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Big Brother weltweit

Mal wieder: angeblicher Skandal bei Big Brother UK

Großbritannien ist ein Land mit großer kultureller Vielfalt und Nationalitäten. Dies spiegelt sich auch in der Auswahl der Bewohner wider, bei denen oftmals Afroamerikaner, Asiaten oder Inder dabei sind. Häufig führt dies natürlich zu Zoff und nicht selten fallen krasse Worte.

Nicht anders läuft es in der aktuellen Staffel von Big Brother UK ab, wo es gleich zwei Fälle mit rassistischen Beleidungen gab. Im ersten Fall hatte sich Bewohner Conor abfällig über Deana, die aktuelle Miss India UK, warf ihr Fäkalausdrücke an den Kopf und drohte mit körperlicher Gewalt. Im zweiten Fall hatte Caroline ihren afroamerikanischen Mitbewohner unter anderem als Gorilla bezeichnet.

Big Brother hatte beide Bewohner wegen diesen Vorfällen bereits ins Sprechzimmer gerufen und sie deswegen ausdrücklich ermahnt. Caroline hatte sich daraufhin sogar bei Adam entschuldigt. Einige Fans liefen gegen diese Äußerungen trotzdem Sturm und meldeten die Vorfälle bei der Aufsichtsbehörde Ofcom, die im Fall von Conor sogar mehr als 1000 Beschwerden erhielt. Wie es sich für eine ordentlich arbeitende Behörde gehört, wird Ofcom diesen Anschuldigungen nachgehen.

Einige Fans forderten auch den Auszug der beiden Bewohner, doch dem wird der große Bruder nicht nach nachkommen. Doch ist das inkonsequent? Nicht wirklich, denn in den vergangenen Jahren gab es immer wieder ähnliche Vorfälle, die auch der Aufsichtsbehörde Ofcom gemeldet worden sind.

Während Big Brother 9 gingen beispielsweise fast 5000 Beschwerden ein, darunter auch wegen angeblichen Mobbing. 2009 beschwerten sich Zuschauer bei der Aufsichtsbehörde wegen dem Rapper Coolio, der bei der Celebrity-Staffel 2009 teilnahm und sich vorallem gegenüber weiblichen Mitbewohnerinnen nicht immer korrekt benahm. In der Sommer-Staffel gab es schließlich Beschwerden über Bewohner Marcus, der seinen indischen Mitbewohner Sree bedrohte und sich über die indische Kultur lustig machte. In der gleichen Staffel drohte Kenneth seiner Mitbewohnerin Bea mit physischer Gewalt, woraufhin sich ebenfalls einige Bewohner an Ofcom gewandt haben. Auch 2010 gab es einige Beschwerden, als Coolio für eine finale Allstars-Staffel auf Channel 4 zurück ins Haus kehrte und die transexuelle Ex-Bewohnerin Nadia wegen ihrer Geschlechtsumwandlung attackierte. In diesem Fall war es jedoch eher Nadia, die sich beschwerte und beklagte, dass Big Brother die meisten dieser Szenen nicht gezeigt hätte. Nur die Staffel im vergangenen Jahr lief erstaunlich ruhig ab.

All diese Fälle zeigen eines: Äußerungen, die übers Ziel hinaus schießen, sind bei Big Brother UK die Regel und keine Seltenheit. In keinem dieser Fälle hat Ofcom auch einen ernsten Verstoß gesehen, da Big Brother sämtliche betroffenen Bewohner ins Sprechzimmer rief, dort ermahnte und den Zuschauern so auch deutlich machte, dass deren Verhalten nicht wünschenswert ist und nicht toleriert wird. Einen Rauswurf der entsprechenden Bewohner erwartete Ofcom entgegen nicht, weswegen die meisten auch nach solchen Vorfällen bleiben durften.

Nur bei Celebrity Big Brother im Jahr 2008 war die Aufsichtsbehörde der Meinung, dass Channel 4 die Situation nicht unter Kontrolle hatte, als unter anderem Jade Goody über die aus Indien Shilpa Shetty auf rassistische Weise hergezogen hat. Die Aufsichtsbehörde merkte zwar an, dass Zuschauer immer auch Streitigkeiten und hitzige Diskussionen bei Big Brother erwarten, Channel 4 aber in diesem Fall nicht deutlich gemacht hat, dass solch ein Verhalten inakzeptabel ist. In den folgenden zwei Staffeln wurden daher, um künftige Probleme mit Ofcom zu vermeiden, solche Problemfälle mit sofortigem Auszug der betroffenen Bewohner gelöst. Aber auch das war vielen Fans nicht recht, da sie diese Entscheidung selbst fällen wollten und sich so etwas hintergangen fühlten.

Channel 5 kann diese Diskussion um die angeblichen Skandale nur recht sein. Sollte Ofcom kein Fehlverhalten nachweisen können, waren all die Berichte schließlch nichts anderes als gute PR. Auch die zum gleichen Unternehmen gehörende Zeitungen werden sich sicher über die gesteigerte Aufmerksamkeit für Big Brother freuen.

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