dschungelprüfung geschickt zu werden. Da kommt das alte Rollendenken wieder zutage: Männer sind für die Nahrungssuche und Jagd zuständig und nehmen jede noch so große Qual und Gefahr auf ihre breiten Schultern, um hinterher ein Schultertätscheln zu kassieren. Wer einen ganzen Stamm versorgen kann, taugt zum König. Pech für das vegetarische Großmaul, dass ausgerechnet ihre „härteste Dschungelprüfung, von allen noch kommenden“ von Peer mit links bewältigt wurde. Hätte er mal lieber noch die rechte dazu genommen, dann wäre er vielleicht auch mit zehn Mahlzeiten zurückgekehrt, statt mit fünf, aber wenigstens ging ihm nicht der „breath away“!
Stellt sich mir bei den Dschungelprüfungen doch immer die Frage, ob ich selbst dazu in der Lage wäre. Und mal ganz ehrlich unter uns: Nein, das wäre ich nicht und ich bin gottfroh, dass mir die Kacke nicht bis zum Hals steht, dass ich Krokodilpenisse, Kotzfrüchte oder Känguruh-Hoden in mich reinwürgen muss. Gleichwohl genieße ich es aber ungemein, dass die Ekel-Combo leider Pech in ihrem Leben hatte, denn spätestens, wenn RTL bei dir anfragt, ob du nicht als Kandidat in Australiens Dschungel ziehen möchtest, muss dir eins sonnenklar sein: Okay, ich bin jetzt in meiner Karriere ganz unten angekommen…

In diesem Sinne bin ich mir sicher, dass es noch viele Staffeln von „Ich bin, ein Star – Holt mich hier raus!“ geben wird. Habt weiterhin viel Spaß mit dem Dschungelcamp und BBfun.de.

Eure nuvola

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