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Dschungelcamp 2017

© RTL / Ruprecht Stempell

Markus Majowski: Der Revolutionär gab die Dschungel-Jeanne D’Arc

Markus Majowski musste am Samstag gehen. Woran lags? Hatte er etwas zu viel die Dschungel-Jeanne D’Arc gegeben? Oder hatte man von einem Comedian einfach mehr erwartet? nuvola erklärt die Lage...

Dschungelcamp 2017: Markus Majowski musste gehen. An was lags?

Markus Majowski, der Beschützer australischer Würmer, Ruhepol, Dschungelsheriff, Hüter von Recht und Dschungelgesetz, Hobby-Therapeut, Allwissender und und und… musste das Dschungelcamp bereits am Samstag verlassen.

Markus Majowski

Markus Majowski, Sarah-Joëlle Jahnel und Marc Terenzi – Foto: RTL / Stefan Menne

Schon als ich ihn das erste Mal in Australiens Camp-WG gesehen habe, wusste ich, ja, den kenne ich irgendwo her. Name wollte mir nicht gleich einfallen und Nachname hatte ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Comedian versprach aber lustig zu werden. Nur mehr und mehr gewinnt der geneigte Zuschauer die Meinung, dass viele Comedians nur noch lustig sein können, wenn ihre Autoren ihnen entsprechend witzige Dinge in den Mund schreiben. Ohne Autor im Hintergrund kommen unter Umständen gruselig unwitzige Donald Duck-Parodien, bei denen jeder Autor die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde. Aber jetzt mal im Ernst! Donald Duckstimme, Markus, echt jetzt? Ich weiß nicht, war die überhaupt jemals witzig? Als er sich dann auch noch selbst seine Wurm-Sünde vergab, war ich mehr als skeptisch, ob wir einen gemeinsamen Nenner für unseren Humor finden würden.

Komisch hingegen fand ich Markus Majowski immer dann, wenn er ernst, sauer oder bedrohlich wurde. Wenn er die Fäuste zur Revolution ballte und sich mit aller Vehemenz und Drohgebärden gegen den Dschungelschmutz in Wasserbehältern einsetzte. Wenn er seinen Promistatus als Druckmittel in die Waagschale warf und fast dehydriert um Sauberkeit kämpfte. Ach, war das ritterlich, so etwas gibt es ja heute nur noch ganz selten!

Immer wieder gab er weiterhin die Dschungel-Jeanne D’Arc und untermauerte seine Forderungen mit Nachdruck: „Hab ich mich da klar ausgedrückt?“ oder in etwa „War das verständlich genug?“

Markus Majowski gab den Dschungel Gewerkschaftsboss

Markus Majowski

Foto: RTL / Stefan Menne

Gäbe es einen Dschungel-Gewerkschaftsboss, er hieße Markus Majowski und dieser rief in etwa mit der gleichen sympathischen Ausstrahlung wie Claus Weselsky zum ersten Dschungel-Streik auf. Doch leider verrauchten seine Kampfansagen so schnell, wie die Kippen von Thomas Häßler.

Das Pochen auf Grundrechte im Dschungel, wie das bis dato unbekannte Gleiche-Klamottenrecht, verpuffte genauso schnell im Nirvana des Dschungeltelefons, wie Honeys Interesse an jemand anderem als ihm selbst.

Ungewollt komisch waren sein Dirtytalk und die Therapieversuche mit Crazy-Hanka, die er mit Hilfe seiner unglaublich großen Selbsteinschätzung mit Sicherheit bis zum Ende des Dschungelcamps flink therapiert hätte, wenn ihn die dreisten Zuschauer nicht rausgewählt hätten. Hoffentlich haben wir Zuschauer jetzt keine Sammelklage am Hals!

Richtig lustig – ohne Autor! – wurde Markus bei seiner Schatzsuche mit Kader. Da verhedderte er sich bei Fesselspielen im australischen Dschungel und wurde nicht so schnell befreit, wie er das wünschte – aus welchen Gründen auch immer. Da wurde der Hobbypsychologe stinksauer, und „Markus stinksauer“ war für mich gleichbedeutend mit „Markus richtig lustig“, als er nämlich dem armen RTL-Praktikanten, der beim Entfesseln nicht helfen wollte, drohte „Ich sehe schon Sterne! Mach mich frei. Wenn nicht, verklage ich dich!“
Da dachte ich nur: Er ist doch ein wahrer Comedian, der Markus!

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