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Alex’ Schwärmerei für Orhan ist seit Tagen kein Geheimnis mehr. Oder doch? Während das ganze Big Brother Haus darüber spricht, ist dem Objekt der Begierde – Orhan – diese Tatsache völlig fremd.
Abhilfe muss schleunigst her. Gut, dass auf Big Brother immer Verlass ist.
Gestern Abend durften sich die zwei Bewohner, abgeschieden von den restlichen WGlern, etwas besser kennen lernen.
Als Alex und Orhan den dafür vorgesehenen Raum betreten, können sie ihren Augen kaum glauben. Ein Traum aus Tausendundeiner Nacht wartet auf die Bewohner: Eine Sitzecke, mit vielen bunten Kissen, ein runder Kaffeetisch, türkischer Tee, türkisches Gebäck und sogar eine Schischa stehen den beiden zur Verfügung.
Überglücklich schreit Orhan: „Cool, ich bleib für immer hier! Danke Big Brother!“
Und auch die Aschaffenburgerin ist von dem Anblick überwältigt. Kein Wunder, die 21-Jährige liebt alles Orientalische, sei es die Musik, die Kultur, die Länder oder die Menschen.
Ein Brief klärt die beiden auf, was ihre Aufgabe überhaupt ist. Big Brother gibt Orhan und Alex zwei Stunden Zeit um so viel wie möglich über den jeweils Anderen zu erfahren. Welche Zukunftspläne er hat? Was sind seine Hoffnungen, Ängste, Wünsche? Wo sieht er sich in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren?
All dies soll später den restlichen Bewohnern präsentiert werden.
Natürlich wird Orhan über Alex’ Zukunftsvorstellungen sprechen, und Alex über seine. Außerdem soll der Hobbyrapper so viel wie möglich von der türkischen Lebensweise erzählen.
Seine Partnerin ist begeistert.
Als aller erstes machen die beiden WGler die Schischa an. Sowohl der Hamburger als auch die Aschaffenburgerin sind leidenschaftliche Schischa-Raucher. Gekonnt bereitet Orhan die Wasserpfeife vor und bietet ganz gentlemanlike Alex den ersten Zug.
Der türkische Tee wird auch von dem 20-Jährigen vorbereitet. Alex lässt sich bedienen. Orhan plaudert drauf los: „Bei uns ist es üblich, wenn Gäste kommen, direkt Tee anzubieten. Aus Höflichkeit trinkt man immer mindestens ein Glas. Im Grunde wird Tee immer getrunken. Und dazu kommt natürlich „Baklava“ (türkisches Gebäck)!“
Die gelernte Verkäuferin kennt diese köstliche Süßspeise. Und überhaupt ist der blonden Bewohnerin die türkische Kultur nicht fremd. Ihre besten Freunde sind Südländer. Klar, dass sie sogar einige türkische Sätze kann. Ein „Merhaba, naslsan?“, was: „Hallo, wie geht es dir?“ bedeutet, kriegt Alex fehlerfrei hin. Orhan ist begeistert.
In solch einer gemütlichen Atmosphäre dauert es nicht lange, bis das Gespräch sehr tiefgründig wird.
„Also für mich ist meine Familie sehr wichtig! Und meine zukünftige Frau sollte liebevoll und treu sein. Und sie muss mit meiner Familie auskommen!“, plaudert Orhan drauf los.
Alex lauscht hochkonzentriert: „Und weiter? Was willst du noch vom Leben?“
„Ja, also beruflich würde ich gerne ein erfolgreicher Rapper werden, klar. Aber wenn das nicht hinhaut, dann vielleicht Veranstalter von türkischen Partys! Und wenn das auch nicht hinhaut, dann eben ein Restaurantbesitzer oder Gemüsehändler!“, witzelt der 20-Jährige.
„Und wie sieht es mit Kindern aus?“, fragt seine Zuhörerin weiter.
„Oh ja, Kinder möchte ich haben. Und wenn ich einen Sohne bekomme, dann wird er Mehmet-Ali heißen!“, steht für den jungen Hamburger jetzt schon fest.
Nun ist die Blondine dran. Orhan erfährt, dass Alex’ größter Wunsch ein Lottogewinn wäre. Da dies aber nicht gerade wahrscheinlich ist, möchte die 21-Jährige einen reichen Mann heiraten, drei Kinder haben und sich liebevoll um ihre Familie kümmern. Und ihr Sohn soll möglichst ein Profi Fußballspieler werden. Natürlich sind all ihre Sätze von einem Lachen begleitet, so dass vieles nicht wirklich ernst gemeint ist. Was Alex aber sicherlich ernst meint, ist ihr Wunsch nach einem liebevollen Partner. Ob Orhan diesen Wink mit dem Zaunpfahl mitgekriegt hat?
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Quelle: Pressetext

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