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„Rach tischt auf“: Sternekoch Christian Rach fehlbesetzt?

Christian Rach ist Sternekoch und wechselte von RTL zum ZDF. Die erste Folge seines mit Spannung erwarteten neuen Formats "Rach tischt auf" wurde nun ausgestrahlt. Wie machte sich der beliebte Fernsehkoch inmitten von Publikum, passt das Format zu ihm? Sehen wir uns das mal genauer an...

"Rach tischt auf"

Der Wechsel von Christian Rach zum Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)

„Manchmal ist Neues besser als Verschlimmbessern“, sagte Rach noch im vergangenen Herbst nach Bekanntwerden seines Wechsels von RTL zum ZDF. Auch wollte er „die Handbremse lösen“. Ist ihm das gelungen?

Christian Rach mit seiner neuen Show „Rach tischt auf“

Als Restauranttester oder Ausbilder in seiner „Restaurantschule“ wirkte Rach immer kompetent, sympathisch – alles in allem hatte man das Gefühl: der ist richtig hier, er gehört genau da hin.

Dieses Gefühl fehlte einem beim Fernsehverzehr von „Rach tischt auf“ komplett. Es wirkte alles etwas lasch, irgendwie konnte man den sympathischen Koch nicht so recht mit dieser Show identifizieren. Er war nie der große „Showman“, eher ein stiller, überlegter Beobachter und ein leiser, sanft lenkender „Verbesserer“. Selbst in seiner Restaurantschule wurde er mit schwierigen Charakteren mit seiner ruhigen und trotzdem klaren Art fertig.

Nun sollte er den „Chef-Aufklärer“ spielen. In Hemd und Lederjäckchen und sehr schlecht geschnittenem Applaus hetzte er durchs Studio. Er ist einfach kein Frontmann, kein Entertainer – das sollte das ZDF erkannt haben – hat es aber nicht. Andrea Kiewel und Dirk Steffens wirkten wie bloße Stichwortgeber. Sinnbildlich für die Nebenrolle von „Kiwi“ waren folgende Szenen: Kiewel ging zwischenzeitlich in einem Einspielfilm der Frage nach, was Frankfurter denn eigentlich von Kartoffeln halten. Und je nachdem wie viele Kartoffeln pro Woche verzehrt wurden, vergab Kiwi unterschiedlich viele Kartoffelpunkte.

Rach musste desöfteren erlerntes Fachwissen aufsagen. Beispiel: Der durchschnittliche Deutsche verzehrt 800 Millionen Currywürste. Nicht sein Ding würde man spontan sagen und so war es auch.

Der „alte“ Rach

Der alte, gewohnte und liebgewonnene Christian Rach kam auch zum Vorschein: immer dann, wenn er draußen war, frei und ohne Vorgaben sprechen konnte. Wie das aussehen kann, zeigte sich, als Rach beim Besuch einer norwegischen Lachsfarm begleitet wurde und dem Publikum dadurch spannende Einblicke gewährte. Aber auch sein Ausflug in eine Kaserne geriet äußerst unterhaltsam, weil er den hungrigen und ahnungslosen Soldaten vegetarische Wurst servierte. Es waren erlösende Momente: „Rach ist back“ dachte man sich – man atmete auf.

Geben wir seiner Show „Rach tischt auf“ eine Chance – im Moment kann es nur besser werden. Wir bleiben dran.

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