nuvolas Kolumne
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nuvolas Bachelor-Kolumne: So ein lecker Männlein

Die Staffel neigt sich dem Ende und trotzdem oder gerade deshalb gibt es noch viel zu "lästern". nuvola hat wie immer ein strenges Auge auf das wilde Knutschgeschehen geworfen...

nuvolas Bachelor Kolumne – So ein lecker Männlein

Stelle man sich das doch mal vor: Steht da ein Männlein, gut, ein lecker Männlein, und gibt dir vor laufenden Kameras eine Rose und fragt: Möchtest du diese Rose von mir annehmen? Doch was er damit eigentlich sagen möchte ist: Entschuldigung, dürfte ich mich mal ganz unverbindlich ihrer Gebärmutter vorstellen? Nur um sicher zu sein…falls wir uns nicht sympathisch oder kompatibel sind…
Diese oder andere Fragen gingen mir zur aktuellen Folge vom Bachelor durch den Sinn, denn getreu dem Motto: „Wolle Rose, krieg ich Dose!“ machte sich unser paarungswilliger Junggeselle bei seinen Traum-Dates gleich ans Abarbeiten des restlichen Schneckentests. Das heißt im Dreibein-Wunschdenken: Nicht lang schnacken vorm Dosenknacken. Denn sind wir mal ehrlich, liebe Männer, 95 Prozent aller Dreibeine hegen im stillen Sexkämmerchen ihres Gehirns den stummen Wunsch, dass sich das bevorzugte Weibchen ohne großen Schnickschnack, direkt auf den Paarungsakt einlässt. Ohne dafür zu zahlen, wohlbemerkt. Lästiges Umwerben, Smalltalk und Empathievermögen stehen in einem ganz anderen Hirn-Kämmerchen, haben aber im eigentlichen Wunschdenken der Testosteronfraktion einen unbedeutenden Stellenwert. Und bei wem steht die Fee, die Männerwünsche wahr werden lässt, auf der Gehaltsliste? Richtig, bei RTL und dem Bachelor. Bevor sich der diesjährige Hahn im Korb nämlich auf eine Chica festlegt, prüft er wie kein Bachelor vor ihm, auf Gedeih und Gebärmutter, ob sich nicht noch was Besseres findet.

Denn da waren sie auch schon, die Traumdates von Leonard und seinen heißen Hühnern

Zuerst geht’s zum Kletterdate in Costa Rica mit Kletten-Dani. Meine Güte habt ihr gesehen, wie sich die zukünftige Lehrerin eventuell deiner Kinder in die Arme von Leonard geworfen und sich festgekrallt hat? Man man man, da war schon Fremdschämen angesagt und außerdem war es ein Glück, dass die RTL-Praktikanten die Klettergurte nicht schon früher an die beiden verteilt hatten. Die wären nie wieder

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zu entflechten gewesen. Und was war das denn eigentlich für eine Aussage von Daniela? „Wenn ich bei ihm bin, fühle ich mich wie in einem luftleeren Raum!“ Ganz ehrlich? In einem luftleeren Raum würde ich mich so richtig scheiße fühlen. Aber egal, nach der Arbeit folgte das Vergnügen in Form eines romantischen Dinners im Pool. Und wenn ich im Pool sage, meine ich auch im Pool. Prinz Leo wartete mit hochgekrempelten Hosen und Jacket im Wasser und sah durch die Wasserbrechung größentechnisch aus, wie Tyrion Lannister. Kurz darauf saßen die beiden mit den Füßen im Wasser, wie romantisch! Beim Romantikdinner. Schon beim bloßen Beobachten konnte ich spüren, wie meine Nieren langsam ihre Steine ausgelegt haben, damit die nahende Blasenentzündung anschließend nicht stolpert. Kam es nur mir so vor oder wurde mal wieder Danielas Zunge schwer? Doch zwischen Rinderfilet und Hummerkrabbenschwänzen wirkten die Gespräche der beiden wieder so natürlich, wie die Brüste von Michaela Schäfer. Ich warte ja immer mal darauf, dass sie beim Cutten den Praktikanten im Bild vergessen, der mit Schildern bewaffnet die Regieanweisungen und den Dialog dazu im Hintergrund hochhält.

Finale Szene an diesem Abend: Beide küssen sich gut ausgeleuchtet im Pool, bevor die Hormone die Arbeit an dem Abend übernehmen. Testosteron trägt Östrogen ins Spielzimmer, endlich wird das Sexkämmerchen im Hirn des Dreibeins geöffnet und beide knattern zufrieden durch die karibische Nacht. Bang. Bang. Bang! Und beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen kam der Abschied für Daniela doch sehr überraschend. Eben kostete sie noch von ihrem leckeren Croissant und schwelgte auf Wolke 7 und zack, noch vorm Runterschlucken komplimentierte sie unser Drehbuch-Praktikant mit Leonards Abschiedsszene uncharmant vor die Tür. Also Leute, Gastfreundschaft sieht aber bitte etwas anders aus.

