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Newtopia: John de Mol äußert sich zum Faketopia-Skandal

Nachdem in den letzten Tagen eine Schlagzeile zum Thema Newtopia die nächste jagte, äußerte sich nun auch John de Mol gegenüber der Bild zu der ganzen Misere. Newtopia wurde zu Faketopia - dies lag sicherlich nicht nicht im Interesse des Erfinders...

John de Mol

Während die mediale Aufmerksamkeit sich wieder anderen Themen widmet als der #Faketopia-Skandal-Nacht fragt die BILD ganz unverblĂźmt: „Verarschen Sie uns Herr De Mol?

Eine RĂźckschau auf die Ereignisse in Faketopia

In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es einen Besuch in Newtopia – die Talpa-Regisseurin Jacky betrat in angetrunkenem Zustand Newtopia, dabei hatte sie eine Kiste Bier und hob erstmal das Rauchverbot in der Scheune auf. Was dann folgte, lĂśste einen wahren Skandal aus (wir haben berichtet).

Verarschen Sie uns Herr John de Mol?

Die Frage „Verarschen Sie uns Herr de Mol?“ musste sich sich der Newtopia-Erfinder gefallen lassen. Es gab immerhin einigen Klärungsbedarf. Der TV-Milliardär und Erfinder von Newtopia, The Voice und Big Brother nahm nun auch endlich Stellung zu den Ereignissen.

John de Mol: „Ich habe es direkt am Montagmorgen erfahren. Sonntagnacht um 2 hat sich jemand entschlossen, in die Scheune reinzulaufen, um mit den 15 Pionieren zu reden und bewusst Einfluss zu nehmen. Das ist eine außerordentliche Entscheidung, weil ich persĂśnlich davon nichts wusste!“

Die Bild fragte weiter, ob der Zuschauer in Zukunft damit rechnen mĂźsse, ständig „verarscht“ zu werden.

John de Mol: „Nein! In Holland, wo dieses Format seit fast anderthalb Jahren läuft, habe ICH zweimal entschlossen, dass wir reingehen MÜSSEN, weil ich es fĂźr absolut notwendig hielt. Es wurde im ersten Fall, von den Pionieren in wirklich jedem Satz ein Schimpfwort benutzt. Alles war dort plĂśtzlich ,fucking‘ – ,fucking schĂśn‘, ,fucking dies‘, ,fucking das‘. Ich fand das schrecklich, weil diese Leute eine Vorbildfunktion haben sollen. Sie wurden also lediglich darauf hingewiesen, dass sie auf ihre Sprache Acht geben mĂźssen. Beim zweiten Fall war das Wetter leider so gut, dass alle nur faul in der Sonne lagen. Keiner war mehr mit der Grundidee von ,Newtopia‘ beschäftigt, dem GrĂźnden einer neuen Gesellschaft.“

Es fragt sich natürlich, warum ausgerechnet in Deutschland derart massiv auf die Geschehnisse Einfluss genommen wird. Natürlich kann er nicht rund um die Uhr, also 24 Stunden lang, alles im Auge behalten. Das ginge nicht. Er fragt sich selbst und weiß auch noch nicht, warum die Executive Producerin dieses Gespräch habe führen wollen. Allerdings trifft er sich am Freitag mit ihr und wird da erfahren, was genau passiert ist.

Machen die Ereignisse John de Mol wĂźtend? Er sei momentan ständig in den Niederlanden im Studio und hat sich daher noch nicht so in die Geschehnisse vertiefen kĂśnnen. Ihm fehlen noch die Details. Er weiß aber, dass die Atmosphäre durch den Genuss von Alkohol aggressiv geworden ist in dieser Nacht und dies zum Einschreiten der Produktionsleiterin fĂźhrte. „Auch das gehĂśrt zu ,Newtopia‘. Ich habe das auch Sat.1 erklärt: Man kann nichts erreichen ohne heiße Konfrontation und Streit. Aber offensichtlich machte man sich darĂźber Sorgen. In Holland läuft es seit 14 Monaten – mit Zoff und sehr erfolgreich. Das gehĂśrt dazu – und ist auch Teil eines Erfolges …“, lässt John de Mol wissen.

Wie oft haben die Mitarbeiter nun wirklich Kontakt zu den Pionieren?

Kontakt zu den Pionieren gibt es, denn jeden Tag mĂźssen die Pioniere ihre Batterien wechseln, dabei wird natĂźrlich auch geredet. Manchmal gibt es dort auch Tipps oder Hinweise. Die Pioniere werden auch immer wieder auf ihre Vorbildfunktion hingewiesen. Das kann so aussehen: „Vergesst nicht, mit welchen Zielen wir dieses Projekt angefangen haben. Macht etwas draus – nutzt eure Chance.“

Gibt es ein Drehbuch oder ist alles echt?

John de Mol verneinte die Frage nach dem Drehbuch. Es gibt keines. Er fĂźhrte an, dass es bereits GerĂźchte gibt, es gäbe eine Kantine … das sei jedoch alles Quatsch. Richtig ist, dass sie ihnen den Tipp mit dem Restaurant gegeben haben um Geld zu verdienen. „Sie kĂśnnen gerne mitkommen und hinter jede TĂźr gucken, um diese idiotischen GerĂźchte zu beenden.“

Zum Thema Reality sagte John de Mol, dass es viele gäbe, er jedoch nur ßber Newtopia sprechen kann. Von allen Reality-Formaten ist Newtopia am wenigsten beeinflusst. Natßrlich erinnern sie die Pioniere daran, wofßr sie gecastet worden sind und dass sie etwas dafßr tun sollen. Sie dßrfen ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren.

John de Mol versteht auch nicht, dass das Vertrauen der Zuschauer in die Sendung relativ erschüttert ist durch diesen Vorfall. Er nennt ein Beispiel: Wenn beim Fußball ein Schiedsrichter gekauft ist heißt das doch nicht, dass der komplette Fußball Betrug ist.

Sat.1 und John de Mol haben Ideen, das Vertrauen der Zuschauer zurĂźckzugewinnen

Es muss was geschehen, das fordern die Zuschauer und der Sender und John de Mol haben sich ihre Gedanken dazu gemacht.

John de Mol: „Wir Ăźberlegen uns im Moment mit Sat.1, ob wir den Zuschauern eine größere Rolle fĂźr ,Newtopia‘ geben sollen. Also dass Sie am Bildschirm mit entscheiden und Impulse geben kĂśnnen, ob Pioniere rein oder raus mĂźssen oder Vorschläge machen fĂźr Projekte, die dann erfĂźllt werden kĂśnnen.“

Da John de Mol der „Minister“ bei Newtopia ist, sei er auch fĂźr alles verantwortlich. Ob die Regisseurin nun entlassen wird oder nicht, hält er noch offen. Wie schon eingangs beschrieben, wird er erst Details klären und mit der betreffenden Dame am Freitag sprechen. Die Talpa-Mitarbeiterin wurde am Montag beurlaubt (wir haben berichtet).

Die wichtigste Frage: Ist es das Ende von Newtopia?

Die allerwichtigste Frage der Zuschauer ist natĂźrlich, ob Newtopia nun eingestellt wird oder nicht. Dazu der Erfinder…

John de Mol:Nein, auf keinen Fall. Es geht weiter.“

Lest zu diesem Thema auch: Reaktionen auf das Newtopia-Meeting von Talpa (Produktionsfirma) und Tierärztin Romy.

Alle Entwicklungen zum Newtopia-Fake kĂśnnt ihr auch auf unserer Themenseite nachlesen!

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