Am Montag, den 8. Dezember 2008 öffnete Big Brother die Pforten zu einer nie da gewesenen TV-Welt. Himmel oder Hölle auf Erden, das erwartete die neuen Bewohner: ein mit allem erdenklichen Luxus ausgestatteter Bereich einerseits und ein enges, tristes, kurz: ungemütliches Leben andererseits, geprägt durch Feldbetten und – anfangs – Einheitskleidung. In den Worten Big Brothers: „Ihr werdet den Himmel auf Erden vorfinden, es wird euch an nichts mangeln….“ Und Big Brother sprach weiter: „Es gibt auch Wege in die Verdammnis – am Ende des Abgrunds erwartet euch das Grauen…“

Während der nächsten 211 Tagen gingen und gehen die Bewohner an ihre Grenzen, denn bei Big Brother zählt nicht wirklich wer gut oder böse, sondern allein wer der bessere Spieler ist. Allein Big Brother, die Nominierungen der Bewohner und die Zuschauer entscheiden, wer die Freuden des Himmels genießen darf, und wer unter den Entbehrungen der Hölle darben muss. Aber Achtung: bei Big Brother ist niemand auf der sicheren Seite. Z.B. Bei groben Regelverstößen kann es sofort heißen: Ab in die Hölle!

Die ersten Kandidaten, die sich der Herausforderung stellten waren: Andy (25) – der gutaussehende Womanizer aus Ehrenkirchen bei Freiburg; Madeleine (25) – der kurvige Ost-Punk-Paradiesvogel aus Leipzig; Beni (20) – der Bäckersjunge mit Waschbrettbauch aus Bechhofen bei Nürnberg; Cathy (21) – das ehrgeizige Ghettogirl aus Hamburg; Geraldine (20) – der heiße Feger von nebenan aus Wilnsdorf im Siegerland und Daniel (31) – der verantwortungsvolle Surferboy aus Köln: Kandidaten so individuell und unterschiedlich wie Feuer und Eis oder viel mehr: wie Himmel und Hölle!

Bevor die Neueinzügler ihr neues Zuhause bezogen, wurden ihre Nerven in der ersten Live-Show der neuen Staffel mit drei nervenaufreibenden Matches auf eine harte Probe gestellt. So mussten beispielsweise Andy und Geraldine beim Mutprobenmatch nicht nur Furchtlosigkeit, sondern besonders einen resistenten Magen beweisen. Und das taten sie: Ohne zu Zögern steckte Andy seinen Kopf zehn Sekunden lang in eine Schüssel voller Mehlwürmer und trank einen durch die getragene Socke von Knubbel – Bewohner der siebten Staffel – gefilterten Tee, während seine Kontrahentin Geraldine nicht nur eine Kröte küsste, sondern sogar würgend Fischaugen verschlang.

Zum 12. Januar 2009 wurde das Konzept der neunten Staffel noch einmal überarbeitet – > Big Brother Reloaded ging an den Start.

Big Brother Reloaded

„Die Aufwärmphase ist vorbei!“, verkündete Big Brother am 12. Januar 2009 – kälter, härter, kämpferischer lautete die Devise! Der Startschuss für Big Brother Reloaded war gefallen, die verschärfte Version des urspünglichen Konzepts der neunten Staffel.

Die Bewohner mussten die Tage des vorangehenden Wochenendes im Matchraum und auf wenigen Quadratmetern verbringen. Von einem Sonderkommando waren sie aus dem Bett gescheucht worden. Sie wurden zum Packen eines kleines Koffers verdonnert und erhielten lediglich die Information, dass das Abenteuer noch nicht vorbei sei, sondern jetzt erst richtig anfängt!

Während die nichts ahnenden Bewohner spekulierten, was sich hinter den Türen zur TV-WG abspielte, leisteten 30 Handwerker Schwerstarbeit und bauten das Big Brother Haus komplett um. Dabei wurde beispielsweise die Hölle vollständig nach draußen verlegt (Man beachte: es war Januar und eisig kalt!). Die Einheitskleidung wurde ausgetauscht durch kältetaugliche Funktionswäsche.

Das Leben der Bewohner des Himmels wurde hingegen noch fürstlicher. Sie erhielten das Doppelte an Wohnfläche.

Ab sofort galt: Nur die guten Bewohner kommen in den Himmel und nur die Bösen – Regelbrecher und andere Sünder – müssen in der Hölle schmoren! Wer nun in der Hölle saß, war automatisch für den Auszug nominiert.

Highlights, Daten und Fakten aus Big Brother 9 (8.12.2008 – 6.7.2009)
Nach dem Start am 8. Dezember 2008 lebten die Bewohner unter dem Motto „Himmel & Hölle“ in zwei Bereichen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die einen den Luxus des Himmels genossen, lebten die anderen mit Entbehrungen in der Hölle.

