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BBfun-Sprechzimmer
Big Brother 2015 Jochen Bendel

© sixx/Martin Saumweber

Das magische J – oder: Sind die BB-Quoten noch zu retten?

Die Quoten der ersten Big Brother-Staffel bei sixx ließen bislang zu wünschen übrig. Nach einem guten Start fielen die Einschaltquoten schnell auf Höhe des Senderschnitts zurück. Etliche Folgen, darunter die TZF am Wochenende und die erste Entscheidungsshow, unterboten den sixx-Schnitt sogar noch. Daher stellt sich die Frage: Gibt es noch Hoffnung auf Besserung?

Bevor wir diese Frage beantworten, wollen wir jedoch zunächst eine andere stellen: Welcher Buchstabe repräsentiert Big Brother Deutschland so gut wie kein anderer? Auf den ersten Blick scheint es so, als wäre das B der wichtigste Buchstabe, schließlich fangen unzählige wichtige Elemente des Formates mit diesem Buchstaben an: Big Brother, Bewohner, Bestrafung, Bianca, Bendel, Betten, Badezimmer, Brüste, Bumsen… Doch es gibt einen Buchstaben beim großen Bruder, der noch wichtiger ist als das B: das J. Denn kein anderer Buchstabe des Alphabets beschreibt die Quotenentwicklungen so vieler der späteren RTL2-Staffeln wie das J.

Alle Staffeln ließen nach dem Start erst nach

Denn wie beim Zeichnen des Buchstabens ging es für den großen Bruder aus Quotensicht nach dem Start häufig erst einmal bergab, ehe es dann später für längere Zeit bergauf ging. Natürlich ist die Quotenentwicklung nicht perfekt mit einem J zu beschreiben. So wurde der Quotenanstieg immer wieder mal unterbrochen, beispielsweise durch starke Sportevents wie der Fußball-EM 2008 im Gegenprogramm oder von unnötigen Verlängerungen wie bei BB10, die zu einer Müdigkeit bei den Zuschauern führten. Dass es aber so etwas wie einen J-Effekt gibt, lässt sich an den Quotenchecks von Quotenmeter.de erkennen:

J-Effekt ist kein Automatismus

Für sixx sind das sicherlich gute Nachrichten. Auch wenn Big Brother zuletzt mehrfach unter dem Senderschnitt fiel (freitags, samstags und dienstags zur ersten Entscheidungsshow) und viele weiteren Sendungen nur knapp über dem Schnitt lagen, sollte der große Bruder noch nicht als Flopp abgeschrieben werden. Schließlich gab es auch in der Vergangenheit wie gezeigt häufig Anlaufschwierigkeiten bevor der J-Effekt für Besserung sorgte. Doch dieser J-Effekt ist – unter das ist die vielleicht schlechte Nachricht für sixx – kein Automatismus, wie die elfte Big Brother-Staffel bei RTL2 beweist. Diese Staffel wartete mit allerlei bereits aus dem TV oder Internet bekannten Selbstdarstellern auf, die sich nicht selten weigerten, für ein bisschen der von ihnen gewünschten TV-Präsenz auch etwas zu leisten und eine Essensbestrafung oder reduzierte Tabakration zu tolerieren.

Kontinuierlicher Quotenabsturz bei Big Brother 11

Stattdessen gab es Bewohner, die vor der Härte im Haus flüchteten, nur um später doch wieder zurückzukehren, weil man die Aufmerksamkeit vermisst und – im Falle einer Bewohnerin – dann doch wieder schnell die Koffer packt, weil man erneut merkt, dass Big Brother kein „Wünsch dir was“-Format ist. Die kaum spannende Staffel verlor mit diesem nur wenig motivierten Cast jeden Monat Marktanteile. Von anfangs 8,27% im Mai blieben schon im Juni nur 7,70% übrig, ehe die Quoten auf 7,42% im Juli,  6,73% im August und  6,03% im September fielen.

Steigen die Big Brother-Quoten noch?

Ähnliche Tendenzen im Bewohnerverhalten konnte man zuletzt auch bei der aktuellen Big Brother-Staffel von sixx sehen, bei der eine Mehrheit der Bewohner ebenfalls Medienerfahrung besitzt. So droht auch der aktuelle Cast gerne einmal mit Auszug, wenn der große Bruder nicht nach ihrer Pfeife tanzt und Tabak liefert. Anders als die Big Brother 11-Bewohner sitzen die aktuellen Bewohner allerdings nicht nur ihre Zeit im Haus ab, sondern sorgen durchaus dafür, dass ordentlich die Fetzen fliegen (zumindest so lange, bis Big Brother dies unterbindet). Ob das ausreicht, um dem großen Bruder zu einem Quotenaufschwung zu verhelfen oder ob doch mehr Matches und unterhaltsamere Wochenaufgaben im Haus braucht als das Knoten von Armbänden, lässt sich wohl erst am Ende des Jahres mit Sicherheit sagen.

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