Wild Island 2015
Wild-Island-Kandidaten-ProSieben-Schlange

© ProSieben

Wild Island: Kein Fest fĂŒr den Tierschutz – Laien töten Tiere

Wild Island ist die neue Realtity-Show von ProSieben. Bereits vor dem Start laufen TierschĂŒtzer Sturm. Die Sendung hat es sogar schon zu einem eigenen Hashtag auf twitter gebracht. Was wird ProSieben vorgerworfen?

Wild Island: Schon im Vorfeld sorgt das Reality-Format fĂŒr Ärger

Am Sonntag, 08.11.15 beginnt das neue Realtity Format „Wild Island“, dabei schickt ProSieben Kandidaten zum Überlebenskampf in den Urwald und erntet dafĂŒr schon den ersten Shitstorm auf twitter und auch Facebook, zudem laufen TierschĂŒtzer Sturm.

Der deutsche Tierschutz Ă€ußert sich klar zu Wild Island

„Dass Laien dazu befugt sein sollen, Vögel, Fische, Schweine und sogar Reptilien zu schlachten, ist aus Tierschutzsicht völlig inakzeptabel“, kritisierte der Deutsche Tierschutzbund kurz vor Ausstrahlungsbeginn des neuen Formats in Bonn. Es wurde bemerkt und auch angekreidet, dass fĂŒr die Quoten immer skandalösere Situationen und obendrein noch drastischere Bilder benötigt werden.

Protest und Shitstorm auf twitter

Unter dem Hashtag #StopWildIsland laufen die Gegner Sturm und lassen ihrer Wut ĂŒber das Format freien Lauf. Hier ein Beispiel und die Antwort von ProSieben:

Welche VorwĂŒrfe werden ProSieben und somit Wild Island gemacht?

Neben dem Vorwurf, dass es unnötig sei, auf einer Insel nur fĂŒr eine Show Schweine, Katamarane und andere Tierarten zu töten kommt hinzu, dass es Laien sind, die sich dort von Tieren ernĂ€hren. ProSieben Sendersprecher Christoph Körfer entgegnet: „Alle Abenteurer wurden in einem Survivaltraining unterrichtet, wie man Tiere artgerecht tötet“ und weiter „Im Cast ist mit Gregor ein JĂ€ger, der auf einem Bauernhof lebt und seit Jahren Erfahrungen mit dem Leben und Töten von Tieren hat.“

Ein blutiger Trailer soll Lust auf die Show machen

FĂŒr weiteren Unmut der Leute fĂŒhrt ein blutiger Trailer. Es wird laut gekreischt, geweint, geblutet. Und es gibt Tiere zu sehen, wilde Tiere. „24 essbare Arten … du bist eine davon“, liest man auf Internetseite der Show des Senders ProSieben, daneben schwimmt ein Alligator lauernd im Wasser. „Sie kĂ€mpfen nicht um Geld und Ruhm. Sie kĂ€mpfen ums pure Überleben!“, spricht die Stimme im Trailer weiter.

Der Mediensoziologe Rainer Winter erklĂ€rt: „Das Fernsehen ist heute nicht mehr nur Unterhaltung“, sagt der Forscher, „der Zuschauer will auch etwas lernen.“ Nun darf man sich fragen, wie wichtig es fĂŒr die deutschen Zuschauer ist zu wissen, wie man Reptilien aufspiest.

Hier gehts zum Trailer.

Der Shitstorm ist gut fĂŒr die Quoten

Dass die MedienprĂ€senz durch die Kritik des Tierschutzes ProSieben in die Karten spielt, darf man getrost behaupten. Die Vergangenheit zeigte, dass es die Neugierde der Leute steigert. Davon ausgehend dĂŒrfte die Show zum Erfolg werden – oder gibt es doch genug Menschen, die sich eine andere Abendunterhaltung vorstellen?

Weitere Meinungen zum Format

Monika will wissen:
Was haltet ihr von dieser Show? Werdet ihr sie euch ansehen?
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