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Tatort: Til Schweiger ermittelt in „Kopfgeld“

Til Schweiger erzielte mit seinem ersten Tatort-Einsatz im vergangenen Jahr einen phantastischen Erfolg - zumindest wenn man es an den Quoten messen möchte. Ein typischer Tatort wird es wohl wieder nicht werden, der "Hollywood"-Til ist bekannt für actionreiche Einlagen. Wird es diesmal ähnlich sein?

Tatort: Til Schweiger

© NDR/Marion von der Mehden

Am Sonntag ist es wieder soweit. Til Schweiger verwandelt den Tatort in einen Actionkrimi. Manche werden es lieben, manche sind davon gar nicht begeistert. Fakt ist, sein erster Tatort war ein großer Erfolg. Schweiger lockte mit seinem ersten Fall vor sechs Wochen 12,57 Millionen Menschen vor die Bildschirme.

Tatort: Til Schweiger in seinem zweiten Fall „Kopfgeld“

Die erste Bildeinspielung zeigt gleich mal Til Schweigers nacktes Hinterteil. Er ist gerade mit der Staatsanwältin „beschäftigt“. Nur nebenbei für diejenigen, die es verpassen – kurz vor Ende kommt man noch einmal in den Genuss seines Hinterteils.

Der Erfolg des ersten Tatorts hat Til Schweiger Selbstvertrauen gegeben. Er weiß, dass er dieses Genre ordentlich aufmischen kann und das tut er und zwar ausgiebig.

Es gibt natürlich auch eine Handlung zwischen den beiden Szenen mit dem nackten Hintern, dort gibt es auf „Tschiller“ (Til Schweiger) einen Bombenanschlag, viele tote Clanmitglieder und eine wirklich sehr übel zugerichtete Staatsanwältin. Dazu ist Tschiller mal wieder ein Rabenvater, einer, der seiner Tochter versprochen hat, sich um sie zu kümmern, einer, der aber aus den verschiedensten Gründen nie dazu kommt. Man kennt das aus Schweigers anderen Filmen, es ist eines seiner Grundmotive.

Der Bombenanschlag

Auf Tschiller ist ein Kopfgeld ausgesetzt und schon entdeckt er in seinem Auto eine Bombe unter dem Fahrersitz. In aller Seelenruhe fotografiert er sie und sendet das Bild seinem Kollegen Yalcin Gümer. Der analysiert den Sprengstoff, das hilft Til Schweiger aber nicht viel – er muss sofort raus aus dem Auto. Wie man erwartet, löst er die Situation actionreich und zerschiesst die Gurte, kullert sich aus dem Auto und bums, schon geht die Bombe hoch.

Es ist ein Actionfilm und erinnert kein bisschen an den klassischen Tatort. Wer das mag, der muss zugeben, dass dem Autor Christoph Darnstädt und dem Regisseur Christian Alvart ein wirklich guter Film gelungen ist. Wie gesagt, man muss Action und Til Schweiger mögen.

Zitat dwdl: „Keine Sekunde riecht das nach klassischem „Tatort“, eher nach amerikanischem Abrechnungskino der Marke „96 Hours“. Weil die von ihm beglückte Staatsanwältin übel zugerichtet wird, weil ein Maulwurf immer wieder alles verrät, weil er eine Bombe unter dem Hintern hatte und weil die Kinder dieser Welt vor den Bösen dieser Welt geschützt werden müssen, zieht Tschiller mit einer Monsterpackung Motivation in die Schlacht. Damit das auch zu sehen ist, trägt er dabei durchweg dieses Charles-Bronson-Ein-Mann-sieht-rot-Gesicht. Es signalisiert, dass dieser Mann das Gesetz nicht selbst in die Hand nimmt, er ist das Gesetz.“

Fazit

Es wird also viel Krachbumm und jede Menge Rummsbums geben, einfache Antworten auf schwierige Fragen. Unterhaltungs“kino“ eben. Wer einen tiefgründigen Krimi sucht ist hier falsch, das weiß man aber, wenn man einen Tatort mit Til Schweiger ansieht. Demnach ist man vorher gewarnt und sollte seine Erwartungen anpassen.

Viel Spaß mit Tatort, Til Schweiger und „Kopfgeld“. Sonntag, 09. März 2014 – ARD.

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