Der BBfun-Gewinnsummenrückblick

Die meist sechsstellige Gewinnsumme war für viele Bewohner der größte Anreiz, ins Haus zu ziehen. Mit 100.000 Euro sollte es dabei in der elften Staffel ursprünglich deutlich weniger Geld für den Sieger geben als noch in den vergangenen Big Brother-Staffeln, in denen 250.000 Euro ausgelobt worden waren. Einige Fans sahen darin sogar die bisher niedrigste Gewinnsumme, womit sie allerdings nicht ganz richtig liegen. In unserem Rückblick zeigen wir euch, wer sogar mit noch weniger Geld nach Hause gehen musste, wann Big Brother die Siegprämie sogar erhöht hat und wer für seine Leistung am meisten Geld bekommen hat.

Der Start von Big Brother im März 2000 war auch in Deutschland das Medienereignis des Jahres, rief zahlreiche Kritiker auf den Plan und zog gleichzeitig Millionen von Fans in seinen Bann. Die Staffel orientiere sich dabei am erfolgreichen niederländischen Original. So waren nicht nur das Hausdesign, das Intro oder die Spielregeln der allerersten Staffel weltweit vergleichbar, sondern auch die Gewinnsumme war nahezu überall gleich. Statt 250.000 Gulden wie in den Niederlanden lobten RTL II und endemol 250.000 Mark (rund 130.000 Euro) für den Sieger aus. Nach 102 Tagen wählten die Zuschauer John zum ersten Gewinner, der somit umgerechnet rund 1253 Euro pro Tag gewann.

Aufgrund des großen Erfolgs der ersten Staffel startete nach drei Monaten die zweite Staffel im September 2000. Geändert wurde an der Erfolgsformel nicht viel. Weiterhin ein Haus, zahlreiche Kameras und wieder einmal 250.000 DM Hauptgewinn. Alida, die erste Gewinnerin bei Big Brother Deutschland, musste im Gegensatz zu ihrem Vorgänger 106 Tage in Deutschlands berühmtester WG verbringen, weshalb sie auch nur etwa 1206 Euro pro Tag mit nach Hause nahm.

Hoch erfreut über den weiterhin anhaltenden Erfolg der Reality-Show, entschlossen sich RTL, RTL II und endemol dazu, nach nur ein Monat Pause die 3. Staffel auf die Bildschirme zu bringen. Wieder einmal sollte sich nur wenig ändern. Das Haus wurde etwas anders dekoriert, die Staffeldauer blieb bei 106 Tagen und der Gewinn bei 250.000 DM. Nur bei den Regeln sollte sich etwas ändern, denn ein Bewohner war kein normaler Bewohner, sondern ein Maulwurf, der von Big Brother eingeschleust wurde, um Konflikte zu provozieren. Nach seiner Enttarnung erhöhte Big Brother als Ausgleich die Gewinnsumme auf 300.000 DM (rund 153.000 Euro), die schließlich von Karina alias Joker gewonnen wurden. Ihr durchschnittlicher Tagesverdienst: rund 1447 Euro.

Das Interesse an Big Brother ging in der dritten Staffel merklich zurück, weswegen man sich entschied, die Show erst einmal pausieren zu lassen. Zwei Jahre sollte es dauern, bis Big Brother wieder zurückkehrte und seine Bewohner in zahlreichen Battles gegeneinander antreten ließ, um sich so einen Platz im Luxusteil des Hauses zu erkämpfen. Der Clou an dieser Staffel: Der Sieger hätte der erste deutsche Gewinner sein können, der das Big Brother Haus nach 99 Tagen trotzdem mit leeren Händen verlassen muss. In der letzten Woche mussten sich die vier Finalisten ihren Gewinn nämlich erst in vier Final-Battles erspielen. Ursprünglich wollte Big Brother 25.000 Euro pro gewonnener Battle springen lassen, insgesamt also bis zu 100.000 Euro. Diese Summe wurde jedoch auf 30.000 Euro pro gewonnener Battle erhöht. Von der maximalen Gewinnsumme von 120.000 Euro wurden allerdings nur 90.000 Euro erspielt, da Nadja bei ihrer Battle versagte. Am Ende durfte Jan sich über den Sieg bei „Big Brother – the battle“ freuen, auch wenn er bisher den niedrigsten Gewinn einheimste. Mit 909 Euro erhielt er auch die bisher geringste Summe pro im Big Brother-Haus verbrachten Tag.

