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Promi-TV: Verdrängen Stars die Normalos?

Über Celebrity Big Brother weiß man noch nichts Genaues - nur, dass es vermutlich 14 Tage lang in Sat.1 läuft. Eins ist hingegen gewiss: Promi-TV wird immer mehr zu einer festen Konstante im deutschen Fernsehen, sodass sich Möchtegern-Sternchen kaum noch Gedanken um ihre Einkünfte machen müssen. Sie haben die Qual der Wahl.

Promi-TV: Stars haben die Qual der Wahl

Celebrity Big Brother wird vermutlich nur bescheidene 14 Tage laufen (wir berichteten). Logisch, denn diese Z-Promis haben momentan kaum Zeit, sie haben die Qual der Wahl. Sie müssen sich entscheiden zwischen unzählig vielen attraktiven Möglichkeiten, sich noch anderweitig und auch äußerst lukrativ im Reality-TV-Programm zu verkaufen oder sich zumindest lohnend im Rampenlicht zu präsentieren. Die Chancen sind in diesem Sommer mannigfaltig, der Einsatz finanziell verlockend. Der Bekanntheitsgrad wird auf jeden Fall gesteigert – ob mit positiven Schlagzeilen oder eher weniger positiven, das ist den meisten vermutlich eher mehr als nur ausgesprochen gleichgültig.

Crash Cash Promi TVUnd die Sender – egal, ob RTL, RTL II, Sat.1, Pro7 oder VOX – sie alle treten gegeneinander an im Buhlen um die Quoten, Zuschauer und Verpflichtung eben jener in dem Ranking der Prominenz auf den hinteren Plätzen liegenden Z-Promis. Vor allem sollen ältere, oder im Ausland bereits erfolgreich gelaufene Formate – mit Stars und Sternchen als Quotenzugpferde eingesetzt – hierzulande (bzw. in Australien, Afrika oder Südeuropa) als Promi-TV aufgepeppt werden. Auch wird es weitere „Promiausgaben“ für manch weniger erfolgreich ausgestrahltes Showevent (RTL plant z.B. vier weitere Folgen „Cash Crash“ mit prominenter Beteiligung) geben.

Die Entscheidung zwischen den vielfältigen Offerten verwirrt und überfordert also nicht nur die „Kandidaten“, auch wir Zuschauer müssen uns im Sommer auf der Couch mit der Fernbedienung bewaffnen und im Zapp-Marathon von einem zum anderen Privatsender springen, um kein Starauflauf oder vermutlich kleineren Sternchenaufstand zu verpassen.

Stars in die Wüste: Dschungelcamp im Sommer?

Celebrity Big Brother 2013 Promi TVAußer Celebrity Big Brother bei Sat.1, ebenso wie bei RTL, eine Art „Sat.1-Wüstencamp“ (noch ohne hübschen „Titel“) in Planung, RTL startet im Juni sein „Wüstencamp“ („Outback Namibia“ – respektive „Wild Girls – Auf Highheels durch Afrika“) und schickt zusätzlich noch die schrille Olivia Jones per „Promi-Bus“ nach Italien. Das ganze Spektakel soll sich dann so abspielen, dass Olivia sich als Reiseleiterin verdingt und die Mitreisenden – natürlich sind es wieder ausnahmslos „Promis“ – sich diversen Aufgabenstellungen gegenüber sehen. Voraussichtlicher Name des Promi-TV-Events soll „Der VIP Bus – Promis auf Pauschalreise“ lauten (Adaption der Promi-TV-Ausgabe des britischen Formats „Coach Trip“ von ITV Studios).

Nicht nur bei Big Brother: Promis verdrängen Normalos

Aber nicht nur bei in Planung befindlichen „Reality-Shows“, auch in anderen Formate werden „normale“ Kandidaten – zumindest zeitweise – durch Promis ersetzt in der Hoffnung, dadurch mehr Zuschauerzuspruch zu erhalten. Ob es die Promi-TV-Variante bei „Wer wird Millionär?“ ist oder Raabs „Schlag den Star“ – auch das „Promi-Dinner“, der „Frauentausch“ oder die „Shoppingqueen“ bedienen sich dieser „Extras“. ProSieben hat mit dem Turmspringen, Promiboxen, Wok-WM oder Stock Car-Crash-Challenges schon lange die Nase vorn und so bedient sich nun auch RTL, zusätzlich zum trockenen Wüstensand, noch des feuchten Elementes mit „Pool Champions – Promis unter Wasser” (hier liegt das US-Format „Celebrity Splash“ zugrunde, das sich wiederum an Raabs Turmspringen orientiert hat). Wie RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer bereits verriet, wird uns dieser mehrwöchige Badespaß erstmals am 21. Juni in die Wohnzimmer flimmern. Auch hier steht der Wettbewerb als Unterhaltung im Vordergrund.

Von Afrika bis Australien: Promis wohin das Auge reicht

Wenn man nun auf die gesamte Schwemme dieses Sendemarathons schaut, könnte dem Zuschauer anlässlich dieses Massenandranges der Promis selbst vor dem Bildschirm heiß werden. Köln-Ossendorf und sogenannte „Normalos“ scheinen passé – zukünftig muss Australien, Afrika oder zumindest Südeuropa als Kulisse für abenteuerliche Prominenten-Challanges herhalten.

Wie seht Ihr diese „prominente“ Entwicklung? Ist diese große Showoffensive 2013 der „Privaten“ mit voyeuristischem Charakter nun die Lösung oder eher ein Quotenkiller?  Was – abgesehen von „Big Brother 12“ – steht auf eurem Programm-Wunschzettel?

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