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Utopia: Medienpsychologe bezeichnet die Sendung als „Hammer“

Bei der holländischen Sendergruppe SBS läuft eine neue Realityshow aus der Feder von «Big Brother»-Erfinder John de Mol. «Utopia» heißt die Sendung und ist wohl das Extremste, was die TV-Welt in den letzten Jahren gesehen hat. Nun beurteilt der Medienpsychologe Professor Jo Gröbel das Format - er erklärt das große Interesse.

Utopia: Medienpsychologe

Immer mehr wird über Utopia berichtet. Es ist aus der Feder von Big Brother-Vater John de Mol. Lediglich ein Wasser- und Stromanschluss,  zwei Kühe, einige Hühner und ein Handy stehen zur Verfügung. Toiletten, Betten oder eine Heizung gibt es nicht. Eine ausführliche Beschreibung der Sendung findet ihr hier.

Utopia: Medienpsychologe Professor Jo Gröbel äußert sich zur Sendung

Zunächst hält er es für eine ganz logische Entwicklung, denn „Big Brother“ lockt in seiner ursprünglichen Form niemanden mehr hinterm Ofen vor. Es ist schon lange kein Aufreger mehr und somit musste man das Interesse neu gewinnen und so kam Utopia auf den Plan.

„Vielleicht sind wir alle schon so abgebrüht, dass wir nicht mehr merken, dass diese Sendung schon ein ziemlicher Hammer ist“, sagt Jo Gröbel gegenüber „20 Min.“ Auf die Frage, ob TV noch extremer werden könnte, antwortet der Medienpsychologe: „Gladiatorenspiele wird es zum Glück nie am TV geben. Dafür ist der Schweizer Markt juristisch zu gut geregelt.“ Wir gehen davon aus, dass das auch in Deutschland der Fall ist.

Utopia» erinnert in seiner Machart stark an das Stanford-Prison-Experiment aus dem Jahr 1971

Bei dem psychologischen Versuch wurden fiktive Häftlinge jeweils zu dritt in eine beengende Zelle ohne Toilette gesperrt, bewacht von ebenfalls falschen Wärtern. «Das Experiment», der Film mit Moritz Bleibtreu, thematisierte die Geschehnisse im Stanford Prison. Ihr könnt euch hier einen Einduck verschaffen. 

Damals wurde es am dritten Tag des Experiment sehr heikel. Die „Insassen“ wurden extrem aggressiv, die Wärter entwickelten teils sadistisches Verhalten und die Versuchsleiter mussten sogar einschreiten, um Misshandlungen untereinander zu verhindern. Schließlich wurde das Experiment am fünften Tag abgebrochen, es war nicht mehr zu verantworten.

Warum interessieren sich Menschen für diese extreme Art von Big Brother?

Dazu hat Medienpsychologe eine einfache, doch klare Antwort: „Voyeurismus ist ein Urinstinkt des Menschen. Die Aufregung und Kontroverse über die Sendung nutzen der Show und der Quote auf jeden Fall.“

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"Utopia" kommt nach Deutschland. SAT.1 hat sich die Rechte gesichert. Was haltet ihr davon?

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