Eurovision Song Contest
Eurovision Song Contest 2016 UkraineSieger Gewinner

© Thomas Hanses (EBU)

Ukraine gewinnt den 61. Eurovision Song Contest, Deutschland Letzter

42 Länder traten an beim Eurovision Song Contest 2016: Gewinner Ukraine konnte überraschend den Sieg einfahren. Die Buchmacher gingen im Vorfeld von einem russischen Sieg aus. Außerdem wurde hatten die Macher schon im Vorfeld beschlossen, 2016 erstmals die Jury- und Zuschauerstimmen voneinander zu trennen. Das erklärte Ziel: mehr Spannung in den Wettbewerb bringen. Deutschland belegte am Samstag den letzten Platz.

Eurovision Song Contest 2016 Sieger: Ukraine gewinnt

„1944“ schallte am Samstagabend nicht nur durch die Stockholmer Globen Arena, sondern auch durch viele Millionen Haushalte weltweit. Jamala ging kunstvoll und energiegeladen für die Ukraine an den Start und holte den ESC-Sieg für ihr Heimatland. Der 61. Eurovision Song Contest brachte damit nicht den Gewinner hervor, der schon seit Wochen von den Wettbüros prognostiziert wurde – Russland wurde nämlich nur dritter. Australien holte Platz 2.

Neue ESC-Regeln: Punktevergabe wurde runderneuert

Schon im Vorfeld hatten die Macher eines im Sinn: Sie wollten die Show noch spannender machen – in den vergangenen Jahren war meist schon weit vor Ende der Punkteverkündung klar, wer als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgeht. 2016 setzte man daher auf ein neues Prinzip: Wurden bisher die Jury- und Zuschauerstimmen stets gebündelt und von einer Spokesperson verlesen, setzte man nun auf getrennte Ergebnisse. Während die Jurypunkte auf altbekanntem Wege verlesen wurden, addierte man die Zuschauerstimmen aus allen Ländern und vergab diese dann gebündelt – beginnend bei dem Land, das die wenigsten Anrufe, App- oder SMS-Stimmen erhielt. So stand in einem Herzschlagfinale erst kurz vor dem Ende fest, welches Land den Löwenanteil an Zuschauerstimmen erhalten hat und damit der Gewinner des Eurovision Song Contest 2016 ist. Jury-Favorit war Australien, Russland war Publikumsliebling – doch am Ende lag der Kompromiss dazwischen: Die Ukraine siegte.

ESC Video 2016: Sieger Jamala – 1944

Eurovision Song Contest: zwischen Musik und politischen Provokationen

Die Halbinsel Krim, die im März 2014 von Russland annektiert wurde, war Hauptthema des Sieges-Beitrag der Ukraine – zumindest die Motive von Schmerz und Verlust darüber. Sängerin Jamala besang mit ihrem Song „1944“ die Deportation der Krimtataren unter dem sowjetischen Diktator Josef Stalin. Sie gewann und bewies einmal mehr, dass der Eurovision Song Contest kein unpolitisches Event ist. Schon als Armenien im ersten Halbfinale die Flagge der nicht anerkannten und umstrittenen Republik Bergkarabach zeigte, war der politische Eklat perfekt. So gehört die Region zu Aserbaidschan, wird hauptsächlich aber von Armeniern bewohnt. Die EBU behält sich Sanktionen vor und entscheidet im Sommer über diesen Vorfall.

Auch Russland sorgte für einen Eklat

Auch Russland sorgte für mächtig Wirbel in der Eurovision-Landschaft. Jury-Mitglied Anastasia Stotskaja wurde von der EBU suspendiert, nachdem sie bei Periscope ein Treffen mit ihren Jury-Kollegen streamte. Für die Netzgemeinde war zu sehen, wie sie und ihre Kollegen einige Auftritte im ersten Halbfinale diskutierten und auch bewerteten. Zwar waren für den Zuschauer keine konkreten Ergebnisse zu sehen, ein Verstoß gegen die Regeln war dies dennoch.

ESC 2017: Ukraine wird Ausrichter des kommenden Wettbewerbs

Mit dem Sieg der Ukraine musste Russland einen herben Rückschlag hinnehmen. Das Land wurde von den Buchmachern und vielen Fans als ESC-Sieger prognostiziert. Im Herzschlagfinale stand allerdings fest, dass die Ukraine die meisten Punkte einsammeln konnte. Platz 2 belegte Australien, Russland landete lediglich auf dem dritten Platz. Jamie-Lee holte mit „Ghost“ nur 11 Punkte und wurde Letzte.

Der ESC 2017 soll nach derzeitigen Planungen am 16., 18. und 20. Mai 2017 stattfinden.

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