Header image
BB11 Archiv

Bedeuten konstant schlechte Quoten das Ende des Dauerformats „Big Brother“?

Es lief wieder einmal nicht gut für „Big Brother – Die Entscheidung“. Die Show gelangte an einem neuen Tiefpunkt mit 910.000 Zuschauern an und dies kurz vor dem Finale. Natürlich war das Wetter bestens und der lange erwartete Sommer verwöhnte uns in seiner vollen Pracht. Der Marktanteil lag bei geringen 5,7 %. Auch die neue Show „Beat the Blondes“ tut sich schwer, sie erreichte nur 5,3 % in der Zielgruppe. Etwas besser war der Zuschauerzuspruch für die Tageszusammenfassung von Big Brother, hier wurden immerhin 6,9 % erreicht, dennoch unter den Erwartungen des Senders.
Die durchgehend immer schlechter werdenden Quoten könnten nun das Ende der Mutter aller Realityshows bedeuten, das Ende des Formats in Deutschland. Doch woran lag bzw. liegt es, dass die Zuschauer anscheinend das Interesse am ehemaligen Quotenbringers verlieren?
Nach dem Finale fragten sich die Fans in den letzten Jahren immer wieder: Wird es nächstes Jahr wieder eine Staffel geben? Werden wir uns diese nochmal antun und werden die Macher der Show aus dieser beendeten Staffel gelernt haben? Schon der Beginn dieser Staffel wurde nicht wie früher sofort nach Beendigung von Staffel 10 angekündigt, sondern ließ lange auf sich warten. Zahlreiche neue Formate wurden ausprobiert und dann doch wieder verworfen mangels entsprechender Resonanz.
Dann wurden die erste Bewohner bekannt und die Zweifel begannen. Doch die Auftaktsendung gab Hoffnung. Danach verlief die Kurve kontinuierlich nach unten. In den vergangenen Wochen fing das Format richtig an zu schwächeln, obwohl man sich im alt bekannten Sommerloch eher steigende Quoten versprach. Mehr als 15 Mal rutschte die Staffel in den gefürchteten, tiefroten Bereich.
Nun stellt sich eine ganz einfache Frage: Warum ist das so? Die Antwort: falsche Formatpflege. „Big Brother“ ist mit Abstand die teuerste RTL II-Produktion. Sie wird also nicht nur am Senderdurchschnitt, sondern am Zuspruch bei den jungen Leuten, der sogenannten Zielgruppe gemessen. Diese erreicht man eher mit Produktionen wie „X-Diaries“, zudem kann hier wesentlich günstiger produziert werden. Obwohl auch hier zum Schluss Schwächen erkennbar waren, wurden neue Folgen produziert. Beim „großen Bruder“ konzentrierte man sich darauf, das Bestandspublikum, die sogenannten Hardcore-Fans, zu halten und versäumte es, das Format neuem Publikum schmackhaft zu machen. Interessante Bewohner, wieder mehr Investition in Matches usw. usw. Dies scheint sich nun zu rächen.
Die Fans von „Big Brother“ können eigentlich nur noch hoffen, dass die Versuche des Senders, neue Formate erfolgreich zu etablieren, scheitern werden und uns auch im nächsten Jahr eine hoffentlich bessere Staffel beschert wird. Back to basic, zurück zum Ursprung.


Aleks‘ Blick zeigt ebenso viel Unsicherheit wie ihn Macher und
Zuschauer im Moment verspüren: Endet die BB-Ära?

Quelle: dwdl.de / BBfun.de // Bild: RTL II/Endemol

Gefällt dir der Artikel? Teile ihn in den sozialen Netzwerken!



Mehr zu diesem Thema

Themen dieser Meldung

Deine Meinung zählt!

Kommentare