Sing meinen Song - Das Tauschkonzert

© VOX / Markus Hertrich

Sing meinen Song – Das Tauschkonzert: Eine tolle Staffel, aber…

Ist die Staffel "Sing meinen Song" Gott sei Dank vorbei oder doch eher leider vorbei? So ganz leicht kann man sich nicht festlegen, wir haben es versucht.

Sing meinen Song: „The Boss Hoss“ machten einen tollen Job

Warum steht im Titel „Aber“ werdet ihr euch nun fragen. Das kann ich nicht in zwei Sätzen beantworten. An sich hat mich die Staffel so gefesselt, dass ich „Sing meinen Song..“ das erste Mal in voller Länge angesehen habe. Jeden Dienstag freute ich mich schon auf den Abend, obwohl ich noch nie über über den Zeitraum einer ganzen Staffel durchgehalten habe.

Woran lag es, dass „Sing meinen Song…“ für mich bisher irgendwann unerträglich wurde? Auf die Gefahr hin, nun von euch zerrissen zu werden, ich sags trotzdem: Ich ertrug diesen Xavier Schleimdoo nicht. Ein unsagbarer Schleimer, der mich immer aufregte. Okay, ich mag seine Musik nicht, seine Stimme mag ich auch nicht – seine Songs sind entweder anbiedernd oder einfach nur auf Kommerz gebürstet.

Diesmal waren „The Boss Hoss“ die Gastgeber. Anfangs, also vor der Staffel, fragte ich mich: Sascha Vollmer und Alex Völkel? Wie bringe ich die mit diesem Schulterklopferformat zusammen? Es war mir ein Rätsel. Doch zu meiner Überraschung: Sie machten ihren Job gut, mehr als gut. Okay, die Schulterklopferei war immer noch da – es gab aber einen Unterschied… diesmal nahm man es den Teilnehmern ab. Es war echt.

Das Highlight der Staffel: Michael Patrick Kelly

Paddy Kelly

Foto: VOX / Markus Hertrich

Der Hammer der Show, das Highlight, war ohne Frage Michael Patrick Kelly. Man kennt ihn als Paddy Kelly, doch diesen Namen hat er abgelegt. Dafür verpassten ihm seine „Mitsänger“ einen neuen Spitznamen: „Stadion-Paddy“. Oh ja, diesen Namen hat er sich verdient – ob schnulzige Songs oder auch richtig rockig, er hat sie alle berührt und den Menschen bewiesen: Er ist eine echte Rampensau. Wer hätte das gedacht? Mich hat er wirklich beeindruckt, nicht nur durch seine Bühnenpräsenz, sondern auch durch seine menschlichen Qualtitäten.

Der Hammer war auch Stefanie Kloß… eine sehr symphatische Künstlerin und sie hats drauf. Sie hat sich an Songs rangewagt und trug sie perfekt vor, die ihr eigentlich überhaupt nicht liegen. Stefanie: Great Job! Chapeau!

Zu Lena Meyer-Landrut mag ich nicht viel sagen: Ich mag weder die Person, noch ihre Stimme und schon gar nicht ihre Songs. Deshalb kupfere ich die Beurteilungen der anderen Sänger ab: „Toll!“ Ohne Gewähr.

Moses Pelham: Eine coole Sau!

Moses Pelham: Was für eine coole Sau. Ups! Darf man das sagen? Ich tus einfach und schieb meine Kapuze hoch, schieb mir meine Sonnenbrille auf die Nase und huldige ihm.

Gentlemen ist ein grandioser Künstler. Gut, ich mag Reggae nicht so dolle, doch er ist schon imstande, ordentlich Laune zu machen. Zudem ist er nun „Best Friend“ mit Patrick… wer hätte sich das vor dieser Staffel vorstellen können? Ich nicht.

Marc Foster – ein bescheidenes, symphatisches Musikgenie. Mehr fällt mir zu ihm nicht ein. Die Stimme ist toll und er ist kein „Vordrängler“. Wie schon gesagt: Einfach sympthatisch.

Nun noch das ABER!

Abschließend: Ich wünsche mir sehr eine weitere Staffel, allerdings dachte ich heute: Wer kann diese toppen? Die Staffel war klasse und nun sind wir endlich beim ABER… ABER bitte etwas weniger Schulterklopfen, etwas weniger Selbstbeweihräucherung. Das könnte nicht schaden. Ich freue mich aufs nächste Jahr – Sing meinen Song 2018 wurde bereits vom Sender bestätigt.

Ach ja, ein Zuschauer hatte noch was zu kritisieren und das lassen wir mal nicht unter den Tisch fallen: „Wird nur mir schlecht, wenn ich diese grammatikalische Entgleisung lese? Sing MEINEN Song! Oder bitte dann ganz auf englisch…“ Wo er Recht hat, hat er Recht!

„Scheiße, werde ich das vermissen“

Punkt!

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