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BBfun-Sprechzimmer

© sixx/Endemol Shine

Stitchi im Sprechzimmer: Mein Bericht ├╝ber „Nichts“

Was ist ein Bericht ├╝ber "Nichts"? Klingt irgendwie schr├Ąg und ist es auch. Ein schr├Ąger Bericht also? Nein, eher ein trauriger Bericht, ein Bericht ├╝ber "Nichts" eben. Klingt nicht besonders interessant, ist es auch nicht.

Das gro├če „Nichts“ bei Big Brother 2015

Ich w├╝rde ja gerne berichten, mir w├╝rden ja schon ein paar popelige, dennoch berichtenswerte Geschehnisse im Haus gen├╝gen. Da k├Ânnte man ein bisschen ausbauen, ein paar Charaktereigenschaften – auch nicht vorhandene – einf├╝gen und h├Ątte schon einen netten Artikel. Was aber macht man aus „Nichts“? Da kam mir die Idee, das „Nichts“ einfach zu thematisieren, warum eigentlich nicht!

Erstes „Nichts“: Keine Matches

Nichts

sixx / Endemol Shine

Matches sind normal das Salz in der Suppe. Sie sorgen meist f├╝r Spannung und auch f├╝r so einige Konflikte im Haus. Doch wann war das letzte Match im Haus? Ich krame mal tief in den Big Brother 2015-Archiven und was finde ich dort? Ein tolles Match (irnonieaus) – es trug den Namen „Meeresfr├╝chte“. Die niveauvolle Bianca aus gutem Hause durfte der offenherzigen Sharon Meeresfr├╝chte ins H├Âschen kippen. Diese Bilder sollten mich noch Tage begleiten. Dann kam wieder das gro├če „Nichts“, kein Match, einfach nichts. Warum fragt man sich, waren die Meeresfr├╝chte ├╝ber dem Budget?

Zweites „Nichts“: Keine┬áBestrafungen f├╝r Regelverst├Â├če

Regelverst├Â├če? Gibt es die im Big Brother-Haus? Da war doch mal was, ich erinnere mich an vor Wochen geh├Ârte Ansagen wie „Bewohner, es ist keine Schlafenszeit!“ Inzwischen werden ihnen wohl extra noch Baldriantabletten gereicht, um ihren Schlafbedarf zu stillen. Ob in der Lounge oder auf der Couch – man wartet nur noch bis sie beim sprechen┬áeinpennen. Dienstags gibt es dann unter der Beschallung von „sexy K├Ąsebrot“ noch ein paar Extrast├╝ndchen Schlaf im „Chillr├Ąumchen“. Der Zuschauer f├Ąngt schon mal an zu rechnen, wie viel ihn der Schlaf denn so kostet ├╝ber die Staffel gerechnet. Nein, Sky wird keine Geb├╝hren zur├╝ckerstatten, auch kein Schmerzensgeld bezahlen.

Mikrofon nicht angelegt? Juckt niemanden, bemerkt es ├╝berhaupt jemand? Ja,┬áich bemerke das! Ich ertappe mich in solchen Momenten wie ich mit dem Ohr am Lautsprecher des Fernsehers h├Ąnge und verzweifelt versuche, noch ein paar Bilder vom Geschehen mitzubekommen. Ja, es sind lustige Bilder, die ihr nun im Kopf habt, danke f├╝r Euer Migef├╝hl!

Sonstige Regelverst├Â├če. Informationen von drau├čen ins Haus bringen scheint inzwischen schon Pflicht zu sein – auch wenn sie zum Auszug eines Bewohners f├╝hren. Doch das macht eigentlich auch nichts, sie sind so leicht ersetzbar – unsere Einheitsbreibewohner. Nominierungsabsprachen scheinen zum Pflichtprogramm zu werden und machen vor allem die Liveshows sehr spannend – jeder Zuschauer k├Ânnte f├╝r die Bewohner nominieren und das macht richtig Spa├č – man schaltet den Ton ab, f├╝hrt eine Strichliste und erlebt keine ├ťberraschungen. Wie w├╝nsche ich mir die Zeiten zur├╝ck, in denen sie noch im Strafbereich schmorten f├╝r solche Vergehen.

Drittes „Nichts“ – Der Strafbereich

Manipulation

(c) sixx / Endemol Shine

Der Strafbereich wurde anfangs ziemlich gut besetzt, dann wurde es weniger. Zwangsl├Ąufig m├Âchte man sagen – schlie├člich gibt es ja keine Matches mehr, keine Ahndung von Regelverst├Â├čen. Sharon durfte das erste Mal in ihrer Zeit in den Strafbereich wandern, doch nach einem Tag konnte sie ihn auch wieder verlassen. Der Grund: Eine Party. Jawohl! Alle anderen durften nat├╝rlich nicht wegen einer Party da raus. Vielleicht lag es auch an der Maus, die wohl dachte, sie h├Ątte einen Artgenossen gefunden und ihren Wohnort zu Sharon in die Strafbereichszone verlegte.

Viertes „Nichts“ – Partys

Wann lernt man Bewohner besser kennen als auf einer Party, leicht angeheitert oder auch ein bisschen mehr? Nirgends. Aber „Nichts“! Der gro├če Bruder spendiert gro├čz├╝gig eine Flasche alkoholfreien Sekt und ein Fl├Ąschchen mit Alkohol f├╝r 10 Personen. Den Stargast schicken unsere Bewohner dann in den Matchraum, um nach mehr zu betteln. Daf├╝r wurde Pamela Anderson wohl aus Amerika eingeflogen. Gro├čes Kino, Big Brother. Auch steigert es die Stimmung, dass nur┬áalle 10 Minuten ein Song eingespielt wird. Bis sich die Schnarchnasen erhoben haben und zum Tanz ansetzen, ist der Song zu Ende und die Wartezeit bis zum n├Ąchsten Lied wird mit der Frage ├╝berbr├╝ckt: „Was bieten wir dem gro├čen Bruder f├╝r mehr Alkohol und Kippen?“

F├╝nftes „Nichts“ – Die Versprechungen

Was h├Âren wir eigentlich regelm├Ą├čig vom gro├čen Bruder? „Es wird hart, die Schrauben werden angezogen…“. Wir warten auch hier wohl auf das gro├če „Nichts“!

Sechstes┬á„Nichts“ – Die Zuschauer entschuldigen sich

Manchmal denkt man: „Ich sollte mich bei den Bewohnern entschuldigen…!“ Warum? Die armen Menschen werden eingesperrt, geben sich alle M├╝he uns zu unterhalten und wie danken wir es ihnen? Mit l├Ąstern und klagen. Wir sind ein undankbares Volk. Wenn wir ihnen so zuh├Âren und ihnen geduldig Stunde um Stunde folgen┬áwie sie die Tage und Wochen „versuchen“ zu z├Ąhlen, bis sie die 100.000 Euro mit nach Hause nehmen d├╝rfen, dann bekommt man schon ein schlechtes Gewissen. Also, liebe BB-Fans, sagt es ihnen: Mit der Entschuldigung wird es „Nichts“!

Nun muss ich mich wieder wichtigeren Dingen widmen und so schlie├čen wir das gro├če „Nichts“ bei Big Brother 2015.

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