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Promi Big Brother 2013

Promi Big Brother 2013 – Sat.1 lässt Komparsen jubeln

Wir berichten täglich voller Hoffnung über die Quoten des Promi Big Brother-Projektes. Voller Hoffnung waren wir vorab wegen des amerikanischen A-Promis in den Reihen unserer meist inländischen Z-Prominenz. "The Hoff" ließ auf gute Quoten hoffen. Doch der reiste nun ab und hinterließ eine große Lücke im Container.

Komparsen

Promi Big Brother kauft sich Klatsch- und Jubel-Zuschauer, also Komparsen?

Promi Big Brother sackte dank Zuschauerdesinteresses ins Quotentief und daher ließ man sich etwas einfallen, um zumindest vor Ort den Anschein eines gelungenen TV-Abends vorzugaukeln. Wie der Tagesspiegel berichtete, orderte Sat.1 Komparsen, die für wenig Geld bereit sind, den zwei Moderatoren-Unfällen (O-Ton Kalkhofe) zuzujubeln und gute Stimmung zu verbreiten, respektive vorzutäuschen. Die zwei Agenturen, deren Komparsen dann klatschen und jubeln werden, wurden unter folgenden Bedingungen gecastet:

„Es ist eine Open-Air-Location, heißt, Ihr seid im Freien und müsst stehen“, so zu lesen in einer Rundmail an die Klein- oder Nebendarsteller, die sich für 30 Euro einen geschlagenen Abend für „juhu“, „hurra“ und beifälliges Gelächter hergeben wollen. Bereits bei der Auftaktsendung am 13. September sollen Komparsen als Claqueure gecastet worden sein. „Ihr müsstet bis zum Schluss auf der Veranstaltung bleiben!!“ der weitere Mailwortlaut, was einer Aufenthaltsdauer von fünf Stunden (von 18.30 Uhr bis 23.30 Uhr) entspricht. Damit liegt der Spaß für Sat.1 immer noch unter dem flächendeckenden Mindestlohn und ist billig erkaufter Frohsinn. Nachteil für die Claqueure, sie müssen bleiben bei Wind und Wetter. Abhauen ist nicht drin. Gemütlich geht anders.

Was sagt Sat.1 – der neue Big Brother-Sender – zum gekauften Jubel?

Die Stellungnahme der Produktionsfirma Endemol: „Es ist üblich, dass Restposten an Tickets an Komparsen vergeben werden, um bei Shows auch nur kleine Lücken im Publikum zu vermeiden. Es handelt sich hierbei um Einzelfälle, wir sind mit dem Interesse an den Kauf-Tickets für Promi Big Brother weiterhin zufrieden.“ Doch die Frage, wie viele Zuschauer „echt“ sind und wie viele gekauft, blieb unbeantwortet. Doch da die Agenturen in ihrer Mail noch den Zusatz: „Gerne könnt ihr Freunde & Bekannte mitnehmen!“ hinzu fügten, kann es mit unbezahlten freiwilligen Zuschauern nicht allzu weit her sein.
Dies wäre bei einer „Normalo-Staffel“ niemals denkbar gewesen und hoffentlich lässt sich Sat.1 da noch ganz viel Kluges einfallen, sowohl zur jetzigen Promi-Staffel, als auch für die hoffentlich folgende Staffel mit ganz normalen, völlig unbekannten und (noch) unbescholtenen Big Brother-Bewohnern.

Die Quoten vom Donnerstag, 19. September 2013

Promi Big Brother 2013 erholte sich und lag wieder im zweistelligen Bereich. Anscheinend lag es wirklich am Fußball, dass die Quote einstellig wurde. Mit 11,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen zumindest wieder klar über dem Senderschnitt. 1,73 Millionen Zuschauer. Gegenüber dem Vortag konnte die Sat.1-Show somit also zumindest wieder fast 400.000 Zuschauer zurückerobern.

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