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Dschungelcamp 2017
Dschungelcamp 2017 Hanka Fake: Gespielte Zwänge

© RTL

Psychologe: Kann bestätigen, dass Hanka unter Zwängen leidet

Nicht nur Honey war ein kontroverser Promi im Dschungelcamp 2017. Auch an Hanka scheiden sich die Geister: Sind ihre Zwänge und Phobien Fake oder doch echt? In stern tv äußerte sich ein Psychologe zu den Gerüchten, dass Hankas Zwangserkrankung nur gespielt ist.

Das Dschungelcamp 2017 ist fast vorbei, doch Deutschland rätselt weiterhin: Wie echt sind die Zwangsstörungen von Hanka Rackwitz? Als sie in den australischen Urwald zog, erklärte sich die ehemalige Big Brother-Bewohnerin selbst zur verrücktesten Kandidatin aller Zeiten und bekam auf Twitter auch einiges an Zuspruch für ihren Mut, so offen über ihre Erkrankung zu reden und trotz ihres Handicaps in das Dschungelcamp zu ziehen. Zudem fanden sich viele Fans, die Hanka gegen anfangs noch einzelne Fake-Vorwürfe verteidigten.

Hanka Rackwitz Fake: Sind die Zwänge nur gespielt?

Doch je länger die Stars im Busch hausten, desto mehr äußerten die Zuschauer und auch die Bewohner Zweifel daran, dass Hanka Rackwitz wirklich an einer psychischen Störung leidet. „Sie hat gewisse Vorrechte, die sie sich aufgrund ihres Vortäuschens einer psychischen Krankheit erstritten hat“, lästerte beispielsweise Fräulein Menke nach ihrem Auszug. Auch in den sozialen Netzwerken wird immer lauter Fake geschrien.

Vermeintliche Beweise für die Behauptung, dass Hankas Zwänge gespielt sind, lieferte die TV-Maklerin auch selbst. Als sie zusammen mit Nicole Mieth in die Dschungelprüfung „Zwickmühle“ gewählt worden ist, umarmte Hanka ihre Mitstreiterin. Auch danach fasste sie Nicole immer wieder vorsichtig an. Auch bei den Bäumen im Urwald zeigte sie bislang kaum Berührungsängste und musste darüber hinaus den Dschungelboden – anders als den Boden zuhause – nicht dauerreinigen.

Gespielte Zwänge: Das sagt ein Psychologe zu den Vorwürfen

Heißt das also, dass Hanka Rackwitz Fake ist und ihre Zwangsstörungen gespielt? Der Psychologe und Psychotherapeut Thomas Hillebrand, der die Dschungelcamperin bereits getroffen und zu einem Seminar eingeladen hat, sagt Nein. „Ich kann bestätigen, dass sie unter diesen Zwängen leidet. Es ist eine vielfältige Zwangsstörung, mit Kontrollzwängen und Waschzwängen, mit gedanklichen Zwängen. Von daher ist das für mich auch erstmal alles stimmig, was ich da so sehe“, so Hillebrand im Gespräch mit stern tv. Der Experte verweist auch darauf, dass er ähnlich bizarre Verhaltensweisen auch schon bei anderen Patienten gesehen hat.

Hankas Schwester Antje vermutet, dass der Dschungel Hanka dabei hilft, Ängste zu überwinden und sie daher Mitcamper anfasst und das Plumpsklo benutzt: „Das Lustige daran ist, dass Hanka ihre Ängste hauptsächlich in ihrer Wohnung und im Alltag hat. Und wir sind schon davon ausgegangen, da Dschungel das, was sie am liebsten hat, nämlich die Natur, um sie herum ist – dass sie das beruhigen wird.“

Dschungelcamp 2017 hilft Hanka beim Überwinden ihrer Ängste

Diese Einschätzung scheint auch Hanka Rackwitz selbst zu teilen: „Ich muss mich dran erinnern, wie ich die Dschungelprüfung gemacht habe. Vielleicht ist es ja doch möglich, denn Kampf wieder aufzunehmen.“ Auch Psychologe Hillebrand sieht die Teilnahme am Dschungelcamp und die damit verbundenen Erfolge positiv. „Sie kommt ja mit einer großen Bereitschaft ins Camp, und letztlich auch, um an ihrem Zwang etwas zu machen, sich auf Exposition, auf Konfrontation mit den Auslösern einzulassen. Und damit experimentiert sie. Und sie hat jetzt auch schon positive Erfahrungen gemacht“, so der Experte. „Zu merken. ‚Okay, es geht: Ich kann bestimmte Menschen berühren, ich kann auch zur Toilette gehen. Es passiert hier nichts Schlimmes. Ich bin weiter hier.‘ Das gibt ihr vielleicht auch ein Stück Sicherheit.“

Es gibt aber weiterhin negative Beurteilungen zu Hanka. So ist Direktorin Dr. Isabella Heuser-Collier der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité der Ansicht, dass Hankas Verhalten einstudiert wirke.

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