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Conchita Wurst erklärt den Himbas ihr Geschlecht

In dem Himbadorf Namibias herrschte bisher nahezu unverwüstliche Ruhe . . . bis die "Wild Girls - Auf Highheels durch Afrika" stolperten und diese Ruhe gründlichst störten. Mit aufwendiger Kriegsbemalung - hier in westlicheren Breiten dezent als Make-up bezeichnet, fielen zwölf mehr oder - eine "Lady" eher weniger, weibliche Promis in das ehemalige Deutsch-Westafrika ein.

Die Einheimischen staunten nicht schlecht, als sie Conchita Wurst, deren Künstlername doch irgendwie eher an eine Aktionspizza vom Lieferservice erinnerte, in voller Drag-Montur begegneten. Trotz drückender Wüstenhitze präsentiert Paradiesvogel Conchita Wurst sich stets mit langen Haaren, Make-up und perfekt gestutztem Bart. Wir wissen, dass unter der Österreicher Wurst in dem Trashcamp ein Tom steckt und Neuwirth sein bürgerlicher Name ist. Doch wie reagierten die Himbas auf die Kunstfigur und wie versucht dieser sich ihnen als was vorzustellen?

Weibliches Geschlechtsteil + Wurst = Conchita Wurst

Für ihren Namen gibt sie eine ganz besonders einleuchtende Erklärung: „Conchita ist ja unter anderem die Verniedlichung des weiblichen Geschlechtsteils und Wurst ist die Verniedlichung des männlichen Geschlechtsteils. Somit fügt sich das eine in das andere.“ Und diese „Aufklärung“ soll das Urvolk Afrikas überzeugen? Eine Himba Frau wagte erste Zweifel zu äußern: „Schaut man Conchita auf die Brust, denkt man sie ist eine Frau, aber sie hat Oberarme wie ein Mann!“ Conchita versucht sich zunächst in Erklärungen und um diesen Nachdruck zu verleihen, folgt Anschauungsunterricht in Geschlechterkunde. Sie nimmt sich einen Wild Girls - Auf Highheels durch AfrikaMann und eine Frau aus der Gruppe der Dorfbewohner, einen Mann und eine Frau. Sie stellt sich selbst zwischen sie und erklärt: „Ich bin dazwischen. Ich bin genauso wie du und du. Ich habe genauso Brüste wie du und genauso Bart wie er“. Ob das verstanden wurde? „Conchita ist hübsch, wirklich hübsch“, lobt die Himba-Frau und damit war für sie das Kapitel „Wer bin ich?“ abgeschlossen. Einer der Männer jedoch misstraute dem weiblichen Charme: „Conchita ist eindeutig eine Frau. Sie hat Brüste und lange Haare. Der Bart ist wohl eine Art Scherz. Den hat sie nur angemalt“, findet er. Zum Schluss beschließt Conchita Wurst aber, ihre Gastgeber in dem Glauben zu lassen, eine Frau zu sein und den Spaß nicht zu verderben. Sie ist sich sicher: „Ich bin ja einfach nur ein Kerl in Frauenklamotten. Aber denen zu erklären, dass das Kunst sein soll und ein Statement für Toleranz – das habe ich mir mal gespart. Aber ich denke, mein Style wird sich hier durchsetzen!“

Conchita Wurst war einst ein flotter junger Mann

Vor seiner schrillen Karriere als Casting-Teilnehmer und Drag Queen war Neuwirth ein fescher junger Mann mit Gel-Frisur und noch ohne jeglichen Bartwuchs. Aber Conchita spricht nicht gerne über ihre bürgerliche Vergangenheit und sagte gegenüber der „BILD“: „Ich kenne Tom Neuwirth persönlich nicht. Wir verpassen uns ständig im Spiegel.“

So wird sie uns vermutlich auch kaum einen Blick auf diesen Tom werfen lassen während ihres Namibia-Aufenthaltes.

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