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Reality TV

„Babyboom“: Kommt Baby-Big Brother nun doch nicht?

Reality-TV kennt keine Grenzen, zumindest dachte man das bis vor ein paar Tagen. Wir berichteten über das Vorhaben von RTL, ein britisches und sehr erfolgreiches Format nach Deutschland zu holen. Unter dem Titel “Babyboom – Willkommen im Leben” sollten die Dreharbeiten im Klinikkonzern Vivantes beginnen. Nun gab es jedoch eine überraschende Wendung.

Die Medien verkündeten, dass dieses – sagen wir mal – etwas gewöhnungsbedürftige „Baby-Big Brother“ bald über die deutschen Bildschirme flimmern würde. Man dachte, na ja, wem es gefällt, der soll es sich eben ansehen – alles Geschmackssache. Was man dabei nicht bedachte war der Kinderschutz und die Arbeitnehmerrechte. Kann man einfach so über die Köpfe der Mitarbeiter der Klinik hinweg eine Rundumbewachung via Kameras beschließen? Was ist mit den Rechten der Babys? Sie können ihr Einverständnis oder ihren Einspruch nicht anmelden?

Mario-Czaja-GesundheitssenatorGesundheitssenator Mario Czaja (CDU) hatte die geplante Baby-Doku bereits in den vergangenen Tagen massiv kritisiert. Der Aufsichtsrat und die Eigentumsvertretung waren bei Dreh-Start noch nicht einmal über das TV-Vorhaben informiert. Der Berliner Senat stoppte nun Baby-Big Brother – die Entscheidung fällt höchstwahrscheinlich am 20. März 2013 bei der nächsten Aufsichtsratssitzung.

Was denkt ihr über Reality-TV, speziell über dieses Format? Darf man für die Quote inzwischen alles? Was ist mit den Rechten der Mitarbeiter und Babys und nicht zu vergessen, wie findet ihr die Idee überhaupt, bei intimen Momenten wie einer Geburt die Kameras laufen zu lassen – ganz im Big Brother-Stil?

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