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Dschungelcamp bis Supertalent: Teilnehmer buhlen um Ruhm und Gage

Ruhm und Ehre vs. Spott und Hohn: Bei TV-Formaten ist der Grat zwischen umjubelter Unterhaltung und verspottetem Trash nicht immer sehr breit. Dennoch drängen viele Möchtegern-Stars in TV-Shows, um sich selbst darzustellen. Ein Fakt, der die Machart von neuen Formaten durchaus prägt.

Wie TV-Shows zum Zentrum der Selbstdarstellung wurden

Berühmt werden um jeden Preis wollen jedes Jahr aufs Neue viele tausende Menschen – und das erfolgt spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends nicht mehr nur indem man ein Demoband an eine Plattenfirma schickt, um mit der eigenen Band ganz groß rauszukommen. Mit dem Aufkommen des TV-Formats POPSTARS im Jahr 2000 wurde auch das populär, was noch heute in zahlreichen ähnlich gelagerten TV-Formaten gängige Praxis ist: die Plattform der Show als Gelegenheit zur Selbstdarstellung zu nutzen – ganz egal, ob man etwas Besonderes kann oder nicht.

Nicht nur, dass die Kandidaten selbst von Millionen von Zuschauern gesehen werden können, reizt die Teilnehmer – auch die Macher der TV-Shows bauen auf möglichst auffällige Charaktäre, die dem Format eine schräge, aber dennoch unterhaltsame Note geben. Dass nebenher weiter nach meist unauffälligen Talenten gesucht wird, die dem eigentlichen Casting-Sinn des Formats entsprechen, ist fast nebensächlich. Formate wie etwa Deutschland sucht den Superstar werden gerade wegen des Trashfaktors von vielen Menschen geschaut. Nicht umsonst sind aus Verlierern der Show mehr oder minder große Bekanntheiten in Deutschland geworden – bestes Beispiel ist dafür Menderes Bagci. An die Gewinner kann man sich heutzutage, anders als etwa bei den ersten Stars wie die No Angels oder Alexander Klaws, kaum noch erinnern.

Nach dem Erfolg: Erfolglose Stars auf der Suche nach einer Zukunft

Formate wie X Factor oder The Voice of Germany bilden den Gegenpol zu DSDS und Das Supertalent: Dort steht zwar das Können an erster Stelle, die Gewinner der Formate bleiben aber auch hier selten für längere Zeit erfolgreich.

Kein Wunder also, dass Teilnehmer von Castingshows prädestiniert sind Verwertungsshows, bei denen ein wenig Gage einzufahren ist. Bestes Beispiel: Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!. Seit mittlerweile neun Staffeln geben die Macher der RTL-Show Promis, die zumeist beruflich auf dem Abstellgleis stehen, eine neue Chance. Millionen Zuschauer sind dabei, wenn Schafshoden gekaut und Fischaugen zerkleinert werden, wenn Kakerlaken über den Körper krabbeln und Spinnen Angst machen. Der Zuschauer hofft auf möglichst viel Anlass zur Schadenfreude, der (einstige) Promi auf ein schnelles Ende und eine entsprechend hohe Gage.

Normalität = Langeweile? Zuschauer zwischen Promi-Trash und Normalo-Shows

Dass, wenn es zu harmonisch, zu normal wird, die Quote fällt, zeigt der Quotenverlauf des Dschungelcamps in diesem Jahr. Zwar konnten die Macher fast täglich die Konkurrenz schlagen, doch eine schlechte Werbeauslastung und hohe Produktionskosten dämpfen den Erfolg. Auch weil die Stars des Formats ganz genau wissen, worauf sie sich eingelassen haben. Sie bleiben ruhig und wollen ihre Zeit bis zur Ausschüttung der Gage absitzen – oder zumindest bis zur Rauswahl durch die Zuschauer.

Immer lauter wird daher in Fankreisen der Wunsch, wieder auf normale Menschen in Unterhaltungsformaten zu setzen, Promi-Versionen zurückzufahren und Platz zu machen, um spannende Charaktäre des Alltags kennen lernen zu können. Zwar setzen auch Formate wie etwa Wer wird Millionär auf Sonderausgaben mit prominenten Teilnehmern, doch der Quotenerfolg gibt auch der Konstante No Name recht. Sat.1 will 2015 daher nicht nur auf eine Neuauflage von Promi Big Brother setzen, sondern mit Newtopia auch unbekannte Pioniere auf ein Abenteuer schicken.

Bewerber, die sich selbst darstellen wollen, hat man ganz bewusst schon im Vorfeld aussortiert. Man will keine Möchtegern-Stars, die für ein wenig Aufmerksamkeit und Gage fast alles tun würden. Was zählt, sind echte Emotionen und eine Motivation, die dem Format dienlich ist.

Alternative zum Trash-TV: Geld verdienen geht auch anders

Wenn es um große Herausforderungen und spannende Abenteuer geht, sind Fernsehproduktionen gewiss eine gute Gelegenheit, um auf seine Kosten zu kommen. Doch oftmals ist der Anreiz ein anderer: schnelles Geld und ein wenig Ruhm. Zumindest Geld verdienen kann man, sogar mit ein wenig Nervenkitzel, auch online. Wer nämlich seinen normalen Job nicht aufgeben will und auch nicht sonderlich viel Wert auf Bekanntheit legt, kann beispielsweise in einem Online Casino Geld erspielen. Auch wenn der Markt dafür deutlich unübersichtlicher und unseriöser geworden ist (und sogar die Politik immer mehr in diesen Bereich eingreift), so bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Am Ende könnte man dann sogar doch noch im Fernsehen landen, wenn man es denn will. So strahlt ProSieben auch weiterhin regelmäßig die TV Total PokerStars.de Nacht aus.

Webportale wie etwa www.onlinecasino-austria.at sorgen für einen klaren Überblick und zeigen, wo kann man seriös spielend Geld verdienen kann. Man ist also durchaus nicht gezwungen, sich bei DSDS zum Kasper zu machen, nur, um im Nachgang ein wenig Gage einzustecken.

Profit auf allen Ebenen: Unterhaltungsformate auf Erfolgskurs

Im Fernsehen abnehmen, Kleidung kaufen, essen kochen: Für ein bisschen Aufmerksamkeit und Gage erleben Teilnehmer von TV-Formaten das, was für Millionen anderer zum Alltag gehört. Eine klassische Win-Win-Win-Situation. Profitieren doch nicht nur die Macher der Sendungen davon – auch die Teilnehmer und Zuschauer werden belohnt, zum einen mit Spaß und Geld, zum anderen mit Kurzweiligkeit. Wirklich gutes Fernsehen ist das im Zweifel jedoch nicht immer, sodass der Grat zwischen gut gemachtem Fernsehen und quotenorientierten Trash-Sendungen immer weniger von Bedeutung zu werden scheint.

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