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BBfun-Sprechzimmer

Gro├čer Bruder, alter Schwede – die BBfun-Kolumne (XIX)

Das war sie also, die 11. Staffel des erfolgreichsten Reality-Formats der Welt. Und was f├╝r einen Eindruck hat sie nun bei mir hinterlassen? Hmmm, schwierige Frage. Eigentlich war es ein Wechselbad der Gef├╝hle. Auf jeden Fall muss ich sagen, dass mir Big Brother im Vergleich zur letzten Staffel endlich wieder Spa├č gemacht hat. Denn unser Callboy-Porno- Hooligan-Hosenallergiker-Klaus hat es damals tats├Ąchlich geschafft, dass ich BB nicht mehr schauen wollte. Diesmal hatten wir aber ein ganz anderes Problem: Etwa die H├Ąlfte der Bewohner waren keine unbeschriebenen Bl├Ątter, sondern wurden schon bei taffen W├╝rstchen-Dinner-Kreuzfahr-Frauentausch-Formaten verwurstet. Nicht zu reden von drei (!) Ex-DSDS-Kandidaten. Damit war f├╝r viele Fans schon der Ur-Big-Brother-Gedanke in die Tonne gekloppt. Ich pers├Ânlich sehe das nicht so eng. Sonst h├Ątten wir Cosimo, wohl einer der unterhaltsamsten Bewohner aller Zeiten (egal, ob man ihn nun liebt oder hasst), nicht erleben d├╝rfen.Allerdings gab es deshalb auch keine P├Ąrchenbildung, Sex oder Nacktduschen. Wir hatten tats├Ąchlich die erste Sex-freie Staffel und es gab nicht mal (weibliche) Nippel zu sehen, wenn man von Jaquis Busenblitzer oder Valencias halben und lieblos aufgeklatschten Tennisb├Ąllen absieht.
Und leider blieb irgendwie der fade Nachgeschmack, dass sich abgest├╝rzte M├Âchtegern-Promis einfach nur On-Air-Zeit zu Nutze machen wollten, statt den Big-Brother-Geist zu leben. Vielleicht ein Zeichen der Zeit. Aber dennoch habe ich auch in dieser Staffel wieder viel zu lachen, zu l├Ąstern, zu kotzen und zu jubeln gesehen. Eben das ganze Programm, was diese Sendung f├╝r mich so einzigartig macht. Klar gab es auch Phasen der fiesen Langeweile und vielleicht war die Verl├Ąngerung der Staffel keine so gute Idee, aber insgesamt werde ich immer mit einem L├Ącheln im Gesicht auf diese Staffel zur├╝ckblicken k├Ânnen. Es gab starke Charaktere wie Ingrid, Steve, Jasmin oder Benson (und ich betone nochmals: egal, ob man sie mochte oder hasste) und es gab tolle Aktionen wie das Touch-the-car-Match, die Eier-Laufband-Wochenaufgabe oder die Playback-Performance der Bewohner (ich sage nur ÔÇ×Trilleeeeer!ÔÇť). Auch das Secret-Konzept hat f├╝r mich teilweise besser funktioniert, als gedacht. Denn dass das Buzzern als taktische Waffe eingesetzt wurde bzw. als Krisenherd funktionierte, h├Ątte ich nie gedacht.
F├╝r die n├Ąchste Staffel (und sie kommt bestimmt!) w├╝nsche ich mir aber wieder eine Bereichstrennung und weniger Medien-ÔÇťabgewichsteÔÇť Bewohner. Auf alle F├Ąlle: Entgegen vieler Unkenrufe aus den einschl├Ągigen Internet-Foren finde ich: Big Brother ist still alive and kicking! Und wir Fans werden noch viel Freude mit diesem Format haben. Auf die eine oder andere Weise. Also bis Staffel 12 und bleibt dem gro├čen Bruder treu!

Euer Schwede

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