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Promi Big Brother 2013

Promi Big Brother – Sat.1 mit dem großen Bruder als Trumpf?!

Am 13. September startet Sat.1 mit DEM TV-Großevent Promi Big Brother. Diese Nachricht erschütterte am 14. März quasi als Breaking News die BB-Welt positiv. Kann sich Sat.1 damit aus dem bedrückenden Quotentief schaufeln und Nicolas Paalzow den Sender mit diesem Endemol-Kracher wieder in die Erfolgsspur zurückführen? Die Schonfrist ist vorbei, es werden Resultate erwartet, Sat.1 muss liefern und wir schauen einmal auf deren Bilanz.

Die großen Sprüche des Herrn Nicolas Paalzow auf dem Prüfstand

„Ab Herbst ist es noch kein komplett neues Sat.1, aber 2013 ist das Jahr der Umwandlung. Denn wir müssen Sat.1 neu erfinden!“ Worte von Nicolas Paalzow, dem seit Oktober 2012 im Amt befindlichen Geschäftsführer von Sat.1
Aus Sicht der Quoten allerdings hat er dieses Ziel bisher kaum erreicht, denn Sat.1 hat eine wahrhaft miserable Saison hinter sich. Die Marktanteile bewegten sich in der Zielgruppe im meist einstelligen Bereich und häufig verfehlte man sogar die Marke von neun Prozent. „Das Rennen läuft und wir müssen bei Sat.1 die Reifen während der Fahrt wechseln, ohne aus der Kurve zu fliegen“, so begründet Paalzow seinen Großangriff auf die Konkurrenz Ende Juni gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. Doch außer aufgeblasenen Backen lässt sich noch nichts von Bedeutung auf der Habenseite des Senders verbuchen und auch die Erwartungen der Zuschauer erhöhen den Druck auf den Senderchef, der noch im Jahre 2000 Big Brother für nicht kompatibel für seine Programmplanung hielt. Damals noch Geschäftsführer bei ProSieben, ließ er verlauten: „ProSieben hat den Programmanspruch, Premiumqualität zu bieten. Das heißt zum Beispiel, dass eine Show wie „Big Brother“ sicherlich nicht auf ProSieben laufen würde.“ SPIEGEL ONLINE fragte ihn damals: „Wollen Sie sagen, dass man bei ProSieben einen Dünkel gegenüber „Big Brother“ pflegt, vielleicht sogar moralische Einwände?“ Paalzow: „Wir sagen, dass es nicht zu unserer Marke passt. Unser Anspruch ist Premiumqualität und einen solchen Anspruch, den erfüllt „Big Brother“ nicht! Vergleichen Sie die Produktionsqualität von „Fort Boyard“ mit der von „Big Brother“, und Sie wissen, was ich meine.“

Promi Big Brother – Sat.1 Geschäftsführer braucht Ergebnisse, die Schonfrist ist vorüber!

Eine 100-Tage-Frist wird einem jeden neuen Amtsinhaber eingeräumt, um sich mit den Abläufen seines Amtes vertraut zu machen, wesentliche Personalentscheidungen zu treffen und erste Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Solch Stillhalteabkommen zwischen Presse und Politik ist seit Präsident Franklin D. Roosevelts Regentschaft während der Weltwirtschaftskrise üblich. Sollte man auch dem Geschäftsführer Nicolas Paalzow, der Cash-Cow von Sat. 1 eine derartig gestaltete Schonfrist einräumen? In einer gewissen Krisensituation befindet sich der Sender schließlich auch seit langen Monaten. Im Oktober ist Paalzow, der bereits fünfte Geschäftsführer des Senders in nur fünf Jahren, nun bald ein Jahr an Bord. Nach einem 12-monatigen Vorlauf sollte er sich an seinem eigenen Anspruch messen lassen. Seinen Worten: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher, und das nicht nur aufgrund der Marktanteilssituation, sondern auch, weil manche Formen der Unterhaltung ihren Zenit einfach überschritten haben“, folgten Versuche, neue Serien zu etablieren, doch die gingen in der vergangenen Saison allesamt schief. Wohl auch, weil es den Formaten an Alleinstellungsmerkmalen fehlte. Nun also ruhen all seine Hoffnungen auf „Promi Big Brother“, die Realityshow soll Sat.1 ab September aus der Krise führen, eine Chance, um Sat.1 endlich wieder zum Gesprächsthema zu machen.

Folgendes Voting-Ergebnis könnte sich jedoch als Wermutstropfen entpuppen:

Promi Big Brother - Sat.1

Unterm Strich wird das allerdings zu wenig sein, um die zahlreichen Schwächen im Programm auszubügeln.. „Wir brauchen einen Turnaround“, räumt Paalzow daher auch ein. „Wir arbeiten intensiv am Tages- und am Vorabendprogramm und setzen neue Schwerpunkte am Hauptabend.“

Das erste Resümee von Medien und Zuschauern kann darum erst nach Ende dieser Schonfrist gezogen werden, wenn der letzte Vorhang fällt und die Türen zum Promi Big Brother-Haus in Berlin-Adlershof geschlossen wurden.

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