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Dschungelcamp 2011

Psychologe erklärt die Faszination am Camp

Der Medienpsychologe Jo Groebel urteilt hart ĂĽber die Fans der Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Als „gedämpften Sadismus“ bezeichnet er die Vorliebe der Zuschauer, die Z-Promis in die DschungelprĂĽfungen zu wählen und leiden sehen zu wollen.
Bis zu 40 % Marktanteile der Zielgruppe erreicht das RTL – Projekt und schlägt damit laut Express.de jegliche Konkurrenz. „Der Zuschauer ist Bestrafender, Regisseur und Sadist gleichzeitig“, erklärt der Psychologe und glaubt, dass die Dschungelfans die Macht ĂĽber das Geschehene genieĂźen. Das Publikum bestrafe Sarah aus der Ferne – weil sie die anderen nerve und aufgrund Sarahs extremer Reaktionen könne sich der Zuschauer regelrecht an ihr ergötzen, wenn sie zur PrĂĽfung muss.
Doch auch ohne Sarah wäre die Sendung laut Jo Groebel ein Erfolg, denn in den zwei Wochen Campaufenthalt werden alle Charaktereigenschaften bis ins Extreme verstärkt: „Aggressive Menschen werden zum Beispiel noch aggressiver, behĂĽtende Leute werden noch behĂĽtender“, so Groebel. Besonders eklig – faszinierend sei es, wenn den Kandidaten angekĂĽndigt wird, was sie essen und trinken mĂĽssen. Der eigentliche Geschmack dessen, was die PrĂĽflinge zu sich nehmen mĂĽssen, ist möglicherweise gar nicht so schlimm. Fies wird es erst durch den Kommentar, dass Maden, Hoden oder Raupen serviert werden. „Der Film im Kopf macht die ganze Sache eklig“, sagt Groebel und wir werden schon bald erfahren, welche PrĂĽfungen noch alles auf die „Stars“ warten. BBfun.de wird berichten.

Quelle: Express.de // Foto: RTL / Stefan Menne

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