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Was macht eigentlich?

„Was wurde eigentlich aus…?“ – Eva im Gespräch

Eva war nicht nur Bewohnerin der ersten Stunde, sondern auch eine der wenigen, die das zu Staffelbeginn genutzte Messi-Haus kennenlernen durfte. Während ihre weiblichen Mitmessis überwiegend durch nackte Tatsachen und ausgiebige Schmink- und Stylingaktionen auffielen, überzeugte die Bielefelderin mit ihrer offenen und natürlichen Art. Scheinbar nichts konnte Eva aus der Ruhe bringen oder ihren Optimismus trüben. Nach dem vermeintlichen „Aufstieg“ in den Luxus-Bereich brachen für sie allerdings harte Zeiten an.
Besonders die Auseinandersetzungen mit dem populären Klaus, die immer mehr Raum im Alltag der Bewohner einnahmen, setzen ihr zu und machten aus dem anfänglichen Ruhepol eine streitlustige und gereizte Mitinsassin. Auch hatten viele den Eindruck, die ehemals so entspannte Eva würde sich immer öfter an den Lästereien ihrer Mitbewohnerin Jessica beteiligen. Diese Wandlung kam bei den Zuschauern nicht gut an und wurde schließlich mit der Rauswahl der Studentin quittiert, die dieses Ereignis jedoch durchaus auch als Befreiung empfunden haben könnte. Die 24-Jährige blieb 98 Tage im Haus und gehörte somit sicher zu den prägendsten Bewohnerinnen der zehnten Staffel. Wie es ihr heute geht und wie sie die Zeit im Haus rückblickend bewertet, erfahrt ihr heute exklusiv bei BBfun.de.

An dieser Stelle wollen wir natürlich auch Eva herzlich dafür danken, dass sie sich unseren Fragen so offen und ehrlich gestellt hat. Nachdem wir euch vor wenigen Tagen unser kleines Interview mit Anne präsentiert haben, wollen wir euch selbstverständlich auch die Antworten, die uns Eva gab, nicht vorenthalten:

Bevor du ins Big Brother-Haus gezogen bist, hattest du studiert. Hast du dein Studium wieder aufgenommen und vielleicht sogar schon abgeschlossen?

Abgeschlossen leider noch nicht! Ich sitze aber inzwischen an meiner Diplomarbeit und wenn ich mich noch ein bisschen geschickter anstelle, dann werde ich auch bald fertig sein.

Mit welchen Vorstellungen bist du damals ins Haus gezogen und was hast du dir von deinem Aufenthalt erhofft?

Vorstellungen hatte ich eigentlich keine, aber ich war mir sicher, es würde eine turbulente Zeit und genauso wurde es ja auch.
Im Vorfeld hatte ich mir aber die Möglichkeit ausgemalt, viele Matches zu machen und hatte mich sehr darauf gefreut. Leider hat sich der Wunsch nicht erfüllt.

Alle Bewohner hatten ihre Fürsprecher. Aber auch mit Kritik wurde nicht gespart. Wie war es für dich, etwa in Foren zu lesen, wie dir fremde Menschen begegnen oder über dich urteilen?

Ich hatte mich vorher bereits innerlich darauf vorbereitet, dass ich mich einigem stellen muss, sowohl positivem als auch negativem.
An der Stelle auch mal ein großes DANKE an die Fans, die einen immer wieder aufgebaut haben. Das Negative allerdings war manchmal sehr heftig und ich fand es sehr schade, so angegangen und bedroht zu werden. An solche aggressiven, teils gewaltandrohenden Kommentare wird man sich wohl nie gewöhnen können.

Zu Beginn der Staffel bist du durch deine offene und ausgeglichene Art aufgefallen. Doch mit wachsendem Streitpotenzial im Haus lagen auch deine Nerven zusehends blank. Nicht nur die Zuschauer, auch du selbst schienst dich über dein Verhalten zu wundern. Wie beurteilst du es im Nachhinein?

