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14. Mai '11 :: WAS MACHT EIGENTLICH... ALEX JOLIG (BB1)?
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geschrieben von stitchi
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Keine Big Brother-Staffel wurde von mehr Zuschauern
gesehen als die erste. Entsprechend bekannt sind auch heute noch die damaligen
Bewohner. Knapp 12 Jahre ist es nun her, das Percy Hoven, Moderator der
Premieren-Staffel, verkündete: "Die Tür ist zu - Big Brother hat angefangen!"
Mit im Haus war neben Zlatko, Jürgen, Sabrina und Co. auch einer der ganz
Coolen, von dem wir lange nichts mehr gehört haben. Daher setzen wir unsere beliebte Reihe fort und fragen:

Alex Jolig
aus Staffel 1? – Steckbrief: Geboren 1963 in Stuttgart, anschließend
zwei Jahre in Pakistan/Karatschi, sechseinhalb Jahre in Brasilien und zwei Jahre in Spanien gelebt, danach wieder in Deutschland
gewesen. Smart, selbstbewusst, charmant, intelligent, geradlinig, nicht einfach, willensstark, zielstrebig... Viele Charaktereigenschaften können dem Wahl-Hhamburger zugeschrieben werden. In erster Linie ist er einfach Alex, Bewohner der 1. Staffel von Big Brother im Jahr 2000.

Bildquellen: dpa
Doch was machte Alex danach?
Erst einmal brachte er einen Song in die Charts. Dieser kletterte bis auf Platz
2 - es wurden über 250.000 Singles verkauft und das Lied erreichte somit
Goldstatus. Der Titel: "Ich will nur dich...". Damals dachte man, er würde ihn
für Kerstin, seine Liebschaft im Haus - dem war anscheinend nicht so, denn kurz
nach seinem Auszug aus dem Big Brother-Haus lernte er Jenny Elvers kennen und bekam mit ihr seinen Sohn Paul. Die Beziehung hatte keinen Bestand, um seinen Sohn kümmert er sich jedoch gut, wie Jenny immer wieder in Interviews betont. Zu dieser Zeit hatte Alex in Deutschland einen Bekanntheitsgrad von 90% erreicht, sehr beachtlich.

Bildquellen: Bild 1 - dpa / Bild 2 - RTL II, Endemol / Bild 3 - ProSieben/Joe Fish
Nach dieser turbulenten Zeit drehte Alex für die amerikanische Firma UFO drei Spielfilme und im ZDF-Fernsehspiel "Sperling und die Angst vor dem Schmerz" hatte er einen für ihn "sehr wichtigen" Gastauftritt, wie er es selbst ausdrückte. Alex: "Es war als ehemaliger "Containerinsasse" extrem schwer im deutschen TV eine Rolle zu bekommen und das war für mich ein Grund mehr mich anzustrengen!! Damit hatte ich auch diese Hürde genommen und konnte mich zufrieden aus der Szene oder sagen wir besser aus diesem Haifischbecken verabschieden. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt und schon gar nicht in genau dieser Welt voller verkrachter Existenzen. Der Neidfaktor spielt da so eine vordergründige Rolle, dass einem Angst und bang werden kann."
In
folgenden Produktionen ist Alex zu sehen gewesen:
2001
// "Hypersonic" / Kinofilm USA, in Deutschland als DVD erschienen, Produktion: UFO LLC
2001 //
"Phython II" / Kinofilm USA, in Deutschland auf DVD erschienen, TV-Movie international, Produktion: UFO LLC
2002 // "Intercepter" / Kinofilm USA, Pilotfilm zu einer amerikanischen TV-Serie, Produktion: UFO LLC
2003 // "Sperling und die Angst vor dem Schmerz" / Fernsehreihe ZDF, BRD
2005 // "Die Burg" / Pro Sieben

Bildquellen: Bild 1 – important.com/Bild 2+ 3 – motorradonline.de
Was
viele nicht wissen: Alex hat eine Leidenschaft und diese ist der Motorradrennsport. Als es stiller um ihn wurde, was gewollt von seiner Seite war, machte er dieses Hobby zum Beruf. Sein "Ziehvater im Motorsport", Benny Wilbers, ermöglichte es dem wilden Alex, für Suzuki in der
Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an den Start zu gehen.
Als Höhepunkte seiner Karriere in diesem Genre könnte man die zwei Starts bei der 24 Stunden Langstrecken WM in Oschersleben (SpeedWeek) nennen.
Er arbeitet auch an dem Aufbau eines Suzuki "Owners Club", natürlich nicht alleine, sondern zusammen mit dem federführenden Marketing- und Vertriebchef und dem Präsidenten
der japanischen Exportfirma. Nebenbei hat der ehemalige Big Brother-Bewohner eine eigene Firma aus dem Boden gestampft. Der Name: Moto-Lifestyle GmbH. Geschäftlich gesehen ist Alex äußerst erfolgreich und vergrößert sein "kleines Imperium" laufend.
Wir sehen, langweilig wird es Alex wohl nicht und trotz seiner inzwischen 48 Jahre scheint er noch genauso abenteuerlustig wie wir ihn schon seit dem Jahr 2000 kennen. Wir wünschen ihm weiterhin viel Glück und Erfolg.
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05. MAI '12 :: BIG BROTHER'S BIG WORLD (April 2012)
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geschrieben von stean
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In den letzten Wochen wurde es verhältnismäßig ruhig in der Big Brother-Welt. Nachdem bereits im März einige Staffeln zu Ende gegangen sind, feierten nun auch die argentinischen Fans ihren neuesten Geawinner. Und auch Spanien nähert sich dem Ende, das für manche Bewohner mit einem Schrecken enden könnte...
Zunächst bleiben wir aber in Argentinien, wo sich Rodrigo beim Finale mit 35,9% knapp gegen seine Mitbewohnerin Walquiria durchsetzen konnte, die 34,5% der Anrufe erhielt. Damit konnte Rodrigo nicht nur den Siegertitel, sondern auch ein Preisgeld von 750.000 Pesos mit nach Hause nehmen. Ursprünglich lobte Big Brother ein Preisgeld in Höhe von einer Million Pesos aus, warnte die Bewohner jedoch schon beim Einzug, dass für jede Nominierung 50.000 Pesos abgezogen werden. Da Rodrigo fünf Mal nominiert wurde, zog Big Brother dementsprechend 250.000 Pesos ab, die einem guten Zweck gespendet wurde. Walquiria erhielt als Trostpreis hingegen einen Job bei der Sendung AM, die morgens im Programm von Telefe läuft.
Aus Quotensicht verlief die Staffel für den Sender Telefe übrigens eher enttäuschend, gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zuschauerzahlen nämlich fast halbiert. Die argentinischen Fans führen dies, wie so häufig, darauf zurück, dass die Macher der Show ihre Lieblinge angeblich schützten und immer wieder besser darstellten als sie eigentlich waren. Trotzdem müssen sie sich die Fan keine Sorgen um den Verbleib des großen Bruders machen. Für nächstes Jahr kündigten Telefe und Endemol bereits eine neue Staffel an.
 
