Formel 1

Vettel Interview: „Das Herz und der Bauch gaben den Ausschlag!“

Vor dem Großen Preis von Abu Dhabi, seinem letzten Rennen im Red Bull, gab Sebastian Vettel ein Interview. Er äußerte sich zu der Herausforderung Ferrari, seinen Zielen und auch zu Michael Schumacher...

Vettel - Interview

© RTL / Lukas Gorys

Mit seinem Wechsel zur Scuderia erfüllt sich der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel einen Kindheitstraum. „Letzten Endes haben das Herz und der Bauch den Ausschlag gegeben“, sagte der Heppenheimer in einem RTL- Interview. Sei Ziel sei es, wieder Weltmeister zu werden, so Vettel weiter. Dies sein „eine Mammutaufgabe, aber ich glaube, die Vorzeichen stehen gut. Der Wille ist da.“ Er bedauere es sehr, dass er die Begeisterung über die neue Herausforderung nicht mit dem langjährigen Ferrari-Piloten Michael Schumacher teilen könne. „Ich wünsche mir natürlich auch, dass ich ihm die Nachricht selbst überbringen kann.“

Am Donnerstag hatte Ferrari die Verpflichtung des Deutschen ab der kommenden Saison offiziell bekanntgegeben.

Das Vettel Interview: Die Gründe für seinen Wechsel

„Da gibt es viele Gründe. Es ist keine Entscheidung, die über Nacht gekommen getroffen wurde, sondern es war ein längerer Prozess. Ein gewisser Reiz besteht schon seit der Kindheit – mit der Verbindung mit dem roten Auto von damals, mit dem Michael. Deshalb geht in gewisser Weise ein Kindheitstraum in Erfüllung.“

Wie kam es zu der Entscheidung?

„Es war eine sehr, sehr schwierige Entscheidung, gerade weil mich sehr viel mit Red Bull verbindet. Aber der Reiz nach was Neuem, der Reiz nach Ferrari war in der Hinsicht noch viel größer. Natürlich gibt es Entscheidungen dafür und dagegen, aber letzten Endes haben das Herz und der Bauch den Ausschlag gegeben. Manchmal hat man einfach das Gefühl für Dinge und ich hoffe, dass mein Gefühl mich in dem Sinne nicht trügt.“

Wie groß ist die Herausforderung Ferrari für Sebastian Vettel?

„Die Herausforderung ist riesig. Wenn man die aktuelle Situation der Formel 1 betrachtet, sieht man, dass es ein Team gibt, dass sehr weit vorn ist mit Mercedes. Die einzuholen ist für alle schwierig. Deshalb ist es eine Mammutaufgabe, aber ich glaube, die Vorzeichen stehen gut. Der Wille ist da. Ich glaube, Italien sehnt sich nach einem Titel in der Formel 1.“

Sebastian über das Ziel Weltmeisterschaft im Ferrari

„Man hat natürlich das Ziel, Weltmeister zu werden, sonst gibt es keinen Grund, in der Formel1 zu fahren. Nur mitzufahren, ist nicht mein Antrieb, war nie mein Antrieb und wird’s auch hoffentlich nicht sein. Ich denke, die Aufgabe ist sehr groß. Wir haben gerade versucht, was Tolles zu schaffen, wovon wir hoffen, sehr lange und sehr erfolgreich sein zu können.“

Welche Gedanken hat er in Bezug auf Michael Schumacher…

„Leider, ist es so, dass man die Begeisterung und die Freude nicht mit ihm teilen kann. Aber ich wünsche mir natürlich, das wünschen wir ihm alle, dass es ihm bald wieder besser geht. Ich wünsche mir natürlich auch, dass ich ihm die Nachricht selbst überbringen kann.“

Wie sieht es mit seinen „Italienisch-Kenntnissen aus“?

„Ein paar Worte kenne ich noch von früher aus der Zeit. Man schnappt natürlich auch sehr viel auf. Ich laube, das lernt man relativ schnell. Sprechen ist nicht so einfach, aber ich werde mir Mühe geben.“

Und wie versteht er sich mit Kimi Raikkönen?

„Das ist natürlich ein Pluspunkt, weil er eben sehr neutral ist und ich glaube, in welcher Position man sein wird, gibt’s mit ihm überhaupt gar keine Schwierigkeiten. Er ist sehr fair, sehr offen. Er redet nicht viel, aber er ist sehr direkt. Er spricht das an, was ihn stört. Wenn ihn nichts stört, wird er nichts sagen. Das hilft der Atmosphäre im Team, das man ganz genau weiß, wo man dran ist.“

Formel 1 – Das Training: Samstag, 22. November 2014 – ab 12.30 Uhr – RTL

Formel 1 – Das Qualifying: Samstag, 22. November 2014 – ab 13.30 Uhr – RTL

Gefällt dir der Artikel? Teile ihn in den sozialen Netzwerken!



Mehr zu diesem Thema

Themen dieser Meldung

Deine Meinung zählt!

Kommentare