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„Antisocial Network“ – Fremdsch√§men mit Gosejohann

"Antisocial Network": Die Comedy macht bekanntlich vor nichts und niemandem halt. Was l√§ge da n√§her, als nun auch die sozialen Netzwerke f√ľr Scherze und auch etwas h√§rtere Sp√§√üe zu entdecken. Wer w√§re da nicht geeigneter als Simon Gosejohann? Er spricht √ľber sein neues Projekt und alles, was damit zusammenh√§ngt oder resultieren k√∂nnte.

"Antisocial Network"

Simon Gosejohann, geboren am 09. Januar 1976 in G√ľtersloh-Niehorst, ist ein deutscher Schauspieler, Moderator und Komiker. Der in K√∂ln lebende Gosejohann ist vielen bekannt aus „Elton vs. Simon“ und sp√§ter aus „Elton vs. Simon – die Show“. Auch ein Buch schrieb er schon, 2011 ver√∂ffentlicht unter dem Titel „Schmerzfrei“. Das ist das Stichwort und wir w√§ren auch schon beim Thema.

Eine halbe Million Fans, eine gute Basis f√ľr¬†„Antisocial Network“

Im Interview wurde Simon Gosejohann nat√ľrlich gefragt, wie viel Zeit er in sozialen Netzwerken verbringt. Es w√§ren schon eineinhalb Stunden pro Tag, da man ganz andere Einblicke bekommt als in klassischen Nachrichtenportalen. Er vergleicht es mit w√∂chentlichen Klassentreffen, die einem immer Informationen √ľber die jeweiligen Menschen liefern.

Nervt Facebook manchmal?

Simon sieht das als Luxusproblem. Er ist auch nicht genervt von Leuten, die ihr Fr√ľhst√ľck oder Abendessen posten und immer mitteilen, wo sie sich gerade aufhalten. Vergleichbar w√§re das mit Leuten, die sich st√§ndig √ľber das Fernsehprogramm beschweren, doch anscheinend vergessen haben, wo sich die Fernbedienung befindet.
480 000 „Liker“, passt er da auf was er postet? Da f√§llt Simon Til Schweiger ein und seine Aussage, dass das Internet ein negatives Medium sei und er gibt ihm recht. „Negative Kommentare funktionieren deutlich besser als positive. Wenn ich schreibe, dass ich dieses oder jenes gut finde, hei√üt es: „Wen interessiert das? Geh arbeiten‚Ķ“ Schreibe ich aber, dass ich etwas total mies finde, dann schlie√üen sich tausende User dieser Meinung an und kotzen sich auf meinem Profil die Seele aus.“

Wie handhabt Simon Gosejohann den Umgang mit Facebook?

F√ľr ihn z√§hlt Pers√∂nlichkeit. Selbst sein, sich fragen was man braucht oder auf was man gerne verzichten kann. Ein Beispiel f√ľhrt er an: Wenn man am Sonntag postet, dass man verkatert ist, kann man mit einer Menge Zuspruch (Daumen hoch) rechnen. Braucht man das, ist das wichtig? So muss man eben f√ľr sich selbst klarlegen, auf was man Wert legt. Die heutige Jugend zeigt wieder schnell den erhobenen Finger, er fragt sich, ob wir wirklich in einer Demokratie leben.
Es g√§be immer wieder Leute, die ihm „eine mitgeben“ wollten und schaut auf sein Profil. Er hatte auf Facebook ein Foto gepostet, auf dem er auf einer Bank sa√ü, die vom Hochwasser umsp√ľlt war und mit dem Kommentar versehen „Schei√üe, eingepennt“. Das fanden die Leute gar nicht lustig und er musste b√∂se einstecken daf√ľr. Ironie tut sich im Netz schwer, meint Simon.
Der Hintergrund: Das Foto ist schon VOR dem Hochwasser entstanden und erntete mehrere tausend Likes. Nat√ľrlich f√ľhlten sich Leute, die vom Hochwasser betroffen waren, angegriffen. Der Zeitpunkt sorgte daf√ľr, dass das Foto so extrem polarisierte und Entr√ľstung nach sich zog, doch auch, dass der Gag derart durch die Decke schoss.

Vor einem Shitstorm hat er keine Angst. Na ja, er sagt, dass wenn er jetzt ja sagen w√ľrde, es mit Sicherheit sofort Menschen geben w√ľrde, die es in die Tat umsetzen w√ľrden. „W√§re nat√ľrlich bl√∂d, aber die Schei√üe muss man dann fressen.“ (lacht)

In „Antisocial Network“ werden Facebook-Accounts gekapert. Was macht den Reiz aus?

„Wir drehen das Rad der Versteckten Kamera weiter und haben sie mit der Hilfe von Social Media auf ein neues Level gehoben. Dadurch entsteht ein v√∂llig neuer Fremdsch√§m-Faktor, den man gesehen haben muss.“

Welche Idee steckt hinter „Antisocial Network“?

Nicht so sehr, die Idee Menschen vorzuf√ľhren. Eher √ľber die sozialen Netzwerke und die Privatsph√§re die pers√∂nlichen Grenzen der Kandidaten auszureizen. Nun kommt ein Vergleich: Die Voraussetzungen w√§ren hart, nicht so hart jedoch wie beim Dschungelcamp. Emotionalit√§t soll aus dem Kandidaten gekitzelt werden. Er sagt, als er und Thilo das in ihrem¬†Special-NSA-Mobil beobachtet haben, seien sie voll mitgegangen.

Antisocial NetworkIn „Antisocial Network“ arbeitet Simon Gosejohann mit seinem Bruder zusammen. „Es zieht Thilo nicht allzu sehr vor die Kamera, aber wenn er mitmacht, ist er f√ľr jeden Spa√ü zu haben. Ihm ist einfach nichts zu peinlich. Und mir sowieso nicht.“¬†Man darf gespannt sein, was ihnen alles eingefallen ist um den Leuten „Emotionalit√§t“ zu entlocken. Ach ja, am besten gef√§llt ihm selbst die Facebook-Seite von Niels Ruf¬†(siehe Bild links), der sei unberechenbar. Wir werden sie uns mal ansehen.

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