Weiter ging es nach Arizona mit Leorosel und hoch über den Wolken war ein erstes vorsichtiges Abchecken von Leonard in Form von „… was wäre, wenn morgen alles vorbei wäre?“ Bereits da hätte die findige Fernesehzuschauerin zwischen den Zeilen erkennen müssen, dass die zukünftige Nacht der Rosen für Leorosel höchstens das Blumenwasser bereitstellt. Nachdem die offensichtliche Distanz zwischen den beiden in dem kleinen Flieger immer größer wurde und Leorosel beim intensiven Leonard-Schmacht-Blick die Augen verrollte, Zack! Tauchte im Innern des Flugzeugs offensichtlich wieder der Szenen-Praktikant auf, denn, nächste Kameraeinstellung: Leorosel sitzt beim Bätschi auf dem Schoss und lehnt sich sinnlich an dessen austrainierte Brust. Das war Emotion! Das war… soo… echt!

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Kaum gelandet nahte schon das nächste Abenteuer, und während der kleine Mann in Leonards Ohr langsam sein Hälschen aus der Tür zum Sexkämmerchen reckte, weil er „einen guten Ritt“ missverstanden hatte, fanden die beiden mehr oder weniger ihr Glück auf dem Rücken von Pferden. Doch trotz Lagerfeuerromantik bei Sonnenuntergang und männlicher Hormone in Kampfbereitschaft plus Praktikanten-Romantikschild im Hintergrund, wollte Leorosel von Leonard eine –Achtung „.. lustige Geschichte“ erzählt bekommen. Fehlte nur, dass sie „Wir lagen vor Madagaskar“ angestimmt hätte. Romantische Stimmung in Verbindung mit lustiger Geschichte, ist wie Lachen beim Sex, absolut tödlich und zudem zwei Dinge, die in einem Dreibein- Sexkämmerchen keinen Platz haben. Doch dem ultimativen Knattertest konnte sich auch das Küken nicht entziehen und so ging es overnight zu Leonards Liebesnest. Bang. Bang. Bang!

Leonie erhielt ihr Traum-Date ebenfalls in der Karibik. Hier ging der Frauentester gleich im Vorgespräch auf seine wahren Absichten ein. Er nahm da kein Blatt vor den Mund. „Ich möchte ihr näher kommen…“ Ah ah, Leonard du Schlingel!

Was war noch mal alles abzuhaken bei der etwas introvertierten Leonie (hatte schon zwei feste Beziehungen), Leonard?  Knutschen, Fummeln, Reinstecken oder wie war der Plan für das Date? Ich vergaß: Abenteuer, Knutschen, Fummeln, Reinstecken…

Gut, zunächst zu den schwimmenden Hausschweinen auf den Bahamas. Ich dachte ja immer, die triffst du eher beim Frauentausch in Castrop-Rauxel – aber bitte! Umgeben von ganz viel Schweinekram fühlten sich die beiden Testliebenden sauwohl und natürlich endete der Tag mit einem romantischen Dinner, bei dem auch der Hauptsponsor wieder seinen gebührenden Auftritt hatte. Gott, immer dieses Klebezeug zum Schluss. Das hat schon langsam einen faden Beigeschmack und erinnert mich ständig an einen flüssigen Dosenöffner für eine heiße Nacht.

Der Abschiedskuss am nächsten Morgen. Habt ihr das zufällig beobachtet, wie sich Leonard die Lippen leckte vorm Küssen? Nicht? Das sah für mich eher so aus, als würde er gleich in ein saftiges Fleischkäsebrötchen beißen. Ist das gruselig und sagte er zum Abschied „Wir sehen uns nach der Rose“? Hat er in dem Augenblick nicht ein wenig zu viel verraten? Ich will den Videobeweis!!!
Zum Schluss blieben nun also die finalen zwei Kandidatinnen übrig, die beim nächsten Mal den Eltern von Leonard vorgeführt werden und rein theoretisch könnte Leonard sich mit beiden gleichzeitig treffen, da er ja auch beiden gleichzeitig in die Augen sehen kann.

In diesem Sinne, bleibt es spannend, wer nächste Woche die letzte Rose kassiert. Ob es ein Fluch oder Segen für die Gewinnerin wird, bleibt abzuwarten.
Bis dahin wünsche ich euch wie immer viel Spaß mit dem Bachelor und BBfun.

Knutscha,
eure nuvola

Alle Infos zu ‚Der Bachelor‘ im Special bei RTL.de

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