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Big Brother News

Im Interview: Big Brother-Hauspsychologe Uli lässt sich in die Karten schauen

Big Brother ist ein mentaler Abenteuerspielplatz“ – so sieht Uli M. Schmitz (54) seinen Wirkungskreis in der Welt des großen Bruders. Er betreut die TV-WG seit der ersten Staffel und könnte einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Meedia.de bat ihn nun zum ausführlichen Interview, welches wir in Auszügen wiedergeben. Das ganze Interview findet ihr hier .
Die erste Frage war natürlich, wie man zum Big Brother-Psychologen wird.
„Ursprünglich war ein ganz anderer Psychologe im Gespräch, der dann aber abgesprungen ist. Ich hatte bereits schon für die Talkformate von Hans Meiser, Margarethe Schreinemakers und Ilona Christen als Experte gearbeitet und brachte dementsprechend Berufserfahrung und eine Scheufreiheit zu den Medien mit. Die Praxis und das Fernsehen sind meine zwei Standbeine geworden. Die Interviewauftritte bei Schreinemarkers und Co. haben mir ein bisschen Taschengeld gebracht. Der erste Profitauftrag war „Big Brother“ und dann kamen von Endemol noch einige andere Großaufträge. Da ist ein Profitgewinn draus geworden, den ich mir nie hab träumen lassen.“
Uli ist für die psychologische Voruntersuchung der Kandidaten zuständig, also das Casting. Da bietet sich natürlich die Frage an, was ein perfekter Bewohner mitbringen sollte: „Es gibt nicht den perfekten ‚Big Brother‘-Kandidaten. Alleine aus dem Grund, weil wir ja vorher nicht bestimmen können, wie es mit der Gruppendynamik läuft. Wir hatten Bewohner, die freiwillig rausgegangen sind, von denen ich aber überzeugt war, dass sie in einer anderen Gruppenchemie bis zum Schluss geblieben wären. Das kennt jeder von uns: Es gibt Gruppen, die mit uns über einen Witz lachen, und es gibt solche, die über denselben den Mund verziehen. Diese Unwägbarkeiten machen das Projekt spannend und unvorhersehbar.“
Die größten Probleme sind Heimweh und die verlorenen Gewohnheiten, wie Kinobesuche, Treffen mit Freunden und und und. Wie oft er zum Einsatz käme wurde Uli gefragt: „Das kann man überhaupt nicht messen. Ich bin jeden Montag im Backoffice der Show. Ansonsten immer auf Abruf, was auch mal nachts, am Sonntag oder Feiertag sein kann. Dann wird der Fahrradausflug mit der Familie auch mal unterbrochen.“ Als Privatperson würde er Big Brother nicht verfolgen, das gibt er unumwunden zu.
Die Verlängerung der Staffel war der eigentliche Grund für Lisa Bunds Auszug. Dies hätte sie überfordert. Überredungsversuche hält der Psychologe jedoch für falsch, es sei oft ein Spagat zwischen seiner Profession und ihm. Oft wurde er schon von seinem Berufsverband für sein Handeln kritisiert. Die Nachbetreuung der Kandidaten beschränkt sich auf ein kurzes Gespräch, jedoch hätte jeder die Möglichkeit, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Dies geschah jedoch sehr selten und nur in ganz besonderen Fällen.
Die Vieraugen-Gespräche würden Stoff für eine eigene Sendung geben, doch das lehnt er kategorisch ab. Die Mikrofone werden dabei abgeschaltet und die Kameras für den Hilfesuchenden sichtbar außer Betrieb gesetzt, indem die Akkus entfernt werden. Zum Schluss noch die Frage, ob er denn selbst gerne vor der Kamera agieren würde: „Das habe ich schon oft gemacht und ja, wäre ich. Mein größter Wunsch wäre ein Format, in dem es nur um Psychologie geht, in dem Phänomene erklärt und in Szene gesetzt werden. Das gibt es als Ärztesendungen zuhauf. Nur solche Psych-Sendungen gibt es überhaupt nicht. Das wäre mein Traum.“
Bleibt uns nur zu sagen: Vielen Dank für die Einblicke und die offenen Worte.


Leistet den Bewohnern seit 11 Jahren seelischen Beistand: Ulrich M. Schmitz

Quelle: meedia.de/BBfun.de / Bild: RTL II/Endemol

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