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„17 Meter“: Endemol hat es doch drauf, wenn es um showreife Spiele geht

Wer sich die vergangenen Staffeln Big Brother angeschaut hat, ist zumindest hinsichtlich der Matches enttäuschter denn je. Die Bewohner werden mit miesen Beschäftigungstherapien unterhalten und die Zuschauer bekommen somit lediglich einmal andere Bilder aus dem Haus zu sehen. Unterhaltend ist es für sie nämlich wenig, wenn die Bewohner drei Stunden lang Wasserball spielen, Apfelmus herstellen oder Brot backen. Doch woran liegt das?
Hat Big Brother und damit auch RTL II zu wenig Geld auf den Tisch gelegt oder hat endemol das Interesse verloren, eine spannende und unterhaltsame Show abzuliefern? Schließlich kann man sich nicht nur auf mehr oder minder lustige Bewohner verlassen, die die Zuschauer dazu animieren, täglich um 19 Uhr einzuschalten. Das hat vor zehn Jahren funktioniert – mittlerweile haben die BB-Fans jedoch andere Ansprüche, denen es gerecht zu werden gilt. Ein tolles Haus, ein neues Konzept, angemessen gut gecastete Bewohner: Doch wenn es um das Thema Match geht, versagt der Große Bruder auf ganzer Linie.
Doch dass endemol sehrwohl in der Lage ist, unterhaltsame Spiele mit teilweise sehr einfachen Mitteln showreif zu präsentieren, zeigt die am Samstagabend beim Konkurrenten ProSieben ausgestrahlte Unterhaltungssendung „17 Meter“. Die von Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt moderierte Sendung zeigt zumindest eines: Ein Quiz kann auch unterhaltsam gestaltet werden – und dafür braucht man keinen witzelnden Günther Jauch. Nicht bei jedem sind die genannten MTV-Moderatoren beliebt, aber das auch nicht das, was zählt. Wichtig ist das Konzept der Show. So reicht es bei der Quizsendung nicht aus, die richtige Antwort auf eine gestellte Aufgabe zu haben. Den Kandidaten von „17 Meter“ wird alles abverlangt. Denn zwischen der Erkenntnis des richtigen Ergebnisses und des Buzzerns zur Antwortabgabe liegen eben jene 17 Meter, die die Kandidaten ins Schwitzen und die Zuschauer ins Schmunzeln bringen. Egal, ob eine „Klett-Waschstraße“, die es zu überwinden gilt, ein Nadelöhr-Parcours, bei dem Geschwindigkeit und Nervenstärke gezeigt werden müssen oder eine Herausforderung, bei der man sich wie Tarzan von Seil zu Seil schwingen muss: endemol und die Redaktion von „17 Meter“ haben bewiesen, dass man durchaus auch ohne großen Aufwand ein kurzweilige Unterhaltungssendung zur Primetime über den Sender schicken kann.
Sicher, beide Sendungen – „Big Brother“ und „17 Meter“ – sind in unterschiedlichen Genres beheimatet und natürlich ist fraglich, inwiefern die teils ziemlich schrägen Kandidaten zum Quotenerfolg beitragen können oder ob heute im Laufe des Tages von diversen Mediendiensten die ernüchternde Nachricht eines Flops verkündet wird: Für Big Brother-Fans bleibt weiterhin die Frage, was genau sich endemol und RTL II aktuell mit dem Geschehen erhoffen. Wenig Innovation, viel oft bereits Dagewesenes: Dies zeigt sich aktuell beispielsweise bei der Männersuche für Jordan, die es schon diverse Male gegeben hat. Endemol verschenkt die Chance, das Versprechen zu Big Brother 11 wirklich einzuhalten – nämlich es zu der spektakulärsten Staffel aller Zeiten zu machen. Das Zeug dazu hätten sie – aber ob sie sich dessen bewusst sind und bis zum Finale am 8. August die Kurve kriegen, ist leider mehr als fraglich. Auch wenn die Quoten noch immer auf gutem Niveau sind: Die im Vorfeld für die Spiele bei Big Brother gesuchten Redakteure scheinen ihren Job eher weniger gut zu machen – ganz im Gegensatz zu ihren Kollegen, die mit ProSieben zusammenarbeiten.


Egal, wie blöd es aussieht: Bei „17 Meter“ drückt man in einem
Riesenkondom den Buzzer notfalls auch mit dem Kopf

Big Brother PfeilWeitere Infos (auch Videos) zu „17 Meter“

Quelle: BBfun.de / Bild: Screenshot von http://www.prosieben.de/tv/17-meter/ // Endemol

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