Für die 5. Staffel, die im März 2004 begann, zeigte sich Big Brother wieder spendabler, verlangte von seinen Bewohner aber auch noch mehr ab. Ein Jahr lang sollten sie in drei Bereichen (Reich, Normal und Survivor) um Luxus oder Luftmatratze kämpfen, um dann am Ende des Big Brother-Jahres den bisher höchsten Gewinn von einer Million Euro einzustreichen. Strahlender Sieger und damit erster Big Brother-(Brutto-)Millionär wurde Sascha, der sich in einem knappen Rennen gegen Franziska durchsetzen konnte. Sein Tagesverdienst belief sich auf rund 2740 Euro. Franziska und Michael, die ebenfalls ein Jahr im BB5-Haus ausgehalten haben, sollten allerdings nicht vollkommen leer ausgehen und erhielten von Big Brother jeweils 50.000 Euro. Auch Sascha verteilte Preise an den zweiten und dritten Platz: weitere 50.000 Euro für Franziska, sowie eine Harley für Michael.

Doch es sollte noch größer kommen. Noch während dem Finale der fünften Staffel startete Big Brother die 6. Staffel und packte Big Brother in ein ganz Dorfes mit drei unterschiedlichen Wohnhäusern und drei Arbeitswelten. Ursprünglich sollte die Staffel unendlich lang dauern und somit auch die letzte Staffel sein. Dem Motto von BB5 – ein Jahr, eine Milion – wollte Big Brother auch in der Dorfstaffel treu bleiben. Anders als bisher sollte aber nicht nur ein Bewohner das große Geld mit nach Hause nehmen, sondern alle die Chance haben, mit Arbeit, Matches und Beliebtheitsvotings den großen Gewinn zu machen. Einzige Bedingung: Um den Gewinn behalten zu dürfen, durfte man nicht freiwillig das Handtuch werfen. Neben einem regelmäßig ausgeschütteten fünfstelligen Jackpot sollte alle vier Monate auch eine Sonderauslosung von 250.000 Euro stattfinden, die im Gegensatz zum Jackpot nur ein Bewohner erhalten sollte. Giuseppe war der Gewinner der ersten und auch einzigen Sonderauslosung. Da „Big Brother – Das Dorf“ nicht mehr so hohe Marktanteile wie BB 5 erzielt hat, entschieden RTL II und endemol, die Pforten des Dorfs nach knapp einem Jahr zu schließen und wie bisher auch von den Zuschauern einen Gewinner bestimmen zu lassen, der nochmals 250.000 Euro auf sein Konto bekommen sollte. Dieser Gewinner war Michael, der insgesamt 267.443 Euro ansammelte. Da er erst Ende September ins Dorf zog, konnte er nur 154 Tage dort verbringen und somit durchschnittlich etwa 1737 Euro pro Tag gewinnen. Top-Gewinner der Staffel war allerdings Giuseppe, der im August die ersten 250.000 Euro gewonnen hat. Insgesamt durfte er sich über 281.734 Euro freuen. Bei 313 Tagen im Dorf macht das allerdings nur einen durchschnittlichen Gewinn von 900 Euro pro Tag. Insgesamt schüttete Big Brother in Staffel 6 innerhalb von 363 Tagen eine Summe von 1.008.017 Euro an seine Bewohner aus.

RTL II erhoffte sich von der Pause, dass sich die Quoten seiner Containershow wieder erholen und alte Werte erreichen. Premiere hingegen wollte nicht so lange warten und war daran interessiert, auch weiterhin 24 Stunden Reality live bieten zu können. Und so schickte der Pay-TV-Sender direkt im Anschluss an das Dorf-Finale eine eigene (inoffizielle) Staffel an den Start – „Der Container exklusiv“. Diese Staffel orientierte sich an den Ursprüngen von Big Brother: ein Bereich, keine Matches, kürzere Laufzeit. 150 Tage lang sollte sie eigentlich gehen und dem Gewinner 150.000 Euro bescheren. Doch Premiere war mit der Entwicklung der Abozahlen nicht ganz zufrieden und kürzte seine eigene Containershow daraufhin auf knapp 100 Tage. Entsprechend wurde auch der Gewinn auf 100.000 Euro gekürzt und am Finale an Sergej ausgehändigt, der die vollen 99 Tage im Container verbracht hat. Sein Gewinn pro Tag: 1010 Euro.

Im Januar 2007 nahm RTL II die Sache wieder selbst in die Hand und schickte unter dem Originaltitel wieder eine offizielle Staffel an den Start, die sich ebenfalls an den Wurzeln von Big Brother orientieren sollte. Erstmals seit der 3. Staffel lebten die Bewohner wieder gemeinsam in einem Haus ohne Bereiche, dafür aber weiterhin mit einem Matchfield. Ähnlich wie ihre Vorgänger aus der 4. Staffel gingen die Bewohner der 7. Staffel das Risiko ein, dass es am Ende der 148 Tage keinen Gewinn für den Sieger gibt. Wie in Staffel 6 musste sich der Gewinn von maximal 250.000 Euro in Wochenaufgaben und Matches erarbeitet werden. Der Große Bruder schreckte allerdings auch nicht davor zurück, einen Teil des Gewinns für Regelverstöße wieder abzuziehen. Nach rund 5 Monaten stand der Zähler auf 244.655 Euro, wurde vom Großen Bruder dann aber großzügig auf 250.000 Euro aufgerundet. Mitgenommen hat sich das Geld Michael, der somit rund 1689 Euro pro Tag gewonnen hat.

