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„Wild Girls“ – Sara Kulka, Vibratoren, Schlangen, Peinlichkeiten

Sara Kulka und die anderen elf Damen starteten gestern den Run auf unsere Wohnzimmer und wir konnten im Gegenzug deren Einbruch in die scheinbar unzivilisierte namibische Wüste miterleben. Welch Kontrastprogramm. Was für ein sinnfreies Gelaber. Schon kurz nach ersten Bildern ist die Sendung bei Twitter & Co das Top-Thema. Es wird gelästert, was der Sand an Körnchen hergibt. Grund zum Lästern gibt es im Laufe der Sendung unzählig viele.

Das „Unikat“ Sarah Knappig  – „innen“ ist sie die deutsche Angelina Jolie

Wild Girls - Sarah Knappik (Dingens)Wenn sie auch der Gina Lisa einst im Dschungel „zack, die Bohne“ streitig machte, die innere Jolie wird sie als ihre alleinige „Schöpfung“ betrachten können und auch den philosophischen Hammer „wir leben alle, um zu sterben“ wird ihr niemand nehmen wollen. Oder doch? Da sollte man nicht allzu sicher sein, denn Miriam Balcarek, die sich selbst als „atomfreieste, kreativste Explosion in einer Person“ bezeichnete, könnte diesen Jolie-Vergleich eventuell anfechten wollen und mit ihren waffenscheinpflichtigen Fingernägeln hätte sie bereits mehr oder minder angewachsene Fechtinstrumente am Körper. Als Schiedsrichter böte sich bei dem Duell dann durchaus Senna Guemmour (Gammour) an, die sich mit ihrer Antwort auf die Frage nach der größten Zicke im Wüstencamp gleich ins rechte Licht zu setzen vermochte: „C´est moi!“ Oder auch: „Wen ich nicht mag, wird kontaminiert!“ Apropos Zicken und anderem Getier, welche gar nächtliche Fluchtversuche verursachten, die sensiblen Silikon-Ladies wussten selbst aus schreckgeweiteten Augen am fernen nächtlichen Fantasiehorizont noch Sinnliches zu entdecken.

Tupperparty der „Wild Girls“ – Sara Kulka mit Dildo und Co.

Wild Girls - Sarah KulkaMan kann die Damen mit Klapperschlangen oder Ziegenschlachten erschrecken, wie man will, ein gemeinsames Ziel, einen gemeinsamen Gesprächsstoff – besser bekannt als „Kunststoff“ – haben sie. Mal im Schlauchboot – der aufmerksame Zuschauer konnte selbige Abarten der Kunststoffverwertung tatsächlich in der Wüste entdecken, ein anderes Mal in Doppelausführungen zur Unterstreichung der weiblich- sexy Linie und last, not least in „außerkorporaler“, aber natürlich „naturnachempfundener“ Form und batteriegetrieben, den „Ersatzmann“. Logisch, dass eine Klapperschlange Sara Kulka sofort veranlasst, gewisse Vergleiche anzustellen und sie erfreut zunächst den unaufgeklärten Zuschauer mit den Worten, dass sie eine ganz spezielle Assoziation zu dem Tierchen habe und in direkter Ansprache zu ihren Mitcamperinnen: „Wenn das heute bei uns rein kriecht, brauchen wir nie wieder einen Dildo! Das ist der längste Schwanz, den ich je gesehen habe. Und der vibriert auch.“ Da scheint Sara auch schon Entzugserscheinungen zu zeigen und diese zeigt sie gern. „Ich könnt schon wieder nur von Pimmeln reden. Ich mag perverse Menschen, deswegen bin ich ja bei euch.“ Die anderen elf sahen etwas betreten aus, was Sara mit „ich glaube, ich bin denen zu pervers“ kommentierte. Sei´s drum, das Kapitel schien abgeschlossen . . .  vorerst?

Drei Männer müssen die „Wild Girls“ ertragen

Andreas JanckeDrei Männer sind mit dabei, zwei mehr oder weniger sogar hautnah. Andreas Jancke versucht mit Indiana-Jones Outfit bei den Damen als strenger Moderator zu punkten und darin lässt er sich von einem polygamen Afrikaner unterstützen, der nur wenig Ähnlichkeit mit dem berufsverwandten Dr. Bob im australischen Dschungelcamp hat.

William Cohn, die Stimme des Herrn im Hintergrund

Viel verdankt die Sendung den süffisanten Kommentaren von William Cohn, der schon als Sprecher in der ZDF-Sendung „Roche und Böhmermann“ umjubelt wurde. Er ist also quasi der „dritte Mann“ und irgendwie kann es hier ebenfalls zu einem Thriller werden, wenn auch die „Wild Girls“ nicht, wie in dem Film durch die Kanalisation Wiens gejagt werden, sondern nur durch ein Land, das vor 100 Jahren noch Deutsch-Südwestafrika hieß und „unsere“ Kolonie war. Man kann nur hoffen, dass die Himbas jetzt nicht, trotz großer Hitze, vor einer weiteren „Besetzung“ durch seltsame Deutsche erzittern.

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