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„Scream! If you can“: Quoten werden fĂĽr ProSieben zum Debakel

"Scream! if you can" ist ein von ProSieben aus England eingekauftes Format, das zwischen "Blair Witch Project" und dem Dschungelcamp pendelt. Diesen Samstag wurde die Sendung erstmals ausgestrahlt, die Berichterstattung im Vorfeld versprach uns einen "gruseligen" Fernsehabend. Hielt das Format was es versprach?

"Scream! If You Can": QuotenDie Berichterstattung und die Werbung fĂĽr das neue Projekt von ProSieben versprach einiges. Spannung vorneweg, auch gruseln sollten wir uns. Was kam dann dabei heraus?

Als die Waldläufer mit Taschenlampen bewaffnet durch den präparierten Wald stolperten hatte man wirklich Angst – Angst, die Kandidaten wĂĽrden in der „Gruselshow“ anfangen zu lachen. Eine Szene war fĂĽr dieses unterdrĂĽckte Lachen sinnbildlich: Sie saĂźen in einem alten Auto und ein mit Keulen bewaffneter Transvestit tauchte aus dem Dunkeln auf, zerschlug die Scheiben – gleichzeitig klingelte im Kofferraum ein Handy…

Die Show wurde groĂź angekĂĽndigt und die Beschreibung machte in der Tat neugierig. Sogar Kritik und Einspruch waren im Vorfeld zu lesen. Eine Petition gegen den Einsatz von Hunden war ebenfalls schon im Umlauf. Allerdings schienen die Hunde, fĂĽr die in der Petition gekämpft wurde, ihren SpaĂź an der Show zu haben. Sie rannten den langen Weg und sollten den Eindruck vermitteln, dass eine blutrĂĽnstige Meute die Kandidaten jagt. Die tatsächliche Wirkung: Sie bellten aus Vorfreude und rannten los – ein größeres Interesse an den Kandidaten war nicht zu spĂĽren.

„Scream! If You Can“: Quoten

Das wirkliche Desaster fĂĽr ProSieben war jedoch – die Zuschauer interessierten sich kaum fĂĽr die Show. Quotenmeter schrieb: „Im Schnitt sahen nur 1,33 Millionen Menschen zur besten Sendezeit zu, was bereits beim Gesamtpublikum mit miesen 4,3 Prozent Marktanteil einherging. Der Privatsender erzielte zuletzt im Schnitt meist rund fĂĽnfeinhalb Prozent aller Fernsehenden ab drei Jahren. Kaum höheres Interesse zeigten jedoch die besonders wichtigen werberelevanten Konsumenten, hier kamen völlig enttäuschende 9,1 Prozent bei einer Reichweite von 0,95 Millionen zustande.“

Enden wir mit einer Einschätzung der Sendung von Quotenmeter.de-Redakteur Manuel Nunez Sanchez: „Die Sendung ist schlicht und einfach schlecht gemachtes Fernsehen, das langweilt und den Beobachter fassungslos zurĂĽcklässt ob des Gedankens, dass es Fersehschaffende gegeben haben muss, die einen derartigen Inhalt fĂĽr Primetime-wĂĽrdig hielten.“ Dem ist nichts hinzuzufĂĽgen.

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