Big Brother USA

© CBS

Geschichte des amerikanischen Big Brothers

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind das vierte Land der Welt, das der große Bruder erobert hatte. Das US-Network CBS sicherte sich die Rechte an dem Format Anfang des Jahres 2000 für angeblich 20 Millionen Dollar. Um der Sendung einen erfolgreichen Start zu ermöglichen, engagierte der Sender auch einen Teil der niederländischen Crew für Big Brother USA. Doch in Amerika hatte die von Julie Chen moderierte Show in seiner Premierenstaffel durchaus mit Problemen zu kämpfen. Zwar waren die Einschaltquoten durchaus akzeptabel, blieben jedoch hinter dem zuvor gestarteten Survivor zurück. Auch inhaltlich musste Big Brother USA sich wegen des im Vergleich zu Survivor eher unspektakulären Original-Konzepts Kritik anhören. Dies führte dazu, dass das amerikanische Big Brother zur zweiten Staffel deutlich überarbeitet wurde.

Big Brother USA: Regeln der Sendung

Während beim niederländischen Original und auch in der ersten amerikanischen Staffel die Bewohner – in den USA Houseguests genannt – alle zwei Wochen nominieren und die Zuschauer anschließend einen Teilnehmer aus dem Haus wählen, gibt es seit 2001 bei Big Brother USA keine Rauswahlen durch die Zuschauer mehr. Stattdessen kommt ein komplett neuer Rauswahlprozess zum Tragen.

In der wöchentlichen Live-Show kämpfen die Bewohner zunächst in einer sogenannten Competition um den Titel des Head of Household (kurz HoH), wobei der HoH der zu Ende gegangenen Woche nicht an diesem Match teilnehmen darf. Der Gewinner erhält nicht nur ein privates Schlafzimmer, den HoH Room, sondern muss auch während der Nomination Ceremony als einzige Person zwei seiner Mitbewohner zum Abschuss freigeben. Doch die Liste der Nominierten kann sich bei Big Brother USA noch ändern.

Denn nach der Nominierung findet jede Woche auch eine Veto Competition statt. Bei dieser tritt der HoH, die beiden Nominierten und drei zufällig gezogene Bewohner an, um die Golden Power of Veto (PoV) zu gewinnen. Mit dieser kann – muss jedoch nicht – während des anschließenden Veto Meetings ein Bewohner von der Nominierungsliste genommen werden. Sollte ein Bewohner von der Liste genommen werden, muss der HoH unmittelbar einen Ersatz nominieren.  Der Gewinner der Veto Competition kann jedoch nicht gewählt werden. Erst danach stehen die beiden nominierten Bewohner endgültig fest.

In der Live-Show von Big Brother USA entscheiden dann die Bewohner mittels eines geheimen Votings im Sprechzimmer, welcher der beiden Nominierten das Haus verlassen muss. Die beiden Nominierten dürfen bei der Eviction keine Stimme abgeben, der HoH derweil nur, wenn es durch die Wahl der übrigen Bewohner zu einem Gleichstand kam. Eine Besonderheit des amerikanischen Formates ist dabei, dass die Bewohner sowohl über die Nominierung als auch über die Rauswahl offen sprechen dürfen.

Dieses Verfahren wird solange wiederholt, bis im Finale nur noch zwei Bewohner übrig sind. Der Gewinner wird dann bei Big Brother USA ebenfalls durch die neun zuletzt rausgewählten Kandidaten, der sogenannt Jury, bestimmt. Um bei ihrer Entscheidung nicht durch Kommentare aus dem Sprechzimmer oder der Enthüllung von geheimen Allianzen beeinflusst zu werden, ziehen Mitglieder der Jury nach ihrer Rauswahl in den sogenannte Jury House. Dort können sie nur ausgewählte Szenen aus regulären Big Brother USA-Haus verfolgen, wie beispielsweise die Competitions. Der Gewinn des amerikanischen Big Brothers beträgt 500.000 Dollar.

Seit der Anpassung der Regeln können die amerikanischen Zuschauer nur selten ins Spiel eingreifen. So können sie unter anderem wählen, was die Verlierer der „Have/Have Not“-Competition für die Woche als Nahrung zusätzlich zum wenig schmackhaften Brei namens „Slop“ erhalten. Zudem wählen sie beim Finale „America’s Favourite Player“, also ihren Lieblingskandidaten. Dieser erhält Geldpreis in Höhe von 25.000 Dollar.

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