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Newtopia: Bernd Siggelkow (Arche Berlin) gibt Candy Kontra

Fünf Minuten für Deutschland - Diesmal kam Besuch von Bernd Siggelkow von der Berliner Arche als Besucher zu den Newtopia-Bewohnern. Er spricht über seine Projekt, über das Zusammenleben und über die Motivation, sich seiner schweren Aufgabe täglich zu stellen. Schon wieder bricht Streit unter den Bewohnern aus...

Bernd Siggelkow

Screenshot Sat.1

5 Minuten für Deutschland: Bernd Siggelkow von der Arche Berlin besuchte Newtopia

Im Rahmen des Projektes „5 Minuten für Deutschland“ besuchte heute der Verantwortliche der Arche Berlin die Newtopia Pioniere. Zunächst hielt er eine Ansprache und stand dann für Fragen der Newtopia Teilnehmer zur Verfügung.

Bernd Siggelkow erzählte aus seiner Jugend und dass er es nicht immer leicht hatte. Schon früh lernte er, selbst für sich und die Familie zu sorgen. Heute hat er selbst fünf Kinder. Auf der Hompageseite der Arche steht folgende Aussage von ihm persönlich …

„Die Arche bietet neben vielseitigen anderen Angeboten einen kostenfreien, warmen Mittagstisch für bedürftige Kinder in Deutschlands Städten an. Die Familien der betroffenen Kinder können sich eine warme Mahlzeit am Tag oft nicht leisten, worunter zuallererst unsere Kleinsten leiden. Derzeit geht jedes vierte Kind ohne Frühstück zur Schule. Eine alarmierende Zahl! Ein warmes, gemeinsames Mittagessen ist in unseren Häusern für die Kinder aus meist sozial benachteiligten Lebensverhältnissen neben dem ungemein wichtigen Aspekt gesunder und vollwertiger Ernährung auch ein echtes Gemeinschaftserlebnis und ein wichtiger Baustein für einen geregelten Tagesablauf. Wir kämpfen für mehr Chancengleichheit von Kindern in unserem Land. Deshalb fördern wir ganz besonders die Kinder, die es am allernötigsten haben. Dabei ist eine warme Mahlzeit am Tag ungemein wichtig. Helft mit und unterstützt mit diesem Projekt unsere Kleinsten in Berlin! Denn Kinder sind nicht nur unsere Zukunft, sondern schon jetzt wertvoller Bestandteil unserer Gegenwart!“

Bernd Siggelkow

Screenshot Sat.1

Die Diskussion mit den Newtopia-Bewohnern

Am Anfang der Diskussion ergriff Candy das Wort und knüpfte an seinen Vortrag an. Er möchte einen Tipp von Bernd Siggelkow. Wie könnte er den Pionieren verständlich machen, welche Botschaft er senden möchte?

Bernd fragte den Aussteiger: „Ist es deine Intention, allen deinen Willen aufzudrücken? Willst du dich nicht mal zurücknehmen und gemeinschaftlich agieren?“

Candy: „Ich habe das Gefühl, dass man hier gegen mich arbeitet und hier nur ein Abklatsch der deutschen Gesellschaft konstruiert werden soll.“

Bernd: „Was du hier tust ist doch auch genau das, was du draußen tust. Du machst doch nichts Neues!“

Darauf wusste Candy erst mal nichts mehr zu sagen. Die Bewohner fuhren mit den Fragen an den Arche-Verantwortlichen fort. Karolina versuchte zunächst zu erklären, dass sie hier sehr unterschiedlich sind und deswegen solche Schwierigkeiten haben, gemeinsame Ziele zu finden. Hans warf ein, dass man im Fernsehen nur eine Stunde ihres Lebens in Newtopia zu sehen bekommt, sie aber hier vierundzwanzig Stunden zusammenleben müssten.

Derk bedankte sich für die wichtigen Messages. Sie verteidigten sich schon wieder. Er sagte aber auch, dass die Idee mit der Schnittmenge gut sei. Die Grabenkämpfe könnten sie sich ersparen. Es sei aber noch ein laufender Prozess.