Rodrigo lässt sich feiern. Zuerst von den Fans, dann von seinen Ex-Bewohnern auf der Party.(Quelle: Telefe Pressefotos)
In Schweden hatte Big Brother keinen Grund zur Besorgnis, die Bewohner hingegen schon. Wie auch schon im vergangenen Jahr veranstaltete Big Brother nämlich wieder eine Horrornacht. Ähnliches kennen wir ja auch aus den deutschen Staffeln, bei denen einige Bewohner immer wieder im Matchraum eine Schreckensnacht zwischen Schlangen und anderen ekligen Tieren verbringen mussten. In Schweden ist die Horrornacht hingegen um einige Nummern größer, denn der große Bruder sorgte dafür, dass keiner im Haus eine schlaflose Nacht erlebte. So wurden die Bewohner unter anderem von einem Sarg inklusive Leiche, herabfallenden Skeletten oder einem Clown überrascht, der nachts an der Schlafzimmertür klopfte. Für Rodney war die Aktion nicht neu, bereits letztes Jahr erlebte er Big Brother's Horrornacht im Haus mit und sprach seinen diesjährigen Mitbewohnern einiges an Mut zu.
Im schwedischen Haus gab es nicht nur Grusel-, sondern auch einige Liebesgeschichten. Die Bewohner konnten nämlich die Verlobung von Annica und Marcelo feiern. Besonders pikant daran: Annica hatte bevor sie ins Haus zog bereits einen Freund, von dem sie sich bisher nicht getrennt hat. Wie der sich beim Anblick der Bilder wohl gefühlt hat, konnte Annica aber bereits wenig später selbst erfahren, als Marcelo sie mit deren Mitbewohnerin Jennifer betrogen hat, die wiederum etwas mit Marcel am Laufen hatte. Dies sorgte für ordentlich Drama im Haus. Während Marcelo die Vorwürfe abstritt, machte sich Jennifer keine Gedanken um ihre Beziehung mit Marcel und schnappte sich stattdessen Rodney, der sich ebenfalls vor dem Wiedereinzug ins Haus verlobt hat.

Links: Auf Hanna wartete im Sprechzimmer ein Axtmörder. Rechts: Annica und Marcela feiern ihre Verlobung. (Quelle: Screenshot TV11/bigbrother.se)
Auf den Phillipinen geht es derweil ähnlich ungesittet zu, auch wenn die im Haus lebenden Teenager ihre Partner nicht am laufenden Band betrügen. Doch ein Vorfall erhitzte auch die philippinischen Gemüter. Während einem Spiel, bei dem sich jeweils ein Junge und ein Mädchen gegenüber saßen und versuchten, nicht zu blinzeln, entschieden sich die Jungs dazu, ihre jeweiligen Partnerinnen zu küssen, die von der Aktion nichts wussten, aber auch nicht als Spaßbremsen gelten wollten und die Küsse daher tolerierten. Big Brother griff jedoch kurz darauf ein und verlangte von den Jungs mehr Respekt und von den Mädchen mehr Zurückhaltung. Darüber hinaus kettete er die Bewohner nach Geschlechtern getrennt aneinander.
Ungeachtet dieser Vorfälle, die in westlichen Ländern sicher weniger schlimm aufgefasst werden als auf den Philippinnen, schickte Big Brother seine jungen Schützlinge weiterhin auf kleinere Zeitreisen. Alec, sowie die Zwillinge Joj & Jai, waren die ersten, die Zeitmaschine des großen Bruders ausprobieren durften und ins Jahr 2050 reisten. Natürlich handelte es sich dabei um keine echten Reisen, stattdessen mussten sich die drei Bewohner verkleiden und als alte Leute mit den Bewohnern interargieren. Weitere Zeitreisen führten eine Bewohnerin zurück zu ihrer Geburt, wo sie mit ihrem verlorenen Vater, dargestellt durch eine Puppe, reden konnte, eine Reise in das alte Spanien und in die Steinzeit. Die entstandenen Gespräche kamen gut bei den Zuschauern an und sorgten für hohe Einschaltquoten. Big Brother bedankte sich bei den Zuschauern und Bewohnern für diesen Folg und verlängerte die ursprünglich für acht Wochen angesetzte Teen-Staffel um zwei weitere Wochen.

