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Kommentar: Sind wir wirklich alle ein bisschen Big Brother?

So oder so ähnlich könnte man den gestrigen Bericht der Internet-Zeitung „social inside“ deuten. Das Magazin stellt Big Brother als alten „Fernseh-Dino“ dar, der heutzutage harmloser sei als die Realität. Als Vergleichsmaterial halten hier die aktuellen Facebookzahlen von ca. 19 Millionen registrierten Mitgliedern her, die über diese Plattform Einsicht in ihr Privatleben für Jedermann geben würden, private Sexfilmchen, die bei YouPorn hochgeladen werden oder einfache Privatvideos, die für Interessierte bei YouTube zu finden sind.
All diese mehr oder weniger peinlichen Beiträge könne man fast kostenlos 24 Stunden am Tag bewundern. Nur der Internetanschluss müsse bezahlt werden. Wollte man allerdings die gestellte „Big Brother-Show“ den ganzen Tag verfolgen, so müsse man deutlich tiefer in die Tasche greifen. Dies ist sicher eine Sichtweise, die nicht jeder vertritt, denn man kann die Geschichte von Big Brother in Deutschland auch von einer anderen Seite beleuchten, nämlich z.B. die des Vorreiters für viele andere Reality-Formate, die immer mehr das Nachmittags- und Vorabendprogramm im deutschen Fernsehen bestimmen und denen es an Peinlichkeiten und schlechten Laiendarstellern gewiss nicht mangelt. So mancher Sender ist sicher heute noch sehr froh über die Entstehung von Big Brother, denn Formate wie „Mitten im Leben“ oder „We are Family“ bringen sicherlich mehr Einschaltquoten, als ein zum hundertsten Mal abgehandeltes Thema in einer Talkshow oder eine langweilige Gerichtssendung, die übrigens auch fast kostenlos sind, denn man zahlt nur die normalen Fernseh/Kabelgebühren.
Es bleibt also alles reine Ansichtssache und wer wirklich der Meinung ist, Big Brother würde nicht bei RTL II, sondern tatsächlich im Internet stattfinden, der hat jederzeit die Möglichkeit, zum Sendestart einfach abzuschalten.

Quelle: social-inside.de

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