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Reality Queens auf Safari: Gagen und Rassismusvorwürfe

Wenn die Trash-Ladies der derzeit laufenden "Reality-Queens auf Safari" nach ihren Silikonimplantaten bezahlt werden würden, dann hätten sie sicher mehr Einnahmen, als ihnen jetzt nach den Verträgen zusteht. Das Unternehmen "Wüste" wird im Vergleich zu anderen Formaten (Beispiel: Promi Big Brother) sehr zurückhaltend dotiert.

Wenn wir mal Revue passieren lassen, wie denn dort in Tansania die Prämien ausfallen, dann bekommt eine Teilnehmerin fürs Kuh-Kot-Schleppen mal so schlappe 6000 bis 9000 Euro Grundgehalt. Wieso Kot-Schleppen? Ja man muss sich unter der afrikanischen Sonne auch noch die Hütte schön mit Mist zusammenbauen (wir haben berichtet), um darin schlafen zu können. Leitspruch der Woche daher: „Wir brauchen noch mehr Scheiße.“

Micaela SchäferWer tut sowas für vergleichsweise wenig Geld? Doch eine zumindest, konnte sich etwas besser verkaufen und ließ sich ihre Teilnahme mit ca. 15.000 Euro vergüten. Wer das ist? Das Nacktschneckchen Micaela Schäfer ist die „clevere“ Dame. Aber wirklich clever für so eine Tortur? Na ja, besser als wenn die angehenden Queens nach IQ bezahlt würden! Denn bei den Quizrunden, denen sich die Damen stellen mussten, haben sie nicht gerade viel Wissen bewiesen.

Schrille Stöckel-Safari durch Tansania mit dem gewissen Etwas, ja so und nicht anders ist das zu bezeichnen, was uns geboten wird, denn ein so großer Unterschied zu den schon gefloppten Wild Girls ist nicht zu erkennen. Hauptsache die Ladies haben ihre Verträge im Hinterkopf, denn wer vorzeitig aus dem Afrikaerlebnis plaudert oder sogar Schleichwerbung macht, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Schlimmstenfalls gehen die diversen X-Y-Z-Promis also mit leeren Händen nach Hause!

Aber um noch einmal auf die Wild Girls bei RTL zu kommen. Diese waren ja mit desaströsen Quoten am Start und ganz verwunderlich ist es daher nicht, dass auch die neue ProSieben-Sendung „Reality Queens auf Safari“ mit schwachen Quoten einen Fehlstart hinlegte. Hinzu kommen kritsche Äußerungen, sogar Rassismusvorwürfe stehen im Raum – der Sender wehrt sich momentan dagegen!

Sogar ein sofortiger Stopp der Reality-Show wird gefordert, da angeblich „das Format der Sendung verstärkt allgemeinverbreitete Stereotype gegenüber dem ostafrikanischen Land Tansania entstehen, schürt gängige Vorurteile und stellt die Menschen des Landes in einer rassistischen und diskriminierenden Form dar“ so heisst es in einem offenen Brief, den Organisationen wie das Tanzania-Network.de, das Missionswerk Leipzig und Africavenir direkt beim Vostandsvorsitzenden Thomas Ebeling einreichten.

Es werden noch viele Sachen angeprangert, die angeblich Tansania und die dort lebenden Menschen verunglimpfen. Pro Sieben widerspricht dem vehement: Es liegt uns fern, ein ’neokoloniales Bild Afrikas‘ zu zeichnen. Im Gegenteil: Wir möchten in diesem Unterhaltungs-Programm besonders die Schönheit Afrikas zeigen“, sagte ein Sendersprecher. Das ganze Team reist durch das ganze Land und man reflektiert sich selbst mit einer gewissen Portion Humor und Selbst-Ironie der Reality-Queens und deren Ansprüche.

Wenn sich allerdings nicht schnell was an den Marktanteilen ändert, dann löst sich dieses Problem wohl bald von selbst auf, denn mit einer Quote von 8,2 Prozent ist man deutlich unter dem Senderschnitt – wen wundert es, denn das ähnlich gelagerte RTL-Format „Wild Girls“ enttäuschte aus Quotensicht ebenfalls – und wurde mehr als einmal kritisiert.

Das Fazit für die Geldbörse der Teilnehmerinnen könnte also bald lauten: Niedrige Quoten, niedrige Gagen – schwere Zeiten für die „Promis“!

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