Links: Ein emotionaler Moment: Claire erzählt ihrem "Vater", was sie ihm nie erzählen konnte. Rechts: Gruppenbildung dank der Bestrafung. (Quelle: Screenshot ABS-CBN)
Big Brother befindet sich in Dänemark im Endspurt und Big Brother versucht die verbliebene Zeit für die Bewohner interessanter zu gestalten, indem er sich regelmäßig Neuerungen für die Nominierungen einfallen lässt. So stand eine Woche im April unter dem Motto „Himmel und Hölle“. Zu Beginn der Woche befanden sich alle Bewohner in der Hölle, doch durch das Gewinnen von Matches oder Zuschauervotings, konnten sie in den Himmel aufsteigen und sich so vor der Nominierung schützen. Catherine und Alexander, die als erste Bewohner im Himmel waren, erlagen jedoch der Versuchung des Teufels und öffneten einen Safe, wodurch sie zwar 100 Kronen erhielten, aber wieder in die Hölle absturzten, wo sie zusammen mit Amanda, der verbliebenen Höllenbewohnerin, um ihren Verbleib im Haus zittern mussten. Catherine war es auch, die nach dem Zuschauervoting gehen musste. Da sie jedoch ohnehin das Haus verlassen wollte und deswegen auch den Tresor öfffnete, dürfte sie nicht allzu entttäuscht gewesen sein.
Wenige Wochen später machte Big Brother bei der Nominierung kurzen Prozess und präsentierte den Bewohnern ein Symbol, dass das männliche und weibliche Geschlecht vereinigt, und erklärte, dass das Geschlecht vor der Nominierung geschützt sei, dass diese Einheit zerbreche. Ohne lange zu zögern, riss Alexander das Symbol auseinander und schützte die Männer auf dem Auszug. Die verbliebenen Damen konnten sich, ebenso wie alle anderen Nominierten der vergangenen Wochen, noch selbst schützen, indem sie die Haushenne schlachteten. Bisher weigerten sich jedoch alle, dies zu tun.

Links: Catherine und Alexander als Engel vor dem Safe. Rechts: Alexander will das Zeichen zerbrechen. (Quelle: Screenshot Kanal5)
Einen etwas größeren Skandal gab es im April im albanischen Big Brother-Haus. Während sich Genta immer noch im Haus befindet, wurden private Nacktfotos von ihr ins Netz gestellt, wovon natürlich auch die Presse mitbekommen hat und darin ein gefundes Fressen gefunden hat. Zunächst war es jedoch unklar, wer die Bilder hochgeladen hat, doch schnell fiel der Verdacht auf Gentas Ex-Freund Rubens. Der Verdacht erhärtete sich, als dieser zunächst sein Telefon ausgestellt hat, um so etwaigen Anfragen zu entgehen. Doch als der große Bruder ihn erreichte, ließ er sich auf ein Gespräch ein und besuchte Genta im Haus, um ihr von dem Vorfall zu berichten, auch Big Brother zeigte ihr einige Berichte. Genta war von diesen Neuigkeiten mehr als geschockt und fing an zu weinen. Ihr Ex-Freund behauptete zwar, dass er nichts mit der Veröffentlichung zu tun hätte, doch Genta erklärte, dass er ihr bereits einmal gedroht hätte, die Bilder bei Facebook hochzuladen, sollte er je sauer auf sie werden. Noch ist immer noch nicht klar, wer diese Fotos tatsächlich veröffentlicht hat, das Publikum steht aber trotzdem weiter auf ihrer Seite.
Françeska, Erion, Liam and Dritan hatten dagegen mehr Grund zur Freude, als den Bewohnern Neuzugänge versprochen worden sind. Denn bei den neuen Bewohnern handelte es sich nicht um menschliche Nachzügler, sondern um ihre Hunde, die dauerhaft im Haus bleiben werden.

Links: Genta (zusammen mit Ex-Freund Rubens) kann ihre Tränen nicht zurückhaten. Rechts: Die Bewohner haben Spaß mit ihren Hunden. (Quelle: Screenshot Top-Channel/bigbrother.top-channel.tv)
In Spanien nähert sich Gran Hermano ebenfalls mit großen Schritten dem Finale. Dabei hat der große Bruder entschieden, dass keine weiteren Auszüge stattfinden. Stattdessen wählen die Zuschauer nach den Nominierungen jeweils einen Bewohner ins Finale. Die verbliebenen sechs Bewohner wissen davon jedoch nichts und denken weiterhin, dass sie die unbeliebtesten Bewohner auf die Auszugsliste setzen können. Big Brother wird sie dabei auch weiterhin in dem Glauben lassen, dass die Zuschauer weiterhin Bewohner herauswählen. Die von den Zuschauern zu den Finalisten gewählten Bewohnern werden daher auch in den Liveshows das Haus verlassen und erst im Studio erfahren, dass sie nicht aus dem Rennen sind und stattdessen in ein geheimes Haus ziehen werden, während die übrigen Bewohner denken, dass sie einen Konkurrenten weniger haben.
Zudem hatte der große Bruder auch eine Überrasschung für alle Ex-Bewohner. Getreu dem diesjährigen Motto +1 wird es dieses Jahr nicht nur einen, sondern zwei Gewinner geben. Jeder Finalist darf sich nämlich beim Umzug in das geheime Haus einen Ex-Bewohner auswählen, der bis zum Finale im Haus bleiben wird. Der Finalist, der dann als Sieger die Gewinnsumme von 300.000 Euro einheimst, sichert seinem +1 Partner einen Gewinn von immerin 20.000 Euro.