Eigentlich bin ich wirklich ein ausgeglichener Mensch, habe aber schon immer meine Meinung gesagt, wenn mir etwas nicht passt.
Essensentzug, Schlafentzug, Streit und Ärger haben mein Nervenkostüm sehr strapaziert und ich wurde ungehalten, laut, ungeduldig und war immer näher am Wasser gebaut. Mich jetzt so zu sehen, ist nicht schön, aber die Zeit im Haus war extrem und noch heute verstehe ich, warum ich mich so verhalten habe, auch wenn ich es nicht gut finde.

Mit welchen Ex-Bewohnern hast du noch Kontakt?

Zeit und Entfernung machen es natürlich schwierig, engen Kontakt zu halten, da jeder wieder in seinem Leben angekommen und eingebunden ist. Den engsten Kontakt habe ich wohl mit Jenny und Jessy.

Wie haben Familie, Freunde und Kommilitonen auf deine Entscheidung reagiert, an Big Brother teilzunehmen? Gab es viel Unterstützung oder überwog doch die Kritik?

Nachvollziehen, warum ich teilnehmen wollte, konnte keiner, doch alle standen hinter mir und ein Satz folgte mir ständig: „War ja klar, dass du das machst! Wer auch sonst?!“.

Eine Person, die bei den Zuschauern ins Kreuzfeuer der Kritik geriet, war Hauspsychologe Uli. Doch wie war es aus Bewohnersicht, haben euch Gespräche mit Uli geholfen?

Ich hatte nur ein Gespräch mit Uli. Hatte man das Bedürfnis, mit ihm zu sprechen, brauchte man nur darum zu bitten. Ich allerdings wurde ins Sprechzimmer gerufen und er saß da, ohne dass ich danach gefragt hatte.
Das Team hatte sich wohl Sorgen gemacht und Schlimmeres erwartet. In meiner Situation konnte er mir nicht so richtig helfen, aber ich konnte mich mal kamerafrei richtig „auskotzen“ und Druck ablassen.

Für den Zuschauer ist auch immer wieder die Frage interessant, was läuft hinter Kulissen. Über Knebelverträge wird spekuliert, über eine festgelegte Reihenfolge, wann welcher Kandidat fliegt. Magst du uns etwas über die Hintergründe erzählen?

Wir Kandidaten dürfen offiziell nichts zu derlei Dingen sagen. Um meine eigene Haut zu schützen, werde ich mich auch daran halten.

BB 11 steht vor der Tür. Wirst du zusehen? Und welche Tipps würdest du den Big Brother-Machern und zukünftigen Bewohnern geben?

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, daher werde ich zumindest den Anfang anschauen. Ich will ja auch wissen, was die Macher gelernt haben aus der letzten Staffel oder eben nicht. Tipps? Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht!

1. Ich hätte mir mehrere Bereiche gewünscht. So hatte ich in meiner Staffel immer gehofft, dass das Secrethouse wieder aufmacht. Getrennt zu wohnen, ohne mitzubekommen, was in der Zwischenzeit passiert ist bei den anderen, hätte ich als sehr spannend empfunden.
2. Mehr Matches (und diese nicht nur einzeln, sondern teamweise, zu unbekannten Zeitpunkten).
3. Keine Diätwochen in der mir bekannten Form. Auch wenn viele Zuschauer es nicht als extrem empfunden haben, so haben alle an Energie und Antriebskraft verloren. Es will doch keiner sehen, wenn die Bewohner nur noch schlapp auf dem Sofa liegen.
4. Das Prinzip der Whitebox fand ich ganz gut, es war aber schlecht umgesetzt. Es sollte in der nächsten Staffel durchaus eine Möglichkeit bestehen, Annehmlichkeiten zu gewinnen oder zu verlieren. Vielleicht aber in „Geheimmissionen“, in denen Aufgaben gelöst werden müssen.
5. Keine offenen Nominierungsabsprachen. Zum einen würde dadurch nicht mehr der Fokus darauf liegen, strategische Gespräche zu führen und Misstrauen zu sähen und zum anderen wären es dann tatsächlich wieder persönliche Entscheidungen und man selber kann sich dadurch nicht mehr in Sicherheit wiegen.

Möchtest Du Deinen Fans noch etwas sagen?

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bedanken für die viele Unterstützung. Sowohl als ich noch im Haus war und ihr mich gegenüber anderen verteidigt habt, aber auch nachher. Ihr habt mir viel Kraft gegeben. Danke dafür!

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