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Winfried Glatzeder Dschungelcamp 2014 Kandidat Geboren wurde Winfried Glatzeder am 26. April 1945 in Zoppot bei Danzig. Nach dem Abitur und einer Facharbeiter-Lehre als Maschinenbauer absolviert er ab 1965 ein Schauspiel-Studium an der Deutschen Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, u.a. bei den Regisseuren Fritz Marquardt und B. K. Tragelehn. Nach einem Engagement am Potsdamer Stadttheater geht er 1971 an die Volksbühne in Ostberlin zu den Regisseuren Benno Besson, Matthias Langhoff, Manfred Karge und Fritz Marquardt und spielte in Stücken von Shakespeare, Molière, Goethe, Gorki, Kopkow, Berthold Brecht und Heiner Müller.

Schon vor dem Dschungelcamp 2014: Winfried Glatzeder schon in der DDR ein groĂźer Star

Von 1978 bis zur Ausreise aus der DDR 1982 hatte er einen Schauspielvertrag bei der Filmgesellschafft DEFA. In mehr als 20 DEFA-Kino- und Fernsehfilmen wurde Glatzeder ab Mitte der 60er Jahre in der DDR neben seiner Theaterarbeit einem größeren Publikum bekannt. Man sah ihn in „Zeit der Störche“, „Der Mann, der nach Oma kam“, in „Die sieben Affären der Dona Juanita“ uvm… 1973 kam dann der Film, auf den er heute noch angesprochen wird und der vermutlich auch seine Karriere am meisten beeinflusst hat: „Die Legende von Paul und Paula“ unter der Regie von Heiner Carow. AnschlieĂźend spielte Glatzeder in diversen Produktionen unter anderem den „Till Eulenspiegel“ nach der Film-Erzählung von Christa Wolf unter der Regie von Rainer Simon oder in Serien wie „Unbekannte BĂĽrger“ unter Ulrich Thein oder „Die sieben Affären der Doña Juanita“ von Frank Beyer.

1982 ĂĽbersiedelte Glatzeder mit seiner Familie nach West-Berlin. Es folgt ein Engagement am Schiller-Theater. In den Jahren 1982-1991 spielte er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen wie z.B. in „Rosa Luxemburg“, „Vergesst Mort“, „Luther“, „Bali“, „Haus Excelsior“, „Der Kunstfehler“, „Va Banque“, „Gossenkind“, „Der Tod des weiĂźen Pferdes“ oder „Tanz auf der Kippe“ und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie István SzabĂł, Margarete von Trotta, Peter Beauvais, Diethard KĂĽster, Peter Kern, Eberhard von Itzenplitz und Berengar Pfahl.

In den Jahren 1986 bis 1996 war er ständiger Gast am Schauspielhaus DĂĽsseldorf. Ab 1997 spielte er Theater an mehreren Häusern, u.a. Theater am KurfĂĽrstendamm, Renaissance-Theater Berlin, Komödie am Winterhuder Fährhaus in Hamburg, Komödie Dresden und Theater in der Josefstadt. Mit den Komödien „Mein Freund Harvey“, „Pension Schöller“, „Freunde zum Essen“, „Treue, oder der Hochzeitstag“ tourte er durch ganz Deutschland.

Einem breiteren Publikum bekannt wurde Glatzeder als Haupt-Kommissar Ernst Roiter im Berliner Tatort, den er ab 1996 zwölf Mal verkörperte. 2006 spielte er bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg den Schurken Santer. Im darauffolgenden Jahr spielte Glatzeder nach 30 Jahren wieder zusammen mit Angelica Domröse am Hans Otto Theater Potsdam im StĂĽck „Filumena“. 2008, 2010 und 2011 ĂĽbernahm er bei den Jedermann-Festspielen im Berliner Dom die Hauptrolle des „Jedermann“. Am Meininger Theater inszenierte er dieses StĂĽck und spielte zugleich die Hauptrolle.

Auch nach dem Dschungelcamp 2014: Winfried Glatzeder on Tour

Seine Autobiographie „Paul und ich“ ist 2008 im Berliner Aufbau-Verlag erschienen. Ab März 2014 tourt er mit „Die Nervensäge“ durch Deutschland, ab Mai wird er 60 Mal mit dem StĂĽck „Toutou“ am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg zu sehen sein. Vorher jedoch geht es nach Australien ins Dschungelcamp 2014. Winfried Glatzeder lebt in Berlin und ist verheiratet.

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