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„Mamma Mia!“ zieht von Stuttgart nach Berlin

Mehr als 50 Millionen Musicalbesucher haben weltweit "Mamma Mia!" gesehen und es ist noch immer kein Ende in Sicht. Nach Stuttgart zieht das Erfolgsstück im Oktober nach Berlin. Dort feiert die Musicalkomödie große Premiere im Stage Theater des Westens.

Mamma Mia Berlin Donna & the Dynamos40 Jahre ist es her, dass ABBA mit „Waterloo“ den Eurovision Song Contest gewannen, der damals noch Grand Prix d’Eurovision de la Chanson hieß. Doch davon, dass die Songs der schwedischen Band in Vergessenheit geraten sind, ist nicht zu reden – seit 15 Jahren wird weltweit das Musical „Mamma Mia!“ aufgeführt und auch der Hollywood-Film mit Meryl Streep* war ein voller Erfolg. Über 50 Millionen Zuschauer haben das Bühnenspektakel bereits gesehen – und nun kehrt es zurück in die deutsche Hauptstadt.

„Mamma Mia!“: erst Berlin, dann Oberhausen?

Schon von 2007 bis 2009 suchte Sophie auf der Bühne des Stage-Theaters am Potsdamer Platz nach ihrem Vater und lud alle drei in Frage kommenden Ex-Liebhaber ihrer Mutter Donna zu ihrer Hochzeit ein. Während das Stück mit den 22 beliebtesten ABBA-Songs derzeit noch bis Anfang Oktober in Stuttgart zu sehen ist, löst das Jukebox-Musical das Bühnenstück „Gefährten“ im Theater des Westens in Berlin ab. In Stuttgart folgt auf „Mamma Mia!“ die Inszenierung von „Chicago„.

Stage Entertainmaint betonte, die Berliner „Mamma Mia!“-Produktion werde nur eine sehr kurze Spielzeit haben. Wie aus Fan-Kreisen zu hören ist, soll sich das Stücke-Karussell (Produktionen wandern von einem Standort zum nächsten), wie es der Theaterveranstalter seit Jahren erfolgreich umsetzt, danach weiterdrehen. Angedacht sei demnach eine Dernière von „Sister Act“ in Oberhausen im ersten Quartal 2015, um dann beide Stücke 1:1 tauschen zu können.

Mamma Mia Berlin Money, Money, Money Sabine Mayer

Sabine Mayer ist noch bis Anfang Oktober als Donna im Stage Palladium-Theater zu sehen.

Während die Berliner Aufführungen vor mehr als 5 Jahren im Stage-Theater am Potsdamer Platz nur recht wenig Anklang und Begeisterung beim Publikum hervorriefen, soll nun alles anders werden. Das kleinere und atmosphärisch ansprechendere Theater des Westens bietet Platz für eine tolle Inszenierung und eine gute Stimmung im Zuschauerraum. Zu bedenken ist zudem, dass derzeit nur eine „Mamma Mia!“-Produktion auf deutschen Bühnen zu sehen ist. Ein Überangebot, wie noch vor einigen Jahren, als das Stück in Berlin, Hamburg und Essen quasi gleichzeitig lief, gibt es nicht mehr.

15 Jahre lang erfolgreich: „Mamma Mia“ auf internationalen Bühnen

Mamma Mia Berlin Dancing Queen

Spaß und gute Laune auch ohne große Bühnenshow: Rosie, Tanja und Donna (v.l.n.r.) sorgen für so manchen Lacher.

„Mamma Mia!“ ist bereits seit 15 Jahren auf den Bühnen der Welt zu sehen – derzeit in Helsinki, London, New York, Wien und noch einige Monate in Stuttgart. Dort wird, wie auch etwa am Londoner West End und im Wiener Raimundtheater, die Tourneeversion des Stücks gezeigt. Dies bedeutet, dass etwa auf technisch aufwändige Bühnenautomatismen verzichtet wird und die Darsteller auf der Bühne das Set manuell bewegen.

Dem Erfolg schadet dies jedoch nicht. Zwar gibt es eingefleischte Fans, die zu bedenken geben, dass Kostenersparnis und teure Tickets in keinem angemessenen Verhältnis stehen, doch die Besucherzahlen und die Zuschauerresonanzen geben den Machern Recht.

Bleibt zu hoffen, dass „Mamma Mia!“ in Berlin wieder die Zuschauermassen ins Theater des Westens bringt, die es verdient. „Gefährten“ mit Heinz Hönig dürfte nämlich unter den Erwartungen von Stage Entertainment zurückgeblieben sein – die Dernière findet am 28. September statt, bevor „Mamma Mia!“ am 26. Oktober große Premiere feiert.

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