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Dschungelcamp 2012

Micky Beisenherz – der Mann hinter den Kommentaren von Sonja und Dirk

Annähernd alle Zuschauer lieben die bissigen Kommentare von Sonja Zietlow und Dirk Bach. Das unterschiedliche Dschungelcamppärchen bringt diese mit einem ganz eigenwilligen Charme in die Wohnzimmer der schmunzelden und lachenden Anhänger der Dschungelshow. Kaum einer jedoch kennt den Mann und den Namen, der hinter diesen ironischen und oft sarkastischen Bemerkungen der Frontleute steckt. Es ist Micky Beisenherz. Er versorgt die Moderatoren mit ihren berühmt-berüchtigten Kommentaren.
Selbstverständlich gilt die erste Frage der welt.de der Aussicht auf das bald beginnende Dschungelcamp und ob er sich schon darauf freue: „Ja, es wird das größte Ehemaligen-Treffen aller Zeit! Ehemaliges Model, ehemaliger „DSDS“-Teilnehmer, ehemaliger Next-Uri-Geller … Das „Ex“ kommt so oft vor, dass die Sendung „Ex-Faktor“ heißen müsste“.
Die zweite Frage war auch vorhersehbar, auf wen er sich denn am meisten freuen würde: „Auf Ailton, der verspricht großartig zu werden. Den Leoparden-Tanga hat er schon, und auch in seiner aktiven Zeit als Fußballer war er zu 80 Prozent Entertainer – wenngleich er nur den Wortschatz einer durchschnittlichen SMS hat. Fürs Auge ist aber auch was dabei“. Der Interviewer tippte auf Brigitte Nielsen, da lag er jedoch nur zum Teil richtig. Micky Beisenherz ergänzte: „Äh, zum Beispiel. Und dann sind da ja noch Micaela Schäfer und Radost Bokel. Und Ramona Leiß – mit der holen wir uns die ZDF-Zuschauer“. Nun wissen wir, welches Ziel sie mit der Verpflichtung der ehemaligen „ZDF Fernsehgarten“-Moderatorin angestrebt haben.
Beisenherz betonte, dass ihnen das Pulver für die Kommentare nie ausginge, welt.de führte daraufhin als Beispiel die gefühlten 100.000 Peniswitze bei Nico Schwarz an. Auch darauf konterte Beisenherz geschickt: „… mit denen wir am Ende die Moderatoren gequält haben, das war der Joke. Nein, unser größtes Problem in den letzten Staffeln war, dass wir gar nicht alles untergekriegt haben, was uns so im Kopf umherschwirrte. Wenn so ein Haufen Premium-Borderliner aufeinandertrifft, hauen die in der Regel immer was raus“. Das ist wohl die Aussage des Tages und wird nahtlos in unseren Sprachschatz übergehen, damit auch wir in Zukunft mehr als eine durchschnittliche SMS an Sprachschatz haben: Premium-Borderliner. Beisenherz erklärt dieses Wort noch einmal: „Na ja, das sind halt Leute, die schon in der Vergangenheit verhaltensauffällig geworden sind. Und die festgestellt haben, dass das dem medialen Marktwert eher zuträglich ist“.
Am meisten faszinierten bzw. regten ihn zu seinen Kommentaren an: „Die Kandidaten, die mich am meisten begeistert haben, waren die mit der verzerrtesten Selbstwahrnehmung. Das war sowohl bei Sarah Dingens so als auch bei Peter Bumms beziehungsweise Bond. Das waren zwei, die eine Aufgabe entweder völlig verrissen oder gar nicht erst antraten – nur um sich selbst vor den anderen zu feiern. Das fand ich spannend“. Mitleid hat er mit keinem der Promis, denn nach fünf Staffeln müsste man wissen auf was man sich einlässt. Ein wahres Wort.
Wer das ganze Interview lesen möchte, findet es hier pfeil.gif


Nicht der Dschungelkönig, doch der Kaiser der bissigen Kommentare – Micky Beisenherz

Quelle: welt.de; Foto: Picture-Alliance/Jazzarchiv Hamburg

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