Für Staffel 8, die im Januar 2008 startete, setzte Big Brother den Hauptgewinn wieder auf feste 250.000 Euro, erwartete aber einmal mehr, dass sich seine Bewohner in Matches beweisen und zwischen arm und reich wechseln. Mit Isi durfte sich nach 183 Tagen die dritte Frau über den Sieg bei Big Brother freuen. Umgerechnet gab es für sie etwa 1366 Euro pro Tag.

Durch den Erfolg der 8. Staffel wurde man bei RTL II und endemol einmal mehr übermütig und zog den Beginn der 9. Staffel vom Januar auf den Dezember 2008 und verlängerte die Staffeldauer auf 211 Tage. Inhaltlich orientierte man sich an der Vorgängerstaffel. 250.000 Euro Preisgeld, sowie zwei Bereiche (dieses Mal Himmel und Hölle). Die Zuschauer waren anfangs nicht begeistert, kehrten jedoch nach einem Reload im Januar zurück zum Großen Bruder und kürten Daniel zum Gewinner. Sein durchschnittlicher Tagesgewinn: 1185 Euro.

Im Januar 2010 ließ Big Brother die Sektkorken knallen und feierte mit Staffel 10 sein Jubiläum. Einmal mehr lobte der große Bruder 250.000 Euro für den Gewinner aus. Ursprünglich sollte die Staffel jedoch nur rund 150 Tage dauern. Doch das zugemüllte Secret-Haus zu Beginn der Staffel, die Diskussion um das erste schwule HIV-infizierte Pärchen im Big Brother-Haus, der ewige Kampf um Luxus und die Streitereien zwischen Klaus und La Famiglia, machten die Jubiläumsstaffel zur erfolgreichsten Staffel seit Runde 5. Big Brother bedankte sich für die Treue, in dem er kurzerhand die Staffel auf 211 Tage verlängerte und auch Preise für die Plätze 2 und 3 auslobte. Platz 3 bedeutete eine Traumreise, die sich Anne unter den Nagel reisen konnte, während Marc sich als Zweitplatzierter über ein neues Auto freuen konnte. Der Sieger und Gewinner der 250.000 Euro war am Ende Timo, der insgesamt 98 Tage im Haus verbrachte und mit 75,2% der Anrufe auch den bisherigen Rekord für den höchsten Sieg brechen konnte, der bisher von Alida gehalten wurde (73,13% der Anrufe). Mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2551 Euro pro Tag ist er zwar weit vorne dabei, muss sich aber knapp Sascha Sirtl geschlagen geben, der bis heute am meisten Geld pro Tag im Big Brother-Haus einheimsen konnte.

In der elften Staffel, die wie die ersten Staffeln lediglich 100 Tage gehen sollte, lobte Big Brother ursprünglich 100.000 Euro aus. Ureinwohner hatten damit die Chance, bei „Big Brother – The Secret“, so der vollständige Titel der elften Staffel, 1000 Euro pro Tag erhalten und damit nicht wesentlich weniger als viele ihrer Vorgänger. Verglichen mit Jan hätte sich der Gewinner sogar über etwas mehr Geld freuen. Nachdem bei den Zuschauern die geheimnisvollste Staffel aller Zeiten, in denen jeder Bewohner sein persönliches Secret beschützen musste, gut ankam, entschied man sich bei RTL II und endemol erneut in die Verlängerung zu gehen und einen weiteren Monat an die Staffel zu hängen. Mit der Verlängerung der Staffeldauer auf 134 Tage wurde auch das Preisgeld erhöht und betrug fortan 125.000 Euro. Am 12. September 2011 konnte sich schließlich Ureinwohner Rayo das Geld unter den Nagel reißen. Aufgrund der Staffelverlängerung erhielt er jedoch nur noch knapp 940 Euro für jeden Tag, den er in Deutschlands bekanntester TV-WG verbracht hat. Dennoch ist sein Gewinn pro Tag immer noch höher als der von Jan. Leon und Daggy konnten sich nach Staffel-Ende über eine Traumreise bzw. ein Auto freuen, nachdem sie beim Finale den dritten und zweiten Platz belegt hatten.