Die verliebenen sechs Bewohner freuen sich auf eine Massage. Was sie nicht wissen: der Clown, der die Bewohner schon mehrfach mit Torten terrorisierte, steckt hinter der Aktion. (Quelle: granhermano.com/gh12mas1/)
Die nächste Ausgabe von Big Brother's Big World erscheint voraussichtlich am 2. Juni 2012. |
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13. APR. '12 :: BIG BROTHER'S BIG WORLD (März 2012)
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geschrieben von stean
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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Auch im April wollen wir, wenn auch etwas
verspätet, auf die zurückliegenden Wochen in den weltweiten Big Brother-Häuser
werfen. Dabei hieß im März nicht nur einmal “Finale! Oh-oh”...
In Brasilien ging beispielsweise am 29. März die zwölfte und bisher vielleicht
kontroverseste Staffel zu Ende. Als Gewinner ging Fael hervor, der 92% der
Anrufe erhielt und somit auch einen neuen, wenn auch knappen Rekord aufstellte.
Noch nie zuvor hat ein Sieger in Brasilien prozentual gesehen mehr Unterstützung
gehabt. Bisher hatte Diego aus der siebten Staffel mit 91% diesen Rekord inne.
Während seiner Zeit im Haus konnte Fael vor allem durch seine Persönlichkeit
punkten. In den großen, wöchentlichen Challenges, in denen die Bewohner um die
Position des Anführers kämpften, konnte sich der Tierarzt nur einmal durchsetzen.
Seine Freiheit und seinen Gewinn von 1,5 Millionen Reals kann er aber noch nicht
ganz genießen, denn der große Bruder hatte noch eine Überraschung für den
Gewinner - dazu aber später mehr.
Auch Daniel, der bereits nach wenigen Tagen wegen Vergewaltigungsvorwürfen aus
dem Haus geworfen wurde, konnte sich über ein glückliches Ende freuen. Nachdem
Monique, das angebliche Opfer, erneut erklärte, dass sie von ihm nicht mit
Gewalt zum Sex gezwungen wurde und ausgetauschte Zärtlichkeiten auf
gegenseitiger Zustimmungen beruhten, sprach ein Gericht Daniel von den Vorwürfen
frei und erlaubte ihm auch wieder, das Land zu verlassen. Ganz ist der Fall für
ihn aber offenbar noch nicht abgeschlossen. Seine Mutter erzählte der Presse,
dass er eine brasilianische Moderatorin verklagen möchte, nachdem sie die
Zuschauer in ihrer Sendung gegen ihn aufgehetzt hat.
 
Fael hat das große Geld gewonnen, Daniel immerhin seinen Prozess.
(Quelle: tvg.globo.com/bbb/)
Weniger spektakulär ging die vierte israelische Staffel
am 2. April zu Ende. Als
Sieger ging Koch Yekutiel aus dem Haus und nahm dabei das Preisgeld von einer
Million Schekel mit. Für die Bewohner war der Sieg jedoch wohl etwas
überraschend, denn unter ihnen galt eigentlich Tamir als Favorit und erhielt
während seines gesamten Aufenthalts nur drei Nominierungsstimmen. Auch Avivit
galt lange Zeit als Favoritin, doch gegen Ende der Staffel erhitzte sie immer
mehr die Gemüter der Zuschauer, so dass sie noch vor dem Finale aus dem Haus
gewählt wurde.
 
Überraschender Sieger in Israel. Die Ex-Bewohner interessierten sich aber mehr
für Tamir
(Quelle: mako.co.il)
In Italien versuchte Grande Fratello, das Haus noch etwas aufzumischen. Neben
unangekündigten Doppelauszügen gab er auch den Bewohnern bei einer Nominierung
die Möglichkeit, Bewohner in das Finale am 1. April zu wählen. Die Bewohner
entschieden sich dafür, Ilenia das Finalticket zu geben. Doch diese konnte ihren
Schutz weitergeben, was sie auch tat und stattdessen Mitbewohnerin Gaia direkt
ins Finale schickte. Dies rächte sich jedoch wenige Tage später, als sie von den
Zuschauern aus dem Haus gewählt wurde. Doch einige Zuschauer glaubten hier an
Betrug und den gezielten Einsatz von Callcentern, da in ihren Augen Ilenia
deutlich mehr Fans hätte als einige ihrer Mitbewohner und die Ergebnisse daher
mit reiner Mathematik nicht zu erklären wären.
Neben Gaia standen übrigens vier weitere Personen im Finale, wobei allerdings
kein anderer Bewohner wie sie seit dem ersten Tag im Haus war. Darunter war mit
Franco ein weiterer Teilnehmer, der von seinen Mitbewohnern vorzeitig ins Finale
gewählt wurde und Patrick, der letzte verbliebene Bewohner aus einer
vorangegangen Staffel. Doch keiner dieser drei Bewohner machte am Ende das
Rennen. Stattdessen heimste Sabrina die 240.000 Euro ein, die in den elf Wochen
vor dem Finale jedes Mal auf der Abschussliste stand, aber jedes Mal mit einem
blauen Auge davonkam. Doch auch beim Finale gab es wieder Spekulationen um die
Richtigkeit des Ergebnisses, nachdem in den Augen mancher Zuschauer Gaia die
verdiente Siegerin gewesen sei und beim Finale auch von einer deutlich lauter
jubelnden Menge begrüßt wurde als die eigentliche Siegerin.
Nach den für italienische Verhältnisse eher enttäuschenden Quoten in dieser
zwölften Staffel, zwischendurch fielen sie unter die 10%-Marke, soll der große
Bruder laut Presseberichten übrigens nun auch in Italien eine längere Pause
einlegen.
 
Sabrina lässt sich als Siegerin feiern, doch auch Gaia ist nicht traurig über
ihren zweiten Platz
(Quelle: Screenshots Mediaset/Canale 5)
Ungebrochen ist das Big Brother-Fieber stattdessen auf den Philippinen, wo am
31. Mai die vierte reguläre Staffel mit dem Untertitel Unlimited zu Ende ging.
Auch dort hatte der große Bruder noch einige Überraschung für die Bewohner
parat. Bereits vergangenen Monat berichteten wir euch, dass Ex-Bewohner der
aktuellen und vergangenen Staffeln zurück ins Haus gesendet worden sind. Zwei von
ihnen, Baron und Beauty, durften nun ein zweites Mal zurückkommen, um an der
Wochenaufgabe teilzunehmen, die den deutschen Fans sicher bekannt vorkommt. Bei
der Hazienda-Wocheaufgabe nahmen die beiden die Rolle der Gutsherren eines
Landguts ein, während die Bewohner zu den Bediensteten wurden und auf der
Plantage verschiedene von den Landsherren gestellte Aufgaben lösen mussten. Dies
misslang den Bewohnern jedoch. Mehr Glück hatte da Paco, der ursprünglich
bereits aus dem Haus gewählt wurde, als House Player jedoch bleiben durfte. Bei
einem Zuschauervoting bestimmten die Anrufer nämlich, dass er nicht nur bleiben,
sondern auch wieder ein vollwertiger Bewohner werden sollte und schaffte es
dadurch immerhin als einer von vier Bewohnern ins Finale zu kommen und dort den
vierten Platz zu machen. Das Preisgeld von einer Million Pesos nahm allerdings
Pamu mit nach Hause, nachdem sie mit 21,49% zur Gewinnerin der Staffel gewählt
wurde.
Lange mussten die Fans auf den Philippinen jedoch nicht auf eine Rückkehr des
großen Bruders warten. Eine Woche nach dem Finale startete die vierte Staffel
der Teen Edition, bei der (wie der Name es schon verrät) nur Teenager im Haus
wohnen. Ein Tag vor der Eröffnungsshow zog bereits ein weibliches Zwillingspaar
im Haus, um ihre erste Aufgabe zu erhalten: Eine von ihnen muss sich als Junge
ausgeben und darf dabei nicht auffliegen. Bei der Einzugsshow selbst folgten
dann sieben männliche Teenager im Alter von 15 bis 17 Jahren, die in während der
ersten Tage im Haus jedoch blickdichte Brillen tragen mussten und so auf die
Hilfe der Zwillinge angewiesen waren. Einen Tag später folgte aber bereits in
Form von sechs Bewohnerinnen weibliche Verstärkung, darunter auch ein
13-jähriges Mädchen.
 
Links: Die Finalisten der vierten regulären Staffel; Rechts: Bewohner der
vierten Teen-Staffel
(Quelle: Pressefoto ABS-CBN/pbb.abs-cbn.com)
In Argentinien steht das Finale kurz vor der Türe und auch hier haben vier
Bewohner noch Chancen auf den Sieg. Doch die volle Gewinnsumme von einer Million
Pesos wird keiner der Bewohner mit nach Hause nehmen, denn für jedes Mal, dass
der Sieger auf der Nominierungsliste stand, wird der große Bruder noch 50.000
Pesos abziehen. Rodrigo kämpft damit um den niedrigsten Gewinn, der für ihn
750.000 Pesos beträgt. Walquiria kann sich hingegen, nachdem sie ein Match
gewonnen hat, über ein potentielles Preisgeld von 950.000 Pesos freuen.
Victoria, die lange Zeit als Favoritin galt und schließlich auch für den
Israel-Austausch ausgewählt wurde, musste hingegen ihre Koffer packen und
spaltete damit die argentinischen Fans. Während ihre Fans Betrug witterten,
schließlich sei sie gegen den wesentlich langweiligeren Alex herausgeflogen,
sind ihre Gegner erfreut über den Ausgang des Votings, vor allem nachdem sie den
Produzenten sonst immer vorgeworfen haben, Victoria besser darzustellen als sie
tatsächlich ist.
 
Links: Victoria an der Klagemauer, Rechts: die Finalisten
(Quelle: mako.co.il/Pressefotos Telefe)
In Schweden wurden die Zuschauer Zeugen einer echten Entführung. Während der
Wikingerwoche mussten die schwedischen Bewohner gegen vier der dänischen
Bewohner antreten und verloren dabei. Quasi als Siegestrophäe und natürlich im
Auftrag des großen Bruders, nahmen die Dänen schließlich Annica mit sich zurück
nach Dänemark, wo sie einige Tage verbringen musste. Im dänischen Haus musste
allerdings die Regel eingehalten werden, dass die Bewohner nicht auf Englisch
miteinander sprechen dürfen, womit Annica kaum Gesprächspartner im dänischen
Haus hatte und sich daher eher alleine fühlte. Einen Tag nach Annica bekamen die
Dänen schon einen weiteren Besucher: Melander kehrte als Diktator im Rahmen
einer Wochenaufgabe zurück, nachdem er einige Wochen zuvor das Haus freiwillig
verlassen hatte. Als Grund gab er dabei den Streit mit Clifford an, in dem
Clifford handgreiflich wurde und folglich aus dem Haus geworfen wurde.
 
Links: die Vikinger kehren mit ihrer Beute zurück; Rechts: Melander als Diktator
(Quelle: Screenshot Kanal5/kanal5.dk/bigbrother)
Auch in Schweden gab es Besuch aus der Vergangenheit. Rodney aus der
Vorjahresstaffel, wo er nach 64 Tagen das Haus verlassen musste, besuchte die
Bewohner und erhielt vom großen Bruder die Chance, ein vollwertiger Bewohner zu
werden. Die finale Entscheidung hatten dabei die Zuschauer, die ihn mit 87%
wieder zu einem Bewohner wählten. Von Sipan hatte hingegen Big Brother die Nase
voll. Nachdem er mehrfach die Regeln brach und dafür vom großen Bruder auch
schon automatisch auf die Auszugsliste gesetzt wurde, flog er für sein Verhalten
nun endgültig aus dem Haus. Generell lässt sich der schwedische große Bruder
nicht so gerne auf der Nase herumtanzten. Neben Sipan wurden bereits drei
weitere Bewohner aufgrund von Regelverstößen oder inakzeptablen Verhaltens mit
einer automatischen Nominierung bestraft.
 
Sipan wurde rausgeworfen, Rodney hingegen zurückgeholt
(Quelle: bigbrother.se)
In Albanien hat der große Bruder gar drastischere Methoden gefunden, um
Regelbrecher zu bestrafen. Nachdem Ermal, Arbër and Liam trotz Ermahnung
mehrfach ihre Mikrofone abgenommen haben und eines dabei sogar kaputt ging,
schickte der große Bruder sie in extra zur Bestrafung aufgebautes Gefängnis. Die
übrigen Bewohner durften den Häftlingen keine Lebensmittel aus dem normalen
Wohnbereich geben und mussten ständig einen Wächter bereitstellen. Anfangs
lachten die Zellengenossen noch über die Bestrafung, doch als sie erst einmal
realisierten, dass die Bewohner ihr Essen bestimmen konnten und auch ein Gang
zum Bad nur mit Erlaubnis des Wächters möglich war, verging ihnen das Lachen
schnell. Immerhin erhielten sie aber mit Anila eine weitere Zellengenossin. Ihre
Vergehen: tagsüber schlafen und sprechen ohne Mikrofon. Im Gegensatz zu den
anderen Häftlingen kam Anila aber von Beginn an nicht mit ihrem Aufenthalt im
Gefängnis zurecht und äußerte mehrfach, wie traurig sie die Bestrafung mache.
Nach einer Woche war die Strafe aber schließlich abgesessen und die
wiedererlangte Freiheit konnte direkt mit einer Party gefeiert werden.
 
Keine Gnade für Regelbrecher. In Albanien errichtete Big Brother eine
Gefängniszelle zur Bestrafung
(Quelle: bigbrother.top-channel.tv)
In Spanien läuft derweil die dreizehnte Staffel, die aber aus Aberglaube Gran Hermano 12+1 lautet. Für die spanische Ausgabe typisch ist, dass Big Brother das
Nominierungsverfahren etwas unvorhersehbarer macht. Auch in dieser Staffel
finden sich solche Aktionen. In einer Liveshow erhielten die Bewohner
beispielsweise Besuch von Familie und Freunden, die dann auch die Aufgabe des
Nominierens übernommen haben. In der letzten Liveshow gab es dann erneut Besuch
in Form drei ehemaliger Gewinner: Pedro aus Staffel 4, Pepe aus Staffel 7 und
Fael aus der brasilianischen zwölften Staffel. Auch sie halfen Big Brother
dabei, einen Überraschungsfaktor in die Nominierung zu werfen. Die Bewohner
mussten sich für je einen Gast entscheiden und je nach ihrer Wahl hatten sie
entsprechend der Staffel des jeweiligen Gewinners 4 (bei Pedro), 7 (bei Pepe)
oder gar 12 Nominierungsstimmen (bei Fael), die auf jeweils zwei Bewohner
aufgeteilt werden mussten. Durch diese Aktion erhielten die Stimmen natürlich
unterschiedlich starkes Gewicht. So war Cristian mit 22 Stimmen Spitzenreiter
der Nominierung, wurde aber nur drei Mal genannt. Ariadna, die hingegen von vier
Bewohnern genannt wurde, blieb mit lediglich zehn Stimmen von der Auszugsliste
verschont.
 
Fael waren nicht alle spanischen Bewohner unbekannt. Noemi durfte bereits zuvor
schon das brasilianische Haus besuchen,
flirtete dort mit dem späteren Gewinner
(links) und traf ihn dann später im spanischen Haus wieder (rechts).
(Quelle: telecinco.es/granhermano)
Mit dieser Liebesgeschichte wollen wir unsere kleine BB-Weltreise für diesen
Monat beenden. Eine neue Ausgabe von Big Brother’s Big World erscheint
voraussichtlich am 5. Mai.
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22. MÄRZ '12 :: BBBW SPEZIAL: DAS LEBEN VON JADE GOODY
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geschrieben von stean
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Am 22. März 2009 starb die britische Big Brother-Bewohnerin Jade Goody an den Folgen ihrer Krebserkrankung. An ihrem dritten Todestag wollen wir einen Blick zurückwerfen - auf das Leben von einem der größten Stars und eine der bewegendsten und kontroversesten Geschichten, die Big Brother je gesehen hat.

Jade Goodys Big Brother-Karriere startete im Mai 2002, als im Vereinigten Königreich die dritte Staffel von Big Brother an den Start ging und Jade zusammen mit elf Mitbewohnern in das neue Haus einzog. Die englische Presse war jedoch kein Fan von ihr, stürzte sich in den Blättern mehrfach auf sie und machte sich über ihr fehlendes Allgemeinwissen lustig. So dachte Jade, dass Rio de Janeiro eine Person sei und dass Ostanglien irgendein fremdes Land sei. Auch ihr unverblümtes und oft etwas unverschämtes Verhalten, wie beispielsweise an dem Abend als sie zu viel getrunken hat und sich daraufhin komplett auszog, waren ständiges Thema der Presse. Doch ähnlich wie wir Zlatko gefeiert haben, wurde auch Jade von den Zuschauern geliebt. Das erkannten auch die Zeitschriften, die im Laufe der Staffel auch Fans von Jade wurden.
Doch auch wenn nahezu das ganze Land Jade Goody feierte, schaffte sie es beim Finale nur auf den vierten Platz. Ein neuer Stern war aber dennoch geboren. Jade nutzte ihre Beliebtheit, um in den kommenden Jahren Fitness DVDs, eine Autobiographie und ihr eigenes Parfum zu veröffentlichen. Darüber hinaus war sie ein gern gesehener Talkgast in zahlreichen Promimagazien und TV- Shows, erhielt mit Just Jade, Jade’s P.A. oder auch Jade’s Shape Challenge eigene Reality-Shows. Auch wenn sie ihre Staffel nicht gewinnen konnte, wurde sie so trotzdem zu dem bisher erfolgreichsten Big Brother-Bewohner des Vereinigten Königreichs.
2004 kehrte Jade zum ersten Mal wieder zu Big Brother zurück. Kurz vor Weihnachten plante Channel 4 einen Ableger namens Big Brother Panto, bei dem ehemalige Bewohner mit zwei Unterbrechungen zu Weihnachten und Neujahr zurückkehrten, um Cinderella als Gebärdenspiel einzuüben und letzten Endes auch aufzuführen. Nominierungen und Herauswahlen gab es keine, die Zuschauer konnten lediglich bestimmen, ob Jade oder Mitbewerberin Anouska die Hauptrolle der Cinderella bekommen sollte. Mit über 80% entschieden die Zuschauer damals, dass Jade die Hauprolle übernehmen sollte, und zeigten somit erneut, wie sehr sie ihre Jade liebten.
Auch 2007 war die Begeisterung für Jade ungebrochen, so dass Big Brother sie erneut zurückgebeten hat, um bei Celebrity Big Brother teilzunehmen. Dieses Angebot nahm sie natürlich an und zog zwei Tage nach dem Start zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Freund ins Haus, wo sie und drei weitere Promis als Teil eines Twists direkt die Herren und Damen des Hauses wurden, während die übrigen Bewohner zu Bediensteten wohnten und in ein weniger luxeriöses Haus ziehen mussten. Diese Aktion sorgte für einige Spannungen im Haus, wollten die meisten Promis nicht das Dienstpersonal von Jade und ihrer Familie spielen.
Doch die meisten Konflikte gab es am Ende nicht zwischen Dienstherren und Bedienstete, sondern zwischen Jade’s Familie und Bollywood-Star Shilpa Shetty, die zusammen mit Jade im richtigen Haus wohnen durfte. Der Zoff begann zunächst damit, dass Jades Mutter Jackie ihre Mitbewohnern Shilpa meist nur mit Prinzessin oder die Inderin ansprach, da ihr laut eigener Aussage die Aussprache von Shilpa schwer fiel. Nachdem Jackie als erste das Haus verlassen musste, ließ schließlch Jades Freund Jack seine Wut an Shilpa aus und beschimpfte sie heftig Auch Jade lästerte zusammen mit ihren Mitbewohnerinnen Jo und Danielle immer öfter über ihre indische Mitbewohnerin. Unter den abwertenden Äußerungen waren unter anderem Spitznamen wie “'Shilpa Fuckawalla” oder “Shila Poppadom”, aber auch Anmerkungen, dass sie kein von Shilpa gekochtes Gericht essen möchte, da ja keiner wissen könne, wo Shilpa ihre Hände überall hatte.
Dieses Verhalten schlug hohe Wellen im Vereinigten Königreich. Binnen weniger Tage erhielt die britische Aufsichtsbehörde über 40.000 Beschwerden wegen Rassismus und Mobbing. Darüber hinaus verurteilten nicht nur die britischen Medien die Kommentare von Jade aufs schärfste. Auf der ganzen Welt, hier in Deutschland beispielsweise in den RTL II News, wurde über die rassistischen Vorfälle berichtet. In Indien führte die Berichterstattung zu zahlrechen Protesten, so dass sich auch hochrangige Politiker zu den Vorfällen äußern mussten.
Im Haus bekamen die Bewohner von all dem jedoch nichts mit. Channel 4 entschied sich nämlich, die Staffel nicht vorzeitig zu beenden und auch die Bewohner nicht von den Vorfällen außerhalb des Hauses zu erzählen. Doch Jades Stern war gesunken, die Wut des Volkes so hoch, dass klar war, dass Jade bei ihrer nächsten Nominierung das Haus verlassen muss. Auch Channel 4 erkannte das und entschied an jenem Abend, als sie ausgerechnet auch noch gegen Shilpa auf der Liste stand, komplett auf Fans vor dem Haus zu verzichten. Dies hatte auch einen guten Grund. Zu diesem Zeitpunkt hat es sich im UK eingebürgert, dass die Fans vor den Toren des Hauses die herausgewählten Bewohner erst einmal mit einem Buh- und Pfeiffkonzert begrüßen, ganz egal, wie gerechtfertigt diese Rufe sind. Es ist nur schwer vorstellbar, was passiert wäre, wenn eine wütende Menge Fans Jade begrüßt hätten. Während die Bewohner sich über die ausbleibende Geräuschkulisse wunderten, wurde Jade im Sprechzimmer bereits auf das vorbereitet, was sie nach ihrem Auszug erwarten würde.
Nachdem Jade mit 82% aus dem Haus gewählt worden ist, wurde sie schießlich mit den Vorwürfen konfrontiert und musste sich harten Interviews der Moderatoren stellen. Direkt bei ihrem Auszugsinterview, als Jade entsprechende Szenen vorgespielt bekam, erklärte sie, dass sie von sich selbst angewidert sei und nicht rassistisch wirken wollte. Weitere Entschuldigungen und Erklärungen folgten in den kommenden Tagen und Wochen, auch Shilpa, die die Promi-Staffel am Ende gewann, verzieh Jade und erklärte, dass sie Jade nicht für rassistisch halte. Doch Jades Karriere schien beendet. Die Berichterstattung setzte ihr schwer bei, so dass sie sich in Therapie begab und schließlich komplett zurückzog.
Auch Channel 4 hatte mit den Folgen dieses Skandals zu kämpfen. Ofcom urteilte, dass Channel 4 den Vorfall nicht angemessen gehandhabt hat und die Art und Weise, wie der Vorfall ausgestrahlt wurde, auch von den Zuschauern als anstößig betracht wurde. So hätte Channel 4 stärker herausstellen müssen, dass Jades Handlungen nicht korrekt waren. Channel 4 reagierte auf die Vorfälle und ersetzte die für 2008 geplante Staffel von Celebrity Big Brother durch den Ableger Celebrity Hijack, bei dem täglich wechselnde Promis keine geringere Rolle als die von Big Brother selbst einnahmen und den normalen Bewohnern die Aufgaben stellten. Darüber hinaus überarbeitete man zusammen mit Endemol das Regelwerk. Dieses verbot künftigen Bewohnern nun generell jede Handlung, die Zuschauer als anstößig empfinden könnten und verzichtete auf allzu kontroverse Aktionen seitens Big Brother, die für zu viel Spannung unter den Bewohnern sorgen könnten. Für viele britische Fans setzte damit das Sterben des großen Bruders ein, der nunmehr wie ein zahnloser Tiger auftrat, keine Grenzen mehr austestete und Konflikte meist selbst durch Zureden im Sprechzimmer entschärfte, um schlimmeres zu verhindern.
Doch zurück zu Jade. 2008 kehrte sie wieder in die Öffentlichkeit zurück als sie erneut ein Angebot von Big Brother erhielt. Dieses Mal war es jedoch die indische Variante namens Bigg Boss, die sie als Bewohnerin dabei haben wollte. Obwohl sie krank war und mehrfach ärztlich untersucht wurde, ließ sie sich auf das Angebot ein, zumal bei sämtlichen Untersuchungen keine Krankheiten festgestellt wurden. Darüber hinaus war der Einzug bei Big Brother in Indien für sie auch eine Chance, mit der Vergangenheit abzuschließen und Indien eine bessere Seite von ihr zu zeigen. Beim Einzug traf sie auch direkt wieder auf Shilpa, die für diese Staffel als Moderatorin verpflichtet wurde, und erklärte, dass sie nicht stolz auf das ist, was bei Celebrity Big Bother passiert ist. Auch Shilpa bekräftigte, dass sie Jade verziehen hat und schickte sie ins indische Haus.
Dort blieb sie jedoch nicht lange. Bereits am zweiten Tag ereilte sie im Sprechzimmer ein Anruf aus England - mit schlechten Neuigkeiten. Bei einem der Tests vor ihrem Abflug wurde eine Krebserkrankung des Gebärmutterhalses festgestellt. Dieser zwang sie, das indische Haus wieder zu verlassen und für weitere Tests nach England zurück zu reisen. Zurück in Vereinigten Königreich blieb sie weiter in den Medien, veröffentlichte eine weitere Autobiographie mit dem Titel “Jade: Catch A Falling Star”, spielte in einer Pantomime Schneewittchen und trat erneut in Realityshows auf. Zwischen den Auftritten musste sie auch einige Operationen und Chemotherapien über sich ergehen lassen, doch die halfen nicht dabei, den Krebs zu besiegen. Stattdessen konnte er sich bis Anfang 2009 sogar noch auf die Leber, den Darm und die gesamte Leistenregion ausbreiten und Jade musste der Gewissheit ins Auge blicken, dass sie wohl nur noch wenige Monate zu leben hatte.
Jade, von dieser Nachricht tief erschüttert, entschied sich dafür, die letzten Wochen ihres Lebens damit zu verbringen, für ihre zwei Söhne vorzusorgen. In dieser Zeit heirate sie ihren Freund, ließ sie sich und ihre Söhne noch taufen und verkaufte diese und andere Geschichten von ihrem Totenbett an die Presse, um so Geld für ihre Kinder zu bekommen. Nur die letzten Tage, als klar war, dass Jade nur noch wenige Tage zu leben hatte, zog sie sich aus den Medien zurück und verstarb am frühen Morgen des 22. März 2009. Auch ihr Tot fand in den Medien statt. So übertrug der britische Nachrichtensender Sky News ihre Beerdigung, bei der sie mit ihrem Hochzeitskleid und Fotos ihrer Kinder in einem weißen Sarg lag und durch die Menschenmengen auf den Straßen von Buckhurst Hill gefahren wurde.

Mit ihrem Kampf gegen den Krebs hat Jade Goody, auch wenn sie für das mediale Ausschlachten der letzten Tage ihres Lebens, ein letztes Mal das britische Volk begeistern können, so dass ihr auch der Rassismusskandal verziehen werden konnte. Darüber hinaus erreichte sie mit ihrer Krebserkrankung und der Berichterstattung darüber, dass das Gesundheitsministerium die Regelungen bei Gebärmutterkrebs überprüft hat, um auch unter 25-jährigen Frauen eine Untersuchung zu ermöglichen. Bisher sind diese Regelungen jedoch nicht überarbeitet worden.
Quelle Fotos: Channel4/endemol, The Sun, Channel4, Channel4/AFP, Color/Viacom18, AP |
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