Bernd betonte, dass er nicht sagen wollte, dass es schlecht ist was sie machen. Sie sind mit einer Vision reingekommen, was ist noch übrig davon? Man sollte sich fragen, ob man nur noch das Jahr irgendwie absitzen will. Auch in einer Familie streitet man und es kann auch nicht jeder alles. Er erwartet von seinen Mitarbeitern nicht, dass sie tun, was sie können.

Steffen: „Genau das ist der Punkt. Mein Newtopia ist, dass man vom „ich“ weg kommt und ins „wir“ kommt.“ Andre fand sehr wichtig, sich gegenseitig zu vertrauen und Aurica bemängelte die Möglichkeit, sich auch mal aus dem Weg gehen zu können. Bernd erklärte, dass es ein Problem ist, immer nur die Begrenzung zu sehen („wir sind so unterschiedlich“). Man sollte anders damit umgehen. Nicht die Begrenzung sehen, sondern die Möglichkeiten: Wie kann man gemeinsam etwas erschaffen?

Bernd Siggelkow

Screenshot Sat.1

Der Streit beginnt und Aurica platzt der Kragen

Nun wurde es laut. Der Auslöser war Candy. Er behauptete, die Pioniere verschwenden nur Geld, er sei der sparsamste Bewohner und er wolle eine Botschaft in die Welt senden. Man müsste mit den Ressourcen der Welt sparsam umgehen, deswegen wird er als schmutzig bezeichnet. Man müsste sich nicht ständig waschen.

Nun platzte Aurica der Kragen und sie wurde sehr laut. Sie warf Candy vor, alles zu boykottieren – ihre Veranstaltungen (für die er selbst nicht tut) zu boykottieren und sie dann für seine Visionen zu missbrauchen.

Und auch Derk wurde nun wütend. Er schrie Candy an, dass er der teuerste Bewohner überhaupt sei. Aurica war nun nicht mehr zu bremsen. Ein weiterer Vorwurf: „Er bremst uns ständig aus, redet nur immer von seinen Seminaren und trotzdem passiert gar nichts.“

Candy versuchte sich zu verteidigen: „Ich musste die letzten drei Tage meinen Hasen beschützen. Sogar die Polizei musste ich anrufen, um mich zu erkundigen, ob ich ihn behalten darf an diesem Ort…“

Bernd gab Candy erneut Kontra: „Ach, du bist doch gar nicht so autonom wie du immer tust. Ich seh das doch im Fernsehen.“

Es ging noch eine Weile hoch her, doch dann beendete Bernd Siggelkow die Diskussion mit der Bemerkung, dass er nicht hier sei, um für sie den Moderator zu spielen. Bernd erzählte noch ein bisschen von seiner Arbeit und erläuterte die Frage nach dem „wie kommt man auf einen Nenner“ mit einem Beispiel: „Wenn ich einem meiner Kinder sage, dass es an Gott glauben muss bekomme ich die Antwort, dass man gar nichts muss. Man muss an denjenigen glauben… so funktioniert das.“

Auch einen Tipp für die Newtopia-Pioniere hat er noch im Gepäck: Bernd: „Jeder schreibt seine Schwächen und Stärken auf und das ehrlich mit sich selbst. Diese trägt er anschließend vor und alle gemeinsam sprechen darüber. Nun könnt ihr euch sich ein Etappenziel setzen. Ihr arbeitet im Moment mehr an euren Schwächen als an euren Stärken. Das sag ich als Zuschauer – mehr sag ich nicht.“

Noch eine Geschäftsidee: Wie wärs mit einem Gnadenhof für Tiere? Kalle könnte da helfen. Besucher könnten kommen und die Tiere streicheln und dafür Eintritt zahlen. Sie sind ein tolles Team, haben tolle Ansätze. Bernd fehlt, dass sie sich zusammenraufen – Als Ingenieurin, als Koch, als Autonom, als Model…. Sie sollen sich fragen, was sie gemeinsam bewirken könnten.

Eines hat Bernd alleine durch seine Anwesenheit und seine ruhige Art geschafft: Die Bewohner sind nachdenklich und sprechen ruhig und geduldig nacheinander. Jeder kommt zu Wort und wird nicht mehr unterbrochen.

Alle Informationen rund um Candys Aufenthalt in der neuen TV-Welt gibt es nicht nur im Newtopia Livestream, sondern auch bei Facebook oder im Newtopia Forum

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