Der Himmel durfte Weihnachten feiern, die Hölle ging leer aus. Doch es wurde noch härter. Nach nur 35 Tagen bekam Big Brother 9 den Zusatz „Reloaded“ und alles wurde anders: Der Himmel erhielt ein neues, noch luxuriöseres Interieur. In der Hölle wurde es hingegen noch dramatischer- die Bewohner lebten ab diesem Moment komplett unter freiem Himmel.

Anlässlich der 1500. Folge „Big Brother“ wurde die Live-Show am 22. Juni 2009 nicht nur aus dem Big Brother Haus in Köln-Ossendorf, sondern auch aus dem Phantasialand in Brühl gesendet.

Auch bei den Bewohnern hat sich einiges getan. Geraldine, Beni und Daniel sind seit der ersten Stunde dabei. Bewohner der letzten Staffeln erhielten eine zweite Chance und zogen erneut ein. Roberto Blancos Tochter Patricia zog ebenfalls als normale Kandidatin ein und wollte beweisen, dass sie mehr ist als nur die Tochter eines berühmten Vaters.

Nicht nur der große Bruder sorgte für Nervenkitzel in der TV-WG. Zu Orhans Geburtstag heizte eine Stripperin den Männern so richtig ein, der gefürchtete Drill-Instructor sorgte regelmäßig für schlaflose Nächte und berühmte Besucher überraschten die Bewohner: Ross Antony kam als Osterhase. Lorielle London lud zum Big Brother Songcontest ein. Gülcan Kamps alberte mit den Bewohnern herum. Erika Berger gab Liebestipps. Ralf Richter erzählte über „Kalle Grabowski“ in „Bang Boom Bang“. Lucy von den „No Angels“ tanzte mit den männlichen Bewohnern. Naddel Abd El Farrag kam ins Haus und verbot Bewohnerin Nadine sich ebenfalls Naddel zu nennen. Mickie Krause siegte beim Ballermann-Dreikampf. Einer der Höhepunkte war der Einbruch von Comedian Mario Barth in das Big Brother Haus. Damit sorgte er für Begeisterung bei den Bewohnern und Zuschauern.

Doch letztendlich waren es die Bewohner, die für Spannung bei Big Brother sorgten. Ganz getreu dem Motto „Himmel & Hölle“ lagen Freud und Leid so nah beieinander und gab es so viele Emotionen: Beni und Cathy verliebten sich und wurden von den Zuschauern viel zu früh getrennt. Sascha und Annina neckten sich und wurden letztlich doch ein Paar. Die heißen Liebesnächte mit der Erotikdarstellerin blieben nicht nur Sascha bestens in Erinnerung. Orhan und Alex waren erst zusammen, dann wieder nicht. Schließlich bereute Orhan die Trennung und bat um Vergebung. Marcel und Geraldine betonten stets nur gute Freunde zu sein, doch unter der Bettedecke passierte weit mehr, als es unter guten Freunden üblich ist.

Aus einer guten Freundschaft wurde bei Patricia und Diana hingegen blanker Hass. Erst unzertrennlich gingen sie sich später aus dem Weg und außer Zickereien gab es gar keine Gespräche mehr.

Doch wenn es hart auf hart kam, hielten letztendlich alle Bewohner zusammen. Bei unzähligen Matches (z.B. Kartfahren auf der Kartrennbahn, der Ballermann-Dreikampf oder das Erdbebenmatch) kämpften sie um wertvolle Big Stars und andere Belohnungen. Bei Regelverstößen ermahnte Big Brother die Bewohner, die daraufhin unangenehme Aufgaben zugeteilt bekamen (z.B. unfreiwillige Hölleneinzüge oder der gefürchteten Terror-Tresor).

Keyfacts:

  • 211 Tage

  • 250.000 Euro

  • 60 Kameras – kein toter Winkel und keine versteckte Ecke. Die Kandidaten werden rund um die Uhr von 60 Kameras begeleitet.

  • 50 Mikrofone – Flüstern bringt nichts! Jeder Kandidat trägt sein eigenes Mikrofon.

  • 80 Monitore – Die Regie ist das Herzstück von Big Brother. Hier laufen alle Signale zusammen. Auf 80 Monitoren wird 24 Stunden lang das Geschehen im Haus verfolgt.

  • 250 Mitarbeiter – für das Projekt Big Brother sind 250 Mitarbeiter im Schichtdienst tätig.

  • 1.399,4 Quadratmeter – Den Kandidaten stehen 1.399,4 m² Lebensraum zur Verfügung, inklusive Garten, Hof und Matchfield.

Aufgaben:

  • 98 Matches

  • 2 Challenges

  • 12 Team Projects

Verbrauch:

  • 207,5 Kilo Kartoffeln

  • 655 Bananen

  • 92 Gurken

  • 453 Rollen Toilettenpapier

  • 74 Feuerzeuge

  • 8.512 Zündhölzer

  • 3.888 Liter Softdrinks

  • 1.430 Eier

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