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Crimes of the Century: Der Unabomber – „Ted“ John Kaczynski

Der Regisseur Ridley Scott widmete sich für CNN in einer achtteiligen Reihe den aufsehenerregendsten Kriminalfällen der letzten 50 Jahre. Scott hat schon Filme wie "Gladiator" oder "Alien", "Hannibal“ und "Black Hawk Down“ auf die Kinoleinwände gebracht.

Crimes of the Century: Der Unabomber

Allgemeines zu „Crimes of the Century“

„Crimes of the Century“ ist achtteilig und wird in Doppelfolgen ab Mitte Juli bei VOX ausgestrahlt.

Es werden die acht aufsehenerregendsten und schockierendsten Kriminalfälle der letzten 50 Jahre präsentiert. 

„Die neue Crime-Doku beleuchtet Kriminalfälle von den 1970er Jahren bis heute, die ihren Schrecken nicht verloren haben“ – so berichtet die Reihe unter anderem ĂĽber den erschĂĽtternden Fall der Andrea Yates, die ihre fĂĽnf Kinder in der Badewanne ertränkte, analysiert die dramatischen Attentate auf US-Präsident Ronald Reagan sowie „Beatles“-Idol John Lennon und thematisiert den tragischen Sektenmord in Waco (Texas). Auch die Morde der HeckenschĂĽtzen in Washington, D.C. werden dargestellt, genauso wie die bis heute dubiosen Ereignisse um Amanda Knox, die in der Presse als „Engel mit den Eisaugen“ bekannt wurde – nachdem die Studentin gemeinsam mit ihrem Ex-Freund eine Mitbewohnerin erstochen haben soll.

Crimes of the Century: Der Unabomber

Crimes of the Century: Der Unabomber – Terror aus dem Hinterhalt – Folge 1

Der Mathematiker Theodore „Ted“ John Kaczynski hat zwischen 1978 und 1995 insgesamt 16 Briefbomben verschickt. Dadurch wurden drei Menschen getötet und 23 verletzt. In der Presse wurde er auch als „Unabomber“ – University and airline bomber – bekannt, da er seine Bomben meist an Universitätsprofessoren und Manager von Fluggesellschaften verschickte. Kaczynski wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

„Ted“ John Kaczynski: Kaczynski stammt von polnischen Einwanderern ab und wuchs in Chicago in einfachen Verhältnissen auf. Mit 16 Jahren erhielt er ein Stipendium am Harvard College.

Schon als Kind zeigte sich Ted Kaczynski sehr talentiert und war als extrem schüchtern und reserviert bekannt. Als Kleinkind wurde Kaczynski nach einem allergischen Schock als Folge eines Medikaments für mehrere Wochen in ein Krankenhaus eingeliefert. Angeblich war das ehemals fröhliche Kind nach diesem Krankenhausaufenthalt verändert. Später zog er sich immer mehr zurück und wurde unempfänglich für menschlichen Kontakt.

Freunden und Nachbarn zufolge war die intellektuelle Begabung des Jungen offensichtlich, während seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten groĂźe Mängel aufwiesen. LeRoy Weinberg, ein ehemaliger Nachbar, schildert, wie Kaczynski gruĂźlos durch die Nachbarschaft schlich. „Ted ist ein glänzender Junge, aber absolut ungesellig. Dieses Kind spielte nicht, nein. Er war ein alter Mann vor der Zeit.“

Er übersprang zwei Klassen, absolvierte die High-School 1958 im Alter von 16. 1962 erwarb Kaczynski seinen Bachelor in Mathematik an der Harvard University, jedoch ohne sich besonders hervorzutun. Nach dem Abschluss erwarb er an der University of Michigan den Mastergrad und einen Doktortitel in Mathematik. Sein Intelligenzquotient wird zwischen 155 und 165 geschätzt.

Kaczynski war in seiner Universitätszeit Proband einer von Henry A. Murray geleiteten Persönlichkeitsstudie im Rahmen des vom CIA geleiteten Projektes namens MKULTRA, welches seit den 1950er Jahren systematisch Menschenversuche unter anderem mit LSD durchführte.

VOX zeigt Doppelfolgen von „Crimes of the Century” ab dem 17. Juli 2014 immer donnerstags nach dem Spielfilm im VOX Starkino um 22:30 Uhr.

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