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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich… Sophie Rosentreter (BB-Moderatorin)?

Die erste BB-Staffel wird uns allen immer im Gedächtnis bleiben. Die Hauptakteure, die Bewohner sowieso. Allerdings wirkten viele am Erfolg dieses damals umstrittenen Formats mit. Ein Beispiel liefert Sophie Rosentreter (geb. 1975 in Hamburg). Die sympathische und lebhafte junge Frau übernahm die Außenmoderationen der Liveshows. Doch wer ist diese Sophie Rosentreter eigentlich? Und was macht sie heute?

Sophie Rosentreter hat ihre Karriere als Model begonnen. 1992 nahm sie an einem Modelwettbewerb bei Thomas Gottschalk teil. Top 10 aus einer Auswahl von 25.000 Bewerberinnen ist schon aller Ehren wert. Seite an Seite mit Heidi Klum hoffte sie auf einen Sieg. Jeder weiß, dass ihr Heidi einen Schritt voraus war. Doch das hielt Sophie nicht davon ab, weiter für ihren Model-Traum zu kämpfen. Und sie sollte Recht bekommen, denn ihr internationaler Erfolg als Model spricht für sich.
Zu Big Brother führte sie ein kleiner Umweg. 1998 stellte sie sich erneut einem Casting. Diesmal bei MTV. Nun klappte es auch. Sie moderierte „Charts“, „Hacienda“, „Live“ und „In Touch“. Im Jahr 2000 war es dann soweit, sie führte die Außenmoderation für Big Brother und wurde für Millionen Zuschauer allwöchentlich zum Mitglied der großen BB-Familie.

Doch was macht Stophie Rosentreter heute? Ist sie noch immer in der TV-Branche tätig? Arbeitet sie wieder als Model? Oder lebt sie gar gänzlich zurückgezogen?

Im Anschluss an ihre Big Brother-Zeit arbeitete sie tatsächlich kurzzeitig als Model. Sie war zu sehen in einer Fotoserie für den Playboy, lebte ein Leben im Jet-Set und durfte die Superstars der Welt zu Interviews begrüßen. Doch heute sieht ihr Leben gänzlich anders aus: Sophie arbeitet für und mit Demenzkranken. Sie hat eine kleine Firma mit dem Namen „Ilses weite Welt“ gegründet und lebt nun einen anderen Traum – den, Menschen, denen es so geht, wie einst ihrer Oma, zu helfen.

In einem Interview für den NDR wurde Sophie zu ihrer verstorbenen Oma befragt und teite mit, dass sie an Demenz litt. Sieben Jahre hat sich ihre Familie alleine um die alte Dame gekümmert. Keiner wusste jedoch, wie man mit dieser Krankheit umgehen soll. Was die Betroffenen brauchen, wie man sie behandelt und wann es Zeit ist, sich Hilfe zu suchen. Oft viel zu spät für beide Seiten käme der Entschluss, den geliebten Menschen in die Hände professioneller Hilfe zu geben.
In ihrer Familie fiel diese Entscheidung, als die Oma stürzte und längere Zeit blutend am Boden lag. Da war der Zeitpunkt gekommen, sie in ein Heim zu geben. Sophie schildert, dass sie ihrer „Omi“ in dieser Zeit näher gekommen sei. Wut, Aggressionen, Hilflosigkeit kamen in ihr hoch. Im Heim sah sie, dass diese Menschen oft vor dem Fernseher geparkt werden und die Demenzkranken dann mit Nachrichten, Kriegsbildern und Dingen, welche sie kaum verarbeiten können, konfrontiert werden.

Das war der Zeitpunkt als ihr klar wurde, diese Masse an Informationen und schnellen Bildern können nicht entlasten. Sie gründete eine kleine Firma und setzt nunmehr auf eigenproduzierte Bilder in Form von Videos und begleitende Musik – ruhige und schöne Dinge. Pferdebilder, klassische Mustk, je nach den vorherigen Leidenschaften des Kranken. Bei einem Reiter könnten schöne Pferdebilder nützlich sein und schon sprudelt unter Umständen eine Geschichte aus ihnen. Tiere seien auch eine Möglichkeit der Unterstützung. Bei einer solchen Tiertherapie wird hauptsächlich mit Hunden und Katzen gearbeitet.
Sophie und ihre Mitstreiter entwickelten zudem eine Kiste fürs „zweite Leben“ mit vielen hilfreichen Dingen für demenzkranke Menschen. Oft schlagen sich die Patienten selbst und die Hände brauchen Ablenkung. Deshalb befindet sich auch ein kleines Stofftier mit angenähter Kette und anderen „Beschäftigungsmaßnahmen“ in diesem Hilfspaket.
Zudem hat Sophie ein Buch geschrieben: „Komm her – wo soll ich hin?“ schildert die schönen Momente des Lebens ihrer Omi, die sie trotz ihrer Demenz-Erkrankung hat. Natürlich ist Sophie auch sonst weiterhin unterwegs – sie hält Vorträge, macht Workshops, ist auf Kongressen und Tagungen unterwegs, referiert vor Fachpersonal und Angehörigen. Sophie Rosentreter klärt auf und verwirklicht sich selbst.

Gegenüber dem NDR verriet Sophie weitere Kleinigkeiten ihres Privatlebens:

Die härteste Arbeit, die Sie mit den Händen getan haben?
Der Umzug von einer großen in eine noch größere Wohnung

An welchen persönlichen Dingen hängen sie besonders?
An meinen persönlichen Lieblingsmenschen! Ich versuche hiernach zu leben: „Let go of everything your fear to lose!“ (Zitat von Yoda aus Star Wars)

Ihr Spitzname in der Grundschule?
Phiechen, Rosi

Was kann sie richtig auf die Plame bringen?
Unfaires Verhalten

Wem oder was können Sie nicht widerstehen?
Meinem Freund…und Hunden…und Kindern…und magischen Sonnenuntergängen

Nicht nur, dass Sophie schon zu Big Brother-Zeiten durch ihre aufgeschlossene und authentische Art und Weise aufzufallen wusste – auch jetzt, als Helfende für Demenzkranke, weiß ihre Art die Menschen zu begeistern. Wir sind es auch und hoffen, noch viel von Sohie Rosentreter zu hören.

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