Die Handtuchwerfer der letzten Jahre

Wenn am 14. Januar zehn neue Promis in den australischen Dschungel ziehen, müssen sie sich wie ihre Vorgänger auf knifflige Schatzsuchen begeben und den Gefahren der Dschungelprüfungen trotzen. Dabei sind sie wie gewohnt auf sich selbst gestellt und nur ein magischer Satz kann sie von den Strapazen im Dschungel befreien:Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!”. Mit diesen berühmten Worten können aber nicht nur die Dschungelprüfungen vorzeitig beendet werden, sondern auch der gesamte Campaufenthalt. BBfun.de zeigt euch nochmals auf, wer in den vergangenen vier Staffeln diese Notbremse gezogen hat.
Keine zwei Tage nachdem die ersten deutschen Promis in das Camp gezogen sind, hatte bereits der erste Promi sein Dschungelabenteuer beendet und damit einen Negativrekord aufgestellt. Die Rede ist von Dustin Semmelrogge, Schauspieler und Sohn von Martin Semmelrogge. Zu wenig Action und dafür umso mehr Langeweile veranlassten ihn, die befreienden Worte in die tropischen Wälder zu rufen. Sein Negativrekord hielt übrigens nur ein Jahr, ehe der Titel für den kürzesten Campaufenthalt an Elaine Lordon aus dem englischen Dschungelcamp ging, die aus gesundheitlichen Gründen direkt am ersten Tag wieder abreisen musste.
In Staffel 2 wussten die neuen Promicamper bereits, was auf sie zukommen würde und trotzdem hielt es einer der Promis nicht wesentlich länger aus als Dustin Semmelrogge. Pornosternchen Dolly Buster konnte sich zwar gut mit den einheimischen Tieren anfreunden, war aber nicht auf die aus Deutschland importierte Giftschlange Désirée Nick vorbereitet und lieferte sich mit ihr ein Zickenduell, das noch bis heute seinesgleichen sucht. Nach rund 36 Stunden wurde Dolly dieser Streit bereits zu viel und sie flüchtete aus dem Camp. Doch sie sollte sich nicht als einzige freiwillig vom australischen Dschungel verabschieden. 11 Tage nach Staffelbeginn waren auch für Harry Wijnvoord die Strapazen des Dschungels zu hart und der (P)Reis nicht heiß genug. Nach seiner Teilnahme beklagte er aber nicht nur, dass er die Menschenrechte verletzt sieht, sondern auch die Hygiene seiner Mitbewohner.
Lisa Bund warf in der dritten Staffel des Dschungelcamps als erstes das Handtuch. Die Drittplatzierte aus der vierten DSDS-Staffel hat dies im Gegensatz zu ihren Vorgängern allerdings nicht freiwillig getan. Nach acht Tagen im Camp brach die Sängerin unter stärker gewordenen Magenkrämpfen zusammen. Die Ärzte diagnostizierten eine Magenschleimhautentzündung und legten ihr den Ausstieg nahe. Auch DJ Tomekk wurde nicht ganz freiwillig aus dem Camp genommen. Die BILD-Zeitung veröffentlichte ein Video, das den Hip-Hop-DJ mit Hitlergruß zeigt. Entstanden ist das Video nur wenige Stunden vor dem Einzug ins Camp. Das war selbst RTL zu viel und nahm den in Berlin lebenden Polen nach 12 Tagen vorzeitig aus der Sendung. Zurück in Deutschland entschuldigte sich DJ Tomekk für das Video und erklärte, dass alles nur ein dummer Witz gewesen sei.
Neben dem ersten Rauswurf bot Staffel 3 noch eine weitere Premiere. Mit Julia Biedermann rief erstmals einer der Promis den berühmten Satz, um eine Dschungelprüfung abzubrechen, ehe sie richtig begonnen hatte. Julias Prüfung war mit dem Kakerlakensarg ein richtiger Klassiker, doch die Enge des Sargs und der Anblick der Kakerlaken waren zu viel für die Schauspielerin.

Staffel vier lief wieder etwas geordneter ab und bot weder Rauswürfe, noch abgebrochene Dschungelprüfungen. Doch auf einen freiwilligen Auszug mussten wir auch dieses Mal nicht verzichten. Nur 48 Stunden vor dem Finale ließ Giulia Siegel die befreienden Worte über ihre Lippen gehen. Als Grund gab sie ihre Rückenschmerzen an, die sie nicht mehr aushielt. Zudem fühlte sie sich ungerecht behandelt. Nachdem sie nun keinen Zickenkrieg mehr gegen Dschungelkönigin Ingrid van Bergen führen konnte, suchte sich die DJane einen Gegner in Nadja Abd el Farrag, ihres Zeichens Dschungelbewohnerin der zweiten Generation, um sich fortan mit dieser in diversen Boulevardmagazinen zu duellieren.
Auch die fünfte Staffel kam nicht ohne einen freiwilligen Auszug aus. Nach zwölf Tagen, zahlreichen Dschungelprüfungen, Anfeindungen und hitzigen Wortgefechten mit dem Rest des Camps entschloss sich Sarah “Dingens” Knappig dazu, die magischen Worte “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” zu rufen, um dem Trubel im Camp zu entfliehen. Kurzzeitig sah es sogar so aus, als ganze fünf Bewohner das Camp freiwillig verlassen wollten. Nachdem Sarah behauptete, Jay hätte ihr vor dem Start vorgeschlagen, eine Liebesgeschichte zu inszenieren, war für Jay, Mathieu, Thomas, Katy und Indira das Fass voll. Entrüstet stürmten sie in das Dschungeltelefon, um RTL vor die Wahl zu stellen: entweder Sarah oder sie.

Doch RTL musste keine Entscheidung treffen, denn wie bereits erwähnt, hatte Sarah selbst Konsequenzen gezogen und das Camp nach zwölf Tagen verlassen. Somit konnte sie so auch nicht zur Dschungelkönigin gewählt werden, aber eine Krone hatte sie ohnehin schon sicher: nämlich die der Königin der Handtuchwerfer. Bei der Prüfung “Raus aus den Mulden” weigerte sich Sarah direkt zu Beginn, überhaupt zur Prüfung anzutreten und hat sich im Gegensatz zu Julia Biedermann aus Staffel 3 noch nicht mal in die Nähe des Schiffwracks gebracht, aus dessen Mulden sie die begehrten Sterne greifen sollte. Einige Tage zuvor hat sie bei “Ab durch die Wand” nach nur wenigen Minuten die Prüfung beendet und ließ verlauten “My air was away“. Das war aber auch die schwerste Dschungelprüfung aller Zeiten – auch derer, die noch kommen werden.

Natürlich sind wir alle auch schon gespannt darauf, wer in dieser Staffel die Notbremse zieht und mit den Worten “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” nicht nur den Dschungel, sondern auch unsere Mattscheiben wieder